Kaufberatung Zelte: Was Freizeit-Nomaden wissen sollten

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Gute Outdoor-Nacht

Für manche ist es der Schrecken der Nacht, für Outdoor-Enthusiasten die Krönung einer Tour: das Zelten. Leid und Leidenschaft liegen nah beieinander, wenn es mit mobilen Behausungen aus Nylon & Co. in die Wildnis geht. Wer weiss, worauf es bei Zelten und beim Zelten ankommt, kann in Ruhe seine Outdoor-Träume geniessen.

Text: Moritz Becher

Für die Wahl des richtigen Zeltes ist die ehrliche Bedürfnisanalyse das entscheidende Kriterium. Die Grundform eines Zeltes entscheidet bereits zu einem guten Teil über seinen Einsatzzweck. Bodenbeschaffenheit, Windexposition und Jahreszeit sollten berücksichtigt werden, wenn es um die grundsätzliche Form geht. Unsere Vorstellung der verschiedenen Zelttypen ebnet den Weg zur passenden Behausung. Grundsätzlich lohnt sich eine fundierte Beratung im Fachhandel. Im Material-Guide erklären wir, auf welche Qualitätsmerkmale man achten sollte. Ein gutes Zelt lebt neben den beschriebenen Basiselementen von seiner gesamten Ausstattung. Wichtig für die Praxis sind eine gute Abspannung, effiziente Belüftung und robuste Reissverschlüsse. Entscheidend für einen sicheren Stand sind die Qualität der Zeltleinen und Heringe sowie die Anordnung der Abspannpunkte. Letztere sollten möglichst nah am Gestänge sitzen, um es bei Starkwind in Form zu halten. Wer ein gutes Allround-Zelt sucht, sollte vor ein paar Gramm Mehrgewicht nicht zurückschrecken. Spätestens, wenn man einen Tag bei Sturm und Regen im Zelt ausharren muss, macht sich der zusätzliche Komfort angenehm bemerkbar.

Grundverschieden: Zelttypen und -formen

Tunnelzelte
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Modell: Hilleberg Keron 3 GT

Das Tunnelzelt ist der Trekking-Klassiker. Die Halbröhrenform bietet ein sehr gutes Gewichts-Platz-Verhältnis und ermöglicht durch seine steilen Seitenwände ein angenehmes Raumklima und viel Platz. Vor allem die Modelle mit verlängerter Apside durch einen zusätzlichen Gestängebogen sind hervorragend für Touren in Gebiete geeignet, in denen nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. So kann im Vorraum mit der Ausrüstung hantiert oder nasse Bekleidung abgelegt werden, ohne das trockene Innenzelt in einen Nassbereich zu verwandeln. Auch eignet sich die erweiterte Apside bei Regen zum Kochen im Zelt – einwandfreie Belüftung vorausgesetzt. Längs in Windrichtung gesetzt, sind Tunnelzelte sehr hart im Nehmen. Nicht umsonst schmücken die roten Halbröhren in den Eiswüsten die Fotos von  Polar-Expeditionen. Aufgestellt sind sie schnell. In der Regel werden nur zwei bis drei Gestängebögen in die entsprechenden Kanäle geschoben und das Zelt in der Länge gespannt, schon steht die Bude. Nachteil: Tunnelzelte müssen immer abgespannt werden, was zum Beispiel auf felsigem Untergrund problematisch werden kann. Hinzu kommt, dass sie eine verhältnismässig grosse Stellfläche benötigen, ebenfalls oft Mangelware im Fels.

Ultraleicht-Zelte
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Modell: Vaude Lizard GUL 1P

Die Zielgruppe für Ultraleicht-Zelte ist sehr spitz. Dabei handelt es sich eher um Notbehausungen, meist für eine Person, die zwar durchaus passablen Wetterschutz bieten, Starkwind aber nicht allzu viel entgegen zu setzen haben – vom fast gänzlich fehlenden Komfort ganz zu schweigen. Trailrunnern und andere Outdoorern, die auf minimales Gepäck angewiesen sind, bieten solche Mini-Doppelwandzelte das Packmass einer Thermosflasche und ein Gewicht von weit unter einem Kilogramm. Ultraleicht-Zelte wie das «Lizard GUL 1P» von Vaude werden meist mit einem ganzen oder einem halben mittigen Gestängebogen aufgestellt und über Kopf- und Fussende gespannt.

Kuppelzelte und Geodäten

Sie stehen von selbst und brauchen weniger Platz. Abgespannt werden sollten sie trotzdem, denn ordentlich gestraffte Zeltleinen optimieren die Stabilität der Konstruktion. Und gerade dort, wo Kuppelzelte ihre Stärken ausspielen – nämlich in alpinen Regionen und an Felsküsten –, legt der Wind nicht selten ohne Ansage plötzlich zu.

Modell: The North Face VE 25

Modell: The North Face VE 25

Klassische Kuppelzelte tragen ihre Aussenhaut auf zwei oder drei sich kreuzenden Gestängen. Eine Art Sonderform sind Geodät-Zelte. Dabei kreuzen sich mindestens vier Gestänge an mehreren Stellen. Diese Rautenstruktur ist extrem stabil, schlägt aber auf der Waage ordentlich zu Buche. So wiegen Drei-Personen-Geodäte schnell zwischen vier und fünf Kilogramm, wie zum Beispiel das fast schon legendäre Modell «VE 25» von The North Face.

Lappenzelte
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Modell: Tentipi Zirkon 5 light

Lappenzelte gibt es mittlerweile bereits in tourentauglicher Ausführung – mit akzeptablem Gewicht und beachtlich kurzer Aufbauzeit. Die Touren-Modelle wie das «Zirkon 5 light» von Tentipi werden mit nur einer Mittelstange aufgebaut und zu allen Seiten abgespannt. Trotzdem hat dieser Zelttyp aktuell seinen Haupteinsatzbereich noch dort, wo Freunde und Familien es sich etwas länger an Ort und Stelle gemütlich machen. Spezielle Öfen sorgen drinnen für ein heimeliges Wohlfühl-Flair.

Bei Zelten für den Vier-Jahreszeiten-Einsatz gibt es zusätzlich einige Punkte zu beachten. Ihre Aussenhaut muss bis zum Boden reichen, damit kein Triebschnee ins Zelt gelangt. Ein kleiner Schneewall um den Bungalow kann dies zusätzlich verhindern. Einige Hersteller bieten auch Modelle mit so genannten «Snowflaps» an, lappenartigen Verlängerungen des Aussenzelts, die mit Schnee beschwert werden können. Dabei sollten die Frischluftöffnungen also auch im Schnee frei bleiben. Apropos Schneefall: Natürlich muss die Zeltkonstruktion so stabil sein, dass sie eine Ladung Neuschnee auf dem Dach trägt.

Zelttypen und ihre Einsatzbereiche
Einsatzbereiche Tunnelzelt Kuppelzelt Geodät Ultraleicht-Zelt Tipi / Lavu
Mehrtages-Bergtour ✔︎ (✔︎) (✔︎)
Trekking-Tour nicht-alpin ✔︎ ✔︎ (✔︎)
Bike-Tour alpin ✔︎ ✔︎
Bike-Tour nicht-alpin ✔︎ ✔︎
Kanu-Tour Meer (✔︎) ✔︎ ✔︎
Kanu-Tour Fluss & See ✔︎ ✔︎ ✔︎
Ultraleicht-Tour (z.B. Trailrunning) ✔︎
Familien-Tour ✔︎ (✔︎) ✔︎
Expedition alpin ✔︎
Expedition nicht-alpin ✔︎ ✔︎
Draussen mit Moritz Becher
Eine ganze Insel nur für sich - Nordskandinavien macht's möglich. Nach dem Frühstück verschwindet die Ferienwohnung in der Ladeluke des Seekajaks. Tromsö, Norwegen. © Moritz Becher

Spannende Detaillösungen:

Materialguide

Aussenzelt

Hochwertige Modelle sind in der Regel mit einem Nylon-Ripstop-Gewebe ausgestattet, bestehend aus Polyamid-Fasern. Die sind sehr (weiter-)reissfest – ein entscheidendes Kriterium. Kommt es nämlich durch Druck, Gestängebruch oder andere Widrigkeiten zu einer Beschädigung des Gewebes, besteht die Gefahr, dass eine einzige starke Windböe das Zelt in Stücke reisst. Nylon hat allerdings einen Nachteil: bei Nässe dehnt es sich um bis zu vier Prozent aus. In der Praxis bedeutet das: nachspannen. Nur so verhindert man, dass der Wind sich in dem Gewebe stärker fängt und dass sich Aussen- und Innenzelt berühren, wobei Kondenswasser ins Innenzelt durchdrücken kann.

Die Festigkeit eines Gewebes wird in der Einheit Denier angegeben. Sie besagt, wie viel Gramm 9000 Meter Faser wiegen. 40 Denier heisst: 9000 Meter Faser wiegen 40 Gramm. Je höher der Wert, desto reissfester ist das Material in der Regel – aber auch schwerer. Mit eingewobenen, extra dicken Garnen wird die Weiterreissfestigkeit zusätzlich erhöht, erkennbar am feingemaserten Karo-Muster («Ripstop»). Gute Aussenzelte liegen aktuell bei Werten um 20 Denier, Top-Modelle bei 40 und mehr. Die Hersteller forschen momentan intensiv, um die Robustheit der Stoffe bei gleichzeitig geringem Gewicht weiter zu erhöhen.

Günstigere «Zelthäute» werden oft aus Polyester hergestellt. Das ist zwar UV-beständiger als Nylon und dehnt sich bei Nässe kaum, dafür ist es aber auch weniger reissfest. Um die Stoffe zu optimieren, setzen die Hersteller (Mehrfach-)Beschichtungen ein. Die bestehen bei hochwertigen Aussenzelten meist aus Silikon. Dadurch wird das Gewebe absolut wasserdicht. Zugleich erhöht sich die Reissfestigkeit sowie die UV-Beständigkeit. Achtung: «Silikonisiert» heisst nicht gleich Silikon-beschichtet, sondern entspricht eher einer dünnen Imprägnierung, die aber bei weitem nicht so leistungsfähig ist. Andere Stoffe werden mit Polyurethan (PU) beschichtet, was sie zwar sehr gut abdichtet und abriebfest macht, allerdings die Reissfestigkeit etwas reduziert. Deshalb kommen PU-Beschichtungen überwiegend bei Zeltböden zum Einsatz, wo Abrieb-Resistenz und höchste Wasserdichtigkeit eine grössere Rolle spielen als der Schutz vor Rissen.

Apropos Wasserdichtigkeit: Im Gegensatz zum Zeltboden, wo es zum Beispiel durch Knie und Ellbogen zu hohen Druckpunktbelastungen kommt, spielt die Wassersäule beim Aussenzelt eine deutlich geringere Rolle, da Regen hier eher ohne grossen Druck abperlt. Aussenzelte gelten entsprechend ab 1500 Millimeter Wassersäule als ausreichend dicht, bei Zeltböden sollten es mindestens 7000, besser aber 10’000 Millimeter sein.

Innenzelt

Im Inneren kommt meist ein dünnes aber winddichtes Nylon-Gewebe zum Einsatz, das bei reinen Sommer- oder Drei-Jahreszeiten-Modellen mit einem Moskito-Schutz aus feinmaschigem Netzstoff ergänzt wird. Ein potentieller Schwachpunkt von Zelten sind die Nähte. Bei unsauberer Verarbeitung kann Wasser eindringen. PU-beschichtete Gewebe sollten mit Klebestreifen, sogenannten «Tapes», abgedichtet sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, behandelt die Schnittstellen mit einem «Nahtdichter». Der besteht aus streichfähigem Polyurethan («Seam Grip») oder Silikon («Silnet») und ist auch für kleinere Reparaturen geeignet.

Zeltstangen

Neben den Hüllen spielt die Qualität der Gestänge eine grosse Rolle. Als erste Wahl für hochwertige Zelte hat sich Aluminium durchgesetzt, dabei gibt es natürlich enorme Güte-Spannweiten. Keinesfalls sollte man Glasfaser-Gestänge einsetzen. Die bieten weder die notwendige Flexibilität noch Stabilität und brechen entsprechend leicht. Die Alugestänge von Marktführer DAC aus Korea werden von nahezu allen namhaften Herstellern eingesetzt, in den Top-Modellen werden «DAC Featherlite NSL»-Elemente verwendet. Mit einer speziellen Legierung wird das Aluminium soweit eloxiert, dass es auch bei geringen Durchmessern eine enorme Flexibilität und zugleich hohe Bruchfestigkeit bietet. Diese Kombination ist wichtig, da das «Zelt-Skelett» bei starken Windböen kurzfristig enorm flexibel sein und immer wieder in die Ursprungsform zurückfinden muss – und das tausendfach im Laufe eines Zeltlebens.

Zu Schäden kommt es aber nicht nur durch Windbruch sondern auch, wenn Gestänge beim Aufbau zu stark gebogen oder die Elemente nicht sauber zusammengesetzt werden und dadurch an Stabilität verlieren. Resultat am Ende sind oft sogenannte «Spleissbrüche». Bei Ultraleicht-Zelten kommen auch Carbon-Gestänge zum Einsatz. Damit spart man zwar ein paar Gramm, muss aber zwei Nachteile in Kauf nehmen: Im Gegensatz zu Aluminium verbiegt Carbon unter Überbelastung nicht sondern bricht und splittert. Abgesehen von einem kaputten Gestänge-Element besteht die Gefahr, dass das Zeltgewebe in Mitleidenschaft gezogen wird. Der zweite Nachteil ist ein ökologischer: Carbon ist anders als Aluminium derzeit nicht recycle-fähig. Andi Brun, Gründer und Innovationsmanager des Schweizer Herstellers Exped, tüftelt deshalb an einer möglichen nachhaltigen Alternative aus Harz und Hanf: «In ein bis zwei Jahren kann man da voraussichtlich mit marktreifen Ergebnissen rechnen.»

Zeltpflege: Wichtig wie Zähneputzen

Lappenzelte gibt es mittlerweile bereits in tourentauglicher Ausführung – mit akzeptablem Gewicht und beachtlich kurzer Aufbauzeit. Die Touren-Modelle wie das «Zirkon 5 light» von Tentipi werden mit nur einer Mittelstange aufgebaut und zu allen

Richtig behandelt, können Zelte zu lebenslangen Begleitern werden. Die meisten namhaften Hersteller bieten für überschaubares Geld Reparaturen und Verschleissteil-Ersatz an, wie zum Beispiel den Austausch eines schadhaften Zeltbodens oder eines defekten Reissverschlusses. Übel nimmt einem die geliebte Behausung auf Dauer zwei Dinge: Sonne und Nässe. Die UV-Strahlung setzt dem Aussengewebe extrem zu, auch wenn es mit Silikon oder PU behandelt ist. Deshalb sollte man sein Zelt nie länger als notwendig in der prallen Sonne stehen lassen. Der andere Material-Killer ist Staunässe. Wer das Zelttuch in feuchtem Zustand verpackt und nicht spätestens nach der Tour trocknet, verdammt es zum schleichenden Tod. Schimmelbakterien und ein durch Hydrolyse verursachter Auflösungsprozess machen zuerst der Beschichtung und dann dem Stoff den Garaus. «So etwas kann leider nicht repariert werden», sagt Steve Grind, Director of Summer Products beim US-Hersteller MSR. Deshalb gilt: Zelte nach einer Tour an einem trockenen, gut belüfteten Ort noch einmal aufstellen bis jegliche Feuchtigkeit entwichen ist. Bei der Gelegenheit am besten auch die Reissverschlüsse säubern und Schmutz von der Bodenunterseite und anderen Stellen mit einem feuchten, weichen Schwamm ohne scharfe Reinigungsmittel entfernen. Niemals darf man ein Zelt in die Waschmaschine stecken. Jeder noch so kleine Defekt sollte umgehend repariert werden. Denn aus einem kleinen Loch kann bei der ersten starken Windböe auf der nächsten Tour schnell ein grosses Fenster werden.

Seiten abgespannt. Trotzdem hat dieser Zelttyp aktuell seinen Haupteinsatzbereich noch dort, wo Freunde und Familien es sich etwas länger an Ort und Stelle gemütlich machen. Spezielle Öfen sorgen drinnen für ein heimeliges Wohlfühl-Flair.

Bei Zelten für den Vier-Jahreszeiten-Einsatz gibt es zusätzlich einige Punkte zu beachten. Ihre Aussenhaut muss bis zum Boden reichen, damit kein Triebschnee ins Zelt gelangt. Ein kleiner Schneewall um den Bungalow kann dies zusätzlich verhindern. Einige Hersteller bieten auch Modelle mit so genannten «Snowflaps» an, lappenartigen Verlängerungen des Aussenzelts, die mit Schnee beschwert werden können. Dabei sollten die Frischluftöffnungen also auch im Schnee frei bleiben. Apropos Schneefall: Natürlich muss die Zeltkonstruktion so stabil sein, dass sie eine Ladung Neuschnee auf dem Dach trägt.

Draussen mit Moritz Becher
Ferienwohnung in Feuerland - nur sturmsicher sollte die Nylon-Bude hier definitiv sein. Zeltplatz auf Isla Navarinho. © Moritz Becher

Das kleine 1×1 des Zeltens

Platzwahl: Der erste Schritt zu einer entspannten Zeltnacht. Der Untergrund sollte flach bis leicht konkav, windgeschützt, nicht sumpfig und frei von spitzen oder scharfkantigen Gegenständen sein. Sinnvoll kann eine als Zubehör erhältliche Zeltunterlage («footprint») sein. Blitzgefährdete Standorte sowie Plätze unter toten Bäumen an Steinschlag-gefährdeten Abhängen meiden. Vorsicht auch an Flussufern und Küsten – Sicherheitsabstand einhalten!

Wind: Zuerst die Zeltplane mit einem Hering sichern, dann das Zelt in Windrichtung aufbauen. Leichte Teile wie Packsäcke am Rucksack oder mit einem Hering fixieren.

Gestänge:  Die Gestängebögen nie auswerfen und zusammenschnappen lassen sondern einzeln und sauber ineinanderfügen. Beim Abbauen niemals die Streben aus den Kanälen herausziehen sondern vom anderen Ende aus am Stück herausschieben.

Heringe: Sie funktionieren am besten, wenn man sie im 45-Grad-Winkel in den Boden treibt. Dazu einen Stein oder ein Holzstück verwenden.

Abspannen: Das Zelt immer sauber abspannen, allerdings nicht so stark, dass sich die natürliche Gestängeführung verformt. Gleichmässig in alle Richtungen und mit möglichst grossem Abstand zum Zelt.

Üben: Wer den Aufbau seines Zeltes vor der Tour mehrfach durchspielt, hat auch bei widrigen Bedingungen keine Probleme.

Notfälle: Ersatz-Heringe, etwas Zeltschnur und eine Reparatur-Gestängehülse gehören immer ins Gepäck.

Kochen und Feuer: Nie im Innenzelt kochen! Hitze und Funkenflug können grosse Materialschäden verursachen. Zudem wird beim Kochen mit Gas geruchsloses, gefährliches Kohlenmonoxid erzeugt. Beim Kochen in der Apside immer für ausreichend Belüftung sorgen. Kein Lagerfeuer in unmittelbarer Zeltnähe.

Platzbedarf: Stärkere Berührungen mit den Aussenwänden vermeiden. So entstehen Kältebrücken, und Kondensationsfeuchtigkeit kann vom Aussenzelt durch das Innenzelt drücken und den Schlafsack anfeuchten. Im Notfall eine Regenjacke um die Fusspartie des Schlafsacks wickeln. Vor dem Kauf prüfen, ob die Liegefläche ausreicht.

Nässe: Mit einem kleinen Schwamm oder Tuch vor dem Abbauen vorsichtig das Kondenswasser an der Unterseite des Aussenzelts abwischen. Falls man im Regen abbauen muss, das Innenzelt aushängen und gesondert im Rucksack transportieren, damit es trocken bleibt. In einem wasserdichten Drybag kann man das Zelt bedenkenlos auch aussen am Rucksack befestigen.

Komfort: Eine dünne und sehr leichte aber zugleich robuste Matte aus Evazote-Schaum ist eine sinnvolle und günstige Anschaffung. Sie bietet eine gute Grundisolierung. Und für die Aufenthalte am Lagerfeuer hat man auch gleich eine passende Unterlage.

Zelt sturmsicher Abspannen:

Zelt im Schnee aufstellen:

Zeltstange reparieren:

Pflegetipps:

Bildergalerie Zeltplätze

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Comments
  • niki
    Antworten

    Zelten oder Biwakieren in den Bergen ist etwas wunderschönes. Nicht aber sollte man vergessen das man Gast in den Bergen ist. Eine Selbstverständlichkeit sollte es sein nur Fussabdrücke zu hinterlassen. Auch über das Rechtliche sollte man Bescheid wissen.

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