Berge in Bewegung – Alpen in Gefahr?

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Berge in Bewegung – Alpen in Gefahr?

Es schmilzt und schwindet, rumpelt und rutscht: Die Klimaerwärmung beschleunigt Prozesse wie Gletscherschwund und Bergstürze. Sie ist im Gebirge damit nicht nur eine Gefahr für manche Täler und Hütten, sondern auch auf Wegen und Routen. Wird der Berg zur Hochrisikozone?

Text: Dominik Prantl

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Und dann steht man auf einmal vor diesem Felsriegel, rund 100 Meter hoch, fast senkrecht. Wie ein Keil aus Stein und Geröll trennt er den Festigletscher vom Hohberggletscher und stellt sich als Schwierigkeit all jenen in den Weg, die auf den Dom steigen wollen, dem mit 4545 Metern höchsten, komplett auf Schweizer Boden stehenden Berg. Allerdings gab es diese Felsschneide mit dem Festijoch als Scheitelpunkt bis vor wenigen Jahrzehnten noch gar nicht; zumindest lag sie als markantes Hindernis versteckt unter einem dicken Eismantel. «Früher war das ein reiner Schneeberg», sagt Renato Schaller, Bergführer und Wirt der Domhütte, und fügt dann an: «Der Berg wird anspruchsvoller.»

Wer die vergangenen Jahre auf diesem Planeten verbracht hat und nicht gerade die Ignoranz eines amerikanischen Präsidenten besitzt, der weiss, dass die vergleichsweise rapide Schmelze am Dom kein Einzelfall ist. Für einen ersten Eindruck, wie schnell sich das alpine Landschaftsbild ändert, muss man auch keineswegs in den Bannkreis des immer noch häufig mit dem Attribut «ewig» verbundenen Gebirgseises aufsteigen. Es reicht ein Besuch in einer der durchaus touristenkompatiblen, aber deshalb nicht weniger informativen Gletscher-Ausstellungen: in Gletsch am Fusse des Rhonegletschers etwa, im World Nature Forum in der Aletschregion oder auch im Betonbunker auf der Kaiser-Franz-Josefs-­Höhe oberhalb der Pasterze in Österreich. Es wird dort schnell deutlich, dass es mit dem ewigen Eis ziemlich schnell den Bach hinuntergeht.

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Die Zahlen sind eindeutig. Laut Meteo Schweiz hat die Anzahl der Frosttage in der Graubündener Bergstadt Davos in den vergangenen 40 Jahren um etwa 20 Prozent abgenommen. Alpenweit haben die Gletscher seit ihrem letzten Höchststand Mitte des 19. Jahrhunderts bereits mehr als die Hälfte des Volumens verloren (siehe Kasten) und büssten durch die vergangenen beiden Hitzesommer bis zu drei Metern an Eisdicke pro Jahr ein; alleine in den vergangenen fünf Jahren schmolz das globale Fieber rund ein Zehntel des Eises in der Schweiz weg. 500 kleinere Gletscher der Schweiz sind gemäss Forschern seit 1850 gänzlich verschwunden. Simulationen der ETH Zürich zeigen schon jetzt, wie der Aletschgletscher, der mit mehr als 20 Kilometern ­weiterhin grösste Eisstrom der Alpen, schon bei einer mittleren Erwärmung von weiteren zwei bis vier Grad bis Ende des Jahrhunderts auf wenige Reste zusammenschrumpfen könnte.

Martin Funk, inzwischen emeritierter Leiter der Abteilung Glaziologie an der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie an eben jener ETH Zürich sowie staatlich geprüfter Bergführer, ist sich deshalb sicher: «Das Landschaftsbild wird sich ändern.» Dies sei auch dann der Fall, wenn das Pariser Abkommen, das eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit vorsieht, tatsächlich eingehalten werden könne. Im ­Grunde befinden sich die Gletscher derzeit sogar noch immer in einem Anpassungsprozess. Denn gerade grosse Alpengletscher reagieren auf Temperaturanstiege zeitverzögert – wie ein Eisblock aus dem Tiefkühler, der seine Zeit zum Auftauen benötigt. «Für die derzeit herrschenden Temperaturen sind sie immer noch zu gross», so Funk. Oder anders: Selbst gänzlich ohne weitere Emissionen würde sich der Eisschwund noch eine Weile fortsetzen.

«Es wird ein neues Landschaftsbild entstehen. Wenn man mit dem Bild von der vergletscherten Landschaft in die Schweiz kommt, wird man enttäuscht – oder auch überrascht – sein. Der Gletscherschwund wird aber beispielsweise auch Konsequenzen auf die Stabilität der Talflanken haben. Wo früher Gletscher waren, kann das zu Hangrutschungen führen. Zudem zieht sich der Permafrost zurück. Die Leute, die im Gebirge unterwegs sind, werden das spüren.» – Prof. Dr. Martin Funk, Glaziologe, ETH Zürich

«Die Leute werden das spüren»

Zudem sind die siechenden Gletscher nur die am deutlichsten sichtbaren Folgeerscheinungen des Temperaturanstiegs. Es gibt Dinge, die sich eher im Verborgenen abspielen. So zieht sich auch der Permafrost, der in vielen Steilhängen die Schutt- und Felshänge stabilisiert und empfindlich auf extreme Hitzeereignisse reagiert, zurück (siehe Kasten). «Das wird weitere Konsequenzen haben», sagt Funk. «Die Leute, die im Gebirge unterwegs sind, werden das spüren.» Während mit den Gletschern quasi die Stützbalken aus den Flanken der Berge verschwinden, lösen sich mit dem Permafrost in gewissen Höhenlagen nun auch noch Fugenmasse und Fliesenkleber, und das in einer – in erdzeitlichen Dimensionen betrachtet – ungeheuren Schnelligkeit. Die mit dem Klimawandel ebenfalls zunehmenden Starkniederschläge wirken auf ein solch unberechenbares Gebilde ungefähr wie ein Hochdruckreiniger. Es bröselt und bröckelt, rutscht und rumpelt.

Immer häufiger geraten die gerne im Ruf der Unverrückbarkeit stehenden Berge damit in Bewegung. Die Folgen dieser geologischen Kinetik haben es längst über die Alpen hinaus in die öffentliche Wahrnehmung geschafft. Die Bandbreite reicht von medial durchaus aufmerksam begleiteten Phänomenen mit eher geringem Gefahrenpotenzial, wie gletscherarchäologischen Funden und ausapernden Gletscherleichen, bis hin zu handfesten Bedrohungen, die an dystopische Untergangsszenarien erinnern. Auf der Südseite des Mont-Blanc-Massivs etwa schlossen italienische Behörden im vergangenen September vorsorglich zwei ­Strassen, weil der kollabierende Planpincieux-Gletscher das Tal bedrohte. In Saas-Grund wurden 2017 mehr als 200 Menschen wegen des Abbrechens gewaltiger Eismassen am Triftgletscher evakuiert. Und im gleichen Jahr machte ein Bergsturz am Piz Cengalo im Kanton Graubünden, bei dem drei Millionen Kubikmeter Stein abgingen, die Räumung des Dorfes Bondo nötig. Acht Wanderer gelten seither als vermisst. Zwar prägen Berg- und Eisstürze das Gebirge seit jeher, doch sind sich die Experten von der Arge Alp bis zum Bundesamt für Umwelt ziemlich einig, dass der Klimawandel die Instabilitäten im Fels erhöht.

Gefährdete Fundamente

Besonders deutlich wird die Beschleunigung der sogenannten morphodynamischen Prozesse für jene, die direkt im Gebirge unterwegs sind: Bergwanderer, Hüttengäste und Extremalpinisten, aber auch Bergretter, Seilbahnbetreiber und Wirte. Der Wandel wird einem direkt vor Augen geführt, und zwar über den gesamten Alpenbogen hinweg. Dem Observatorium am Hohen Sonnblick in Österreich, einer paradoxerweise wichtigen Institution in der Klima- und Hochgebirgsforschung, musste die als Sockel dienende Gipfelpyramide aufwendig zusammengeschraubt werden. Am Rande des Aletschglet­schers rutschte der Hang im Sommer 2016 dreimal so schnell wie bis dahin angenommen ab, bis zu 80 Zentimeter am Tag. Nur ein Jahr zuvor war dort auf der Riederalp die neue Kombi-Gletscherbahn so konstruiert worden, dass die Hangbewegung ausgeglichen werden kann. Bis 2040 war mit einer horizontalen Verschiebung der Bergstation von elf Metern gerechnet worden. In seinem Magazin «Die Alpen» berichtete der Schweizer Alpenclub erst im ­Frühjahr wiederum von mehreren Hütten, die durch Steinschlag und Felsstürze bedroht sind und teilweise für sechsstellige Beträge renoviert werden müssen. «All diese Vorgänge stehen zweifelsohne in direktem Zusammenhang mit der Klimaerwärmung», schreibt Hans Rudolf Keusen, Geologe und Co-Präsident der Kommissionen Hütten und Infrastruktur beim SAC im Editorial – und stellt die Frage: »Muss der SAC gar erstmals in seiner neueren Geschichte einzelne Hütten wegen des Klimawandels aufgeben?»

Anderswo sind es Wege, die teilweise einen völlig neuen Charakter bekommen. «Gut illustrieren lässt sich dies am Zustieg zur Konkordiahütte am Aletschgletscher», mein etwa Benno Steiner, Fachleiter Landschafts- und Klimaschutz beim SAC. Das Haus wurde 1877 in 2850 Metern Höhe oberhalb des Firnstrom-Zusammenflusses namens Konkordiaplatz auf Fels gebaut, damals auf einer Ebene mit der Gletscheroberfläche. «Heute sind es 150 Meter, die man über Leitern am Fels zur Hütte hochsteigen muss.» Der Gletscher darunter ist zwar immer noch mehrere ­Hundert Meter dick. Für Steiner bedeutet das aber auch: «Wenn in den nächsten Jahrzehnten noch einmal 200 Meter abschmelzen, muss man sich überlegen: Lohnt es sich noch, da immer mehr Leitern hinzuhängen.» Vielleicht geht es dem Leiterweg aber irgendwann auch einmal wie ­jener Hänge­brücke, die heute auf dem Weg zur ­Trifthütte die Menschen begeistert. Sie wurde 2004 zwischen zwei Felsstufen errichtet, weil der Triftgletscher nach der Jahrtausendwende nicht mehr hoch genug reichte. Inzwischen gilt sie als touristische Attraktion.

«Gefährlicher? Der Berg ist grundsätzlich nicht gefährlich. Er wird erst gefährlich, wenn der Mensch die falschen Entscheidungen trifft. Man muss sich richtig vorbereiten, das ist das Entscheidende. Dafür hat es noch nie so viele Möglichkeiten gegeben wie heute. Wenn sich etwa der Zustand einer Zustiegsroute ändert, erfährt man das oft im Internet. Da gibt es oft genügend Infos über die Verhältnisse – wobei es dabei die fundierten Berichte zu filtern gilt. Und Leute, die solche Routen gehen, bereiten sich in der Regel auch seriös vor.» – Alpinretter Roger Würsch

Bergsteigen wird schwerer

Manchmal genügt eine einzige Saison. Die Bergunfallstatistiken der Alpenclubs etwa zeigen im besonders heissen Grillwurstsommer 2003 ausgeprägte Peaks, vor allem was die Unfälle im klassischen Bergsteigen betrifft. Zu ­besonders vielen Rettungen führten Ausaperung und tau­ender Permafrost im vergletscherten Hoch­gebirge (siehe Kasten). An der Zugspitze in Deutschland bekam damals die Randkluft, der Übergang vom Gletschereis auf den Felsen, am sonst eher wenig schwierigen Aufstieg über den Höllentalferner einen ganz anderen Charakter. Überhaupt wird es besonders dort kniffliger, wo man sich jenseits von gesicherten Wegen und Unterkünften auf den eigenen alpinistischen Spürsinn verlassen muss. Das beginnt laut dem emeritierten Bergführer-Professor Funk schon bei einer ganz normalen Gletscherwanderung. «Früher war es nachts kälter und die Sonne hat die Eisoberfläche aufgeraut. Dadurch, dass die Schmelze in der Nacht inzwischen intensiver ist, wird die raue Fläche glatt.» Insgesamt werde das Bergsteigen seiner Meinung nach eher schwerer.

Die Auswirkungen des Tauwetters verändern auch die Gewohnheiten mancher Spitzenbergsteiger. Der Profialpinist Nicolas Hojac aus dem Berner Oberland gehört als 1992er-Jahrgang schon rein biologisch nicht zu jener Generation, um von den eher kühlen Achtzigern schwärmen zu können. «Ich kenne es nur von den letzten 15 Jahren», sagt er, «aber selbst in dieser kurzen Zeit zeigen sich Änderungen». So sei die Eisklettersaison deutlich kürzer geworden. Meist gehe es damit erst im Januar so richtig los. Oder der Eiger. Das erste, zweite und dritte Eisfeld waren in der Nordwand einst weit mehr als nur kleine Tupfer in der Alpinhistorie. «Jetzt sind sie quasi verschwunden», so Funk. «Und mit ihnen die Stabilität.» Wegen des immer stärker werdenden Steinschlags sei dort kaum mehr jemand im Hoch­sommer unterwegs. Als der deutsche Alpinist Robert Jasper seiner Solo-Neutour durch die Eiger­nordwand im vergangenen Jahr einen Namen gab, nannte er sie in Anlehnung an den Rückgang der bekannten Eisfelder «Meltdown». Man kann das einfach mit Abschmelzen übersetzen. Oder auch mit: Kernschmelze, Zusammenbruch, Kollaps.  Dabei betrifft der Meltdown keineswegs allein die berühmteste Wand der Alpen. Viele kombinierte Wände sind heute nur noch zu Routen, die unter dem Begriff Klassiker laufen. Auch ist der drohende, klimakrisen-induzierte Kollaps mancher Berge und Routen keine komplett neue Erscheinung. Schon nach dem gewaltigen Felssturz an der Felsnadel Petit Dru 1997 sprach der Geologe Keusen im Nachrichtenmagazin Der Spiegel von «Zeichen des destabilisierenden Gebirges» und machte die weltweite Erwärmung für den Abbruch verantwortlich. Mit einem weiteren Rumpeln im Jahr 2005 wurde dann auch der Südwest-Pfeiler des Petit Dru mitsamt der berühmten Route des namensgebenden Besteigers Walter Bonatti endgültig pulverisiert.

«Wie sich die Hüttenanstiege verändern, lässt sich gut am Zustieg zur Konkordiahütte illustrieren. Ursprünglich wurde die Hütte fast auf der Höhe des damaligen Gletschers gebaut. Heute sind es 150 Meter, die man über Leitern am Fels zur Hütte hochsteigen muss. Wenn in den nächsten Jahrzehnten noch einmal zwei- oder dreihundert Meter Eis abschmelzen, muss man sich überlegen: Lohnt es sich noch, da immer mehr Treppen hinzuhängen? Wollen die Bergsteigenden so dann noch in die Hütte kommen?» – Fachleiter Landschafts- und Klimaschutz beim SAC, Benno Steiner

Majestäten im Meltdown

Der Meltdown bezieht sich manchmal aber auch auf den Zusammenbruch des gemeinhin eher romantischen Grundverständnisses der Alpenfreunde. Wände, die der Vorgeneration noch für Einsteiger-Eistouren dienten, wie etwa am Le Portalet im Wallis, zeigen einem heute höhnisch die nackte Felsflanke. In älteren Führern vorgestellte Gletscherwanderungen sind nur durch lange Ab- oder Aufstiege möglich oder führen über graue Schutthalden. SAC-Mann Steiner sagt: «Das majestätisch Weisse wechselt in eine graue, wacklige Blocklandschaft. Das ist ein ganz anderes Empfinden.» Auch Funk meint, dass dann viele, die mit dem Bild von vergletscherten Bergriesen in die Schweiz kommen, enttäuscht sein werden. Immer öfter sind auch die Einstiege vom Gletscher in Kletterrouten durch das niedrigere Eisniveau nur noch schwer bis gar nicht mehr möglich. Wo früher einst das Eis stand, zeigt sich eine vom Gletscher geschliffene Platte oder loses Gestein. Beschreibungen der ersten Klettermeter in den Topos seien deshalb teilweise gar nicht vorhanden, meint Roger Würsch, Bereichsleiter Ausbildung bei der Alpine Rettung Schweiz. «Die erste Seillänge bis zum eigentlichen Einstieg ist oft besonders gefährlich.» Die Klimaerwärmung ist hier regelrecht mit den Händen greifbar.

Wird der Berg damit zum absoluten Hochrisikobereich, das Bergsteigen zur Harakiri-Sportart für verantwortungslose Hasardeure? Alpinretter Würsch glaubt das nicht. «Der Berg ist doch nicht gefährlich. Er wird erst gefährlich, wenn der Mensch die falschen Entscheidungen trifft.» Wichtig sei daher, sich den Veränderungen anzupassen und sich richtig vorzubereiten. Dafür habe es für Bergsteiger noch nie so viele Möglichkeiten gegeben wie heute. Websites diverser Institutionen, aber auch soziale Medien haben sich längst als Ergänzung zur klassischen Führerliteratur etabliert. «Wenn etwa am Sustenpass ein Gletscher abbricht oder sich der Zustand einer Zustiegsroute ändert, erfährt man das oft im Internet», so Würsch. Das helfe enorm. Und die Leute, die in anspruchsvolle Routen mit wechselnden Bedingungen einsteigen, würden diese Möglichkeiten auch richtig zu nutzen wissen. Dort, wo Infrastruktur bedroht ist, wird ohnehin mit neuesten Messmethoden ein Frühwarnsystem aufgebaut. Kaum ein Bergrutsch kommt ohne Vorboten daher.

Die Berge werden sich weiter bewegen, einige schöne Anstiege ihren Charakter verlieren oder gänzlich aus der Gebirgswelt verschwinden. Manch jetzt noch eindrucksvolle Eislandschaft lebt dann nur auf Bildern und in der Erinnerung weiter. Doch es werden andere Landschaften entstehen: neue Lebensräume, neue Seen, neue Routen. Und als kleiner Trost bleibt immerhin, dass noch das ein oder andere Jahr vergehen wird, bis Gletscherriesen wie der Dom zu einer grossen Schutthalde mit dreckigen Eisresten verkommen.

Permafrost

Permafrost an sich ist keine Naturgefahr, sondern bezeichnet laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) «ständig gefrorenen Boden», der an der Oberfläche im Sommer jedoch durchaus auftauen kann. In Sibirien reicht der Permafrost teilweise mehr als einen Kilometer tief, in den Alpen oft nur wenige Meter. Entscheidend ist laut SLF die Temperatur an der Bodenoberfläche. Je nach Exposition liegt die Grenze für Permafrost zwischen etwa 2400 und mehr als 3000 Metern. Durch die Erderwärmung verschiebt sich die Grenze jedoch sukzessive nach oben. Inzwischen wird der Permafrost von Wissenschaftlern genau beobachtet. Ein von der EU finanziertes Projekt widmet sich beispielsweise dem Aufbau eines alpenweiten Monitoringnetzwerks.

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