Versteckte Perle Cima d´Erbea

 In Wandern/Bergsteigen

Bellinzonas Bergschätze

CIMA D´ERBEA EST TI. Wanderer, die mit Rucksack und Bergschuhen durch den Gotthard fahren, bleiben in Bellinzona meist sitzen und fahren weiter nach Lugano, oder steigen in einen anderen Zug um, nach Locarno, oder nach Biasca. Doch kaum je verirrt sich jemand in einen der vielen Busse, die im Viale Stazione auf Kundschaft warten. Dabei wären die Berge rund um Bellinzona ungemein rasch erreichbar und nicht minder lohnend als alles andere, was die Tessiner Topographie zu bieten hat: Abgeschiedenheit und Einsamkeit, scharf eingeschnittene Täler, bezaubernd wilde Laubwälder, kühne Wege, schmale Grate und abenteuerliche Routen auf Berge, die niemand kennt. Schon mal von der Cima d’Erbea Est gehört? Nein? Ein Grund mehr, in Bellinzona auszusteigen! Und wenn man auf der Hin- oder Rückreise noch ein paar Minuten übrig hat, sollte man vom Bahnhof unbedingt die Viale Stazione Richtung Stadt hinunterlaufen und nach knapp 200 Metern rechter Hand einen Laden namens «Resi Gourmet» aufspüren. Dort gibt’s dann die anderen Sachen, für die das Tessin so berühmt ist.

Text und Fotos: Marco Volken

AUSGANGS- UND ENDPUNKT Mornera (1347 m). Vom Bahnhof Bellinzona mit Postauto oder Bus nach Monte Carasso/Cunvént, weiter mit der Seilbahn (www.mornera.ch) zur Bergstation.
EINKEHREN/UNTERKUNFT Grotto Mornera; Capanna Albagno (www.utoe.ch, immer offene Hütte, im Sommer und Herbst an Wochenenden oft bewartet, Tel. 079 274 22 50).

KARTEN Landeskarte 1:25 000, 1313 Bellinzona.

INFO www.mornera.ch

SCHWIERIGKEIT T4/T5. Zwischen Klettersteig und Alpe Erbea (nach dem Bach) abschüssige Passagen; im Gipfelbereich mehrere Kraxelstellen. Routenfindung im oberen Teil nicht ganz einfach.
ZEIT Aufstieg 3½ h; Abstieg 1¾ h
HÖHENDIFFERENZ Auf- und Abstieg 1050 m.

Die Route:

volle Distanz: 8377 m
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
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STRECKE Mornera – auf dem Wanderweg Richtung Capanna Albagno – kurz nach dem Seelein den Hauptweg verlassen und waagrecht weiter zum Einstieg des Klettersteigs Sasso Torrasco – nun wird der Weg undeutlicher und steigt etwas hinauf, dann runter zu einem Bacheinschnitt und gegenüber kurz durch eine Rinne rauf – nach links hinaus (Steintreppe) auf die Geländekante – dieser entlang oder knapp rechts davon (abschüssig, Fixseile, bei Nässe sehr heikel) – weiter auf Wegspuren zur Alpe Erbea. Weglos hinauf im Bereich der Rinne, die von der Cima d’Erbea Ovest (2338 m) herabzieht (am besten den Geröll- und Blockfeldern folgend) – zuletzt über kompakte Platten, rechtshaltend, zum Sattel der Bocchetta d’Erbea (die östliche Lücke). Man kann die Lücke auch direkt ansteuern, wenn man sich von Anfang an genug rechts hält, verpasst aber die Platten. Von der Bocchetta d’Erbea rechts haltend ansteigen, teils über Platten, teils durch eine grasige Rinne – den Grat etwas südwestlich des Gipfels erreichen – über diesen zum Steinmann der Cima d’Erbea Est (2323 m). Abstieg auf gleichem Weg bis zur Grasrinne, gerade hinab zum Wanderweg und via Capanna Albagno nach Mornera.

VARIANTE Sehr lohnend ist der Abstecher zum Gaggio (2267 m), den man im Abstieg noch anhängen kann (T3). Und: Etwas einfacher wird die Tour, wenn man die Alpe Erbea weglässt und auch im Aufstieg den Wanderweg über die Capanna Albagno wählt.

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