Turnen an der Schrattenflue

 In Wandern/Bergsteigen

Teufel noch mal!

SCHRATTENFLUE LU. Strick, Hächle und Heideloch! Die Orte dieser Wanderung scheinen geradewegs aus einem archaischen Zauberspruch zu stammen, oder aus einer wüsten Verwünschung. Und wenn man weiss, was sich die Menschen von den weitläufigen Karrenfeldern oberhalb Sörenberg einst erzählten – dass die tiefen Felsspalten vom wutentbrannten Teufel höchstpersönlich ins Gestein gezogen worden seien, funkensprühend, könnte einem fast schon mulmig werden.
Von alldem ist uns auf der Schrattenflue bis heute noch nie etwas begegnet. Vielleicht auch, weil wir immer bloss Augen haben für die sagenhafte Sicht zu den Berner Alpen? Oder für die schönsten Herbstfarben? Oder weil uns die Felsstufen mit kurzweiligen Turnübungen beschäftigen, die Suche nach dem besten Weg uns vom Teufel ablenkt, der uns vergnügt im Nacken sitzt? Sollte uns vielleicht misstrauisch machen, dass wir dort oben im Sommer noch nie einer anderen Menschenseele begegnet sind? Wer weiss … Eins aber ist klar: Bei Nebel möchten wir auf keinen Fall über die Karren laufen müssen, das wäre dann doch den Teufel heraufbeschworen, Strick, Hächle und Heideloch no’mal!

Text und Fotos: Marco Volken

AUSGANGSPUNKT Flühli/Hirseggbrücke (ca. 955 m). Vom Bahnhof Schüpfheim mit Postauto (Linie Schüpfheim–Sörenberg).
ENDPUNKT Sörenberg/Hirsegg (1071 m), an der gleichen Postautolinie.
EINKEHREN An der Route keine Einkehrmöglichkeiten. Wer Hunger oder Durst hat, kann vom Heideloch aber via Silwängen (Alpwirtschaft, täglich offen) und die Alp Schlund (Fr-Sa-So offen) absteigen; von dort via Stächelegg zur Hirsegg.

KARTEN, LITERATUR Landeskarte 1:25 000, 1189 Sörenberg. Ewald Ackermann, «Alpinwandern/Gipfelziele Entlebuch/Emmental»; Ueli Mosimann, «Alpinwandern in den Voralpen zwischen Saane und Reuss»; beide SAC-Verlag.

INFO www.soerenberg.ch

SCHWIERIGKEIT T5. Am schwierigsten sind der Gratabschnitt Strick–P. 1885, der Übergang zwischen den beiden Hächle-Gipfeln und der Abstieg vom Hächle-Südgipfel – überall warten Kraxelstellen, Schrofen und luftige Abschnitte.
ZEIT Aufstieg bis Hächle-Südgipfel 4¼ h, Abstieg 2¼ h
HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 1250 m, Abstieg 1130 m

Die Route:

volle Distanz: 11606 m
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download

STRECKE Haltestelle Hirseggbrücke – oberhalb der Strasse zum Strässchen nach Ruchschwand – den Markierungen folgend auf den oberen Flurweg – Schlüechtli – Gummen – Ober Gumme (schöne Variante: im Tälchen unter dem Felsriegel des Tälle den Weg verlassen und die Spur unmittelbar am Wandfuss benutzen) – Ober Gummenegg – auf markierten Wegspuren östlich von P. 1912 zum Strick – auf dem Grat (teils kraxlig und exponiert, Fixseil) zum Heftibode P. 1885 – an der Heftihütte vorbei und durch einen Felsspalt weiter – wieder auf den Grat und via P. 1977 über Karstgebiet zum Hächle-Nordgipfel P. 2088, zuletzt je nach Routenwahl etwas kraxlig. Abstieg in eine Scharte und Wiederaufstieg zum Hächle-Südgipfel P. 2091 – auf dem Grat (zuerst Kraxelpassage, danach meist recht breit und bequem) bis P. 1933 – weiter zur grossen Wegkreuzung P. 1931 – Heideloch – durch weite Karstfelder ostwärts absteigend zu den Bodenhütten. Nun auf neu angelegtem Weg südlich des Bursteggstalls zu einer Strasse hinab – auf dieser hinunter und über die Brücke zur Hirsegg bei P. 1070.

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