Grosse Aussicht am Ulrichshorn

 In Wandern/Bergsteigen

Es war einmal ein kleines Mischabel

ULRICHSHORN VS. «Während ich mich an dieser unermesslichen Aussicht erquickte, wurde rüstig an dem Steinmann fortgearbeitet, und als er eine solche Höhe erreicht, dass man ihn vom Thale aus erblicken konnte, schloss ich ihn mit dem letzten Steine. Mit der Nivellirwaage des Herrn Pfarrers wurden mehrere Spitzen verglichen. Unser Horn mochte ungefähr dieselbe Höhe haben, wie das Allalinhorn (…) Wir verweilten etwa eine Stunde auf der Höhe bis 1 ó Uhr, und steckten vor unserer Entfernung noch eine Flasche mit einem Zettel, auf welchem die Namen verzeichnet waren, in den Steinmann, da es höchst wahrscheinlich das erste Mal war, dass diese Spitze erstiegen wurde. Auch einige Proben der Steinart (Glimmerschiefer) nahmen wir mit. Herr Pfarrer Imseng hat später, zu Ehren unserer Expedition, den Namen Ulrichshorn für das kleine Mischabel, wie es bisher hiess, aufgebracht, und dieser Name ward auch in den eidgenössischen Atlas, Nr. 23, aufgenommen.» Und so heisst der Berg bis heute: Ulrichshorn, benannt nach dem Zürcher Melchior Ulrich, der am 10. August 1848 mit von der 6er-Partie war, die den Berg erstmals bestieg. Man hätte den Berg auch Imsenghorn, Andenmattenhorn, Binerhorn, Madutzhorn oder Zumtaugwaldhorn taufen können. Oder Grosses Aussichtshorn.

Text und Fotos: Marco Volken

AUSGANGSPUNKT Bergstation Hannig (2336 m). Gondelbahn ab Saas-Fee.
ENDPUNKT Gasenried Post (1659 m). Weiter mit Postauto, umsteigen in Niedergrächen und je nach Verbindung zum Bahnhof St. Niklaus oder gleich nach Visp.

KARTEN, LITERATUR Landeskarte 1:25 000, 1328 Randa, 1308 St. Niklaus. Banzhaf/Biner/Burgener, «Alpinführer Walliser Alpen 4/5», SAC-Verlag. Fink/Bleyer/Bleyer, «Höhenwege im Wallis», Bruckmann-Verlag.

INFO www.saas-fee.ch

SCHWIERIGKEIT WS/T4. Am ersten Tag ein luftiger Hüttenweg mit Leiterpassagen und viel Kraxeln (T4). Am zweiten Tag eine kurze Steilstufe zum Windjoch (Steigeisen!), ein etwas luftiger Gipfelgrat und ein stellenweise spaltenreicher Abstieg.

ZEIT Tag 1: 3 1/2 h; Tag 2: 8 h

HÖHENDIFFERENZ Tag 1: Aufstieg 1100 m, Abstieg 100 m; Tag 2: Aufstieg 630 m, Abstieg 2310 m.

Die Route:

volle Distanz: 0 m
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Download

STRECKE Station Hannig – leicht absteigend südwestwärts durch zwei Tälchen – auf neuem Hüttenweg südlich um das Distelhorn herum auf den Grat – über viele Felsstufen zur Mischabelhütte. Auf dem Grat hinauf Richtung Lenzspitze bis ca. 3600 m – den Hohbalmgletscher in einem weiten Bogen auf ca. 3630 m queren – über den steilen Firnhang (oft vereist) zum Windjoch – Ulrichshorn – Riedpass – eher rechts bleibend über den Riedgletscher hinab (die Spaltenzone auf 3350 m unmittelbar am Fuss von P. 3528 überwinden) – je nach Verhältnissen bei P. 3084 oder näher bei P. 2973 auf die Moräne – Bordierhütte – den Riedgletscher auf ca. 2750 m queren (Stangen) – Alpja – auf einem der Wanderwege nach Schalbettu (schöner Rastplatz bei der Brücke P. 2030) – Gasenried.

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