San Salvatore: Tessins Zuckerhut

 In Wandern/Bergsteigen

Knackig auf den Zuckerhut

VIA FERRATA DELIO OSSOLA TI. Wie die kleine Schwester von Rio: So sieht Lugano beinahe aus. Zumindest landschaftlich. Das verdankt die Tessiner Stadt ihrer schönen, nach Süden offenen Seebucht. Und vor allem dem markanten Berg, der die Bucht am rechten Rand abschliesst, dem berühmten Zuckerhut stark ähnelt und einen Namen trägt, der durchaus auch zu Brasilien passen könnte: San Salvatore, der heilige Erlöser. Die zwei Berge hüben wie drüben des grossen Teichs bestechen durch eine grossartige Aussicht und sind per Bahn erschlossen. Dass wir uns für den San Salvatore interessieren, hat aber wenig mit der Bahn zu tun, sondern eher mit der Aussicht, die von der Lombardei bis zum Monte Rosa reicht. Und vor allem mit dem 2002 eingerichteten Klettersteig durch dessen Nordflanke. Die Installation aus Sicherungsseilen, Trittbügeln und Halteklammern überwindet knapp 150 steile bis senkrechte Höhenmeter und bleibt selbst im Hochsommer weitgehend im angenehmen Schatten. Sie ist dem Bergführer Delio Ossola gewidmet, der aus dem Luganese stammte und 1998, mit 33 Jahren, bei der Ausübung seines Berufs am Matterhorn ums Leben kam. Ein Klettersteig, der bestens zu Delio Ossola passt: sportlich, athletisch, kurzweilig und originell.

Text und Fotos: Marco Volken

AUSGANGSPUNKT Zwischenstation Pazzallo (492 m). Vom Bahnhof Lugano-Paradiso in 3 Min. hinab zur Talstation der Standseilbahn San Salvatore und mit dieser die erste Sektion hinauf (www.montesansalvatore.ch).
ENDPUNKT Bergstation Monte San Salvatore (882 m).
EINKEHREN Ristorante Vetta bei der Bergstation.

KARTEN, LITERATUR Landeskarte 1:25 000, 1353 Lugano. Daniel Anker/Eugen Hüsler, «Die Klettersteige der Schweiz», SAC-Verlag.

INFO www.ferratasansalvatore.chwww.montesansalvatore.ch

SCHWIERIGKEIT K5. Sportlicher Klettersteig durch steilen Kalk mit mehreren senkrechten und einigen kurzen, abdrängenden Passagen, durchgehend gut gesichert.

ZEIT 3/4 h bis zum Einstieg, 1 h für den Klettersteig, 1/4 h zum Gipfel

HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 420 m (davon knapp 150 m Klettersteig), Abstieg 30 m

Die Route:

volle Distanz: 0 m
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download

STRECKE Pazzallo – auf markiertem Wanderweg durch die steile, bewaldete Flanke des San Salvatore kurz Richtung Gipfel hinauf – bald darauf nach rechts Richtung Klettersteig abzweigen (gut markiert) – auf teils schmalem Weglein zum Einstieg (grosse Tafel mit Verhaltenstipps) – über den gleich zu Beginn knackigen Klettersteig hinauf – nach gut der Hälfte der Steiglänge kleine Pausenwiese mit schönem Blick auf Lugano – weiter hinauf, am Ende des Klettersteigs auf deutlichem Pfad zum Wanderweg in der Nähe von P. 850 – zum Hauptgipfel (912 m) und zur Bergstation (882 m).

VARIANTE Im Winter fährt die Bahn nicht, dann kann man direkt in Paradiso starten oder von der Haltestelle Pazzallo/Ai Ronchi (Bus/Postauto). Schön ist auch der halbstündige Abstieg vom San Salvatore südwärts nach Ciona (Postauto-Haltestelle Carona/Ciona, Osteria Ciona!), von dort evtl. weiter (20 Min.) zum schmucken Dorf Carona und einem seiner Grotti.

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