Chaltenbrunnenmoor – Chaltenbrunnen / BE

 In Wandern/Bergsteigen

Hochmoor Chaltenbrunnen / BE

Im Schutz der Engelhörner. Rosenlaui, welch poetischer Name. Er bezeichnet eigentlich die «kleinste Ortschaft der Schweiz», hat sich aber für das ganze Reichenbachtal eingebürgert. Oberhalb von Meiringen zweigt es vom Haslital ab und zieht unter den Felsflanken der Engelhörner südwestlich zur Grossen Scheidegg, dem Passübergang nach Grindelwald. Als der Tourismus in Mode kam, zählte die Strecke zur Grossen Oberlandtour, die von Interlaken über die Kleine und Grosse Scheidegg, über Meiringen und Brienzersee eine Runde schlug. Forciert von den ersten bereits Ende des 18. Jahrhunderts herausgegebenen Reiseführern etablierte sie sich als die beliebteste Sightseeing-Tour im Berner Oberland.  Aus dieser «Tour»erschuf sich das Wort «Tourist»und die ersten Tourismusregionen wurden ins Leben gerufen. Längst hat sich der touristische Ansturm verlagert. Geblieben sind stille Wanderwege, zum Beispiel durch die nördliche Talseite zum Chaltenbrunnenmoor. Ob es sich tatsächlich um das höchstgelegene Moor Europas handelt, wie gerne behauptet, ist nicht bestätigt. Mit Sicherheit aber wurde es nie für den Torfabbau «missbraucht», weil viel zu unzugänglich, so fernab von Strasse und Siedlungen gelegen. Ein unberührtes Kleinod, gelistet im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Im Spätherbst erinnert es eher an eine Steppenlandschaft oder, je nach Blickwinkel, an Kanada, denn Ort im Herzen der Schweiz.

Text und Fotos: Iris Kürscher

AUSGANGSPUNKT UND ENDPUNKT Mit dem Postauto vom Bahnhof Meiringen Richtung Schwarzwaldalp bis zur Haltestelle Chaltenbrunnen am gleichnamigen Restaurant. Für die Variante mehrere Linien ab Bahnhof Meiringen nach Willigen Dorf.

EINKEHREN Berggasthof Kaltenbrunnen-Säge, Tel. 033 971 19 08, www.sageli.ch
Schwarzwaldalp, Tel. 033 971 35 15, www.schwarzwaldalp.ch
Hotel Rosenlaui, Tel. 033 971 29 12, www.rosenlaui.ch

KARTEN, LITERATUR Swisstopo 1:50 000, Blatt 254 T Interlaken, Blatt 255 T Sustenpass.

INFO  haslital.swiss

SCHWIERIGKEIT T3. Beschilderte, markierte Wanderwege, Höhenweg zum Breitenboden abschnittsweise weglos

ZEIT Aufstieg von der Postautohaltestelle Chaltenbrunnen zum Moor 2 h, insgesamt 7 h. Variante 5 h.

HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 1252 m, Abstieg 1127 m, Variante 1200 m

Die Route:

volle Distanz: 21111 m
Maximale Höhe: 2140 m
Minimale Höhe: 1212 m
Gesamtanstieg: 1535 m
Gesamtabstieg: -1410 m
Gesamtzeit: 02:04:40
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STRECKE Von der Postautohaltestelle Chaltenbrunnen ein Stück talein, über den Rychenbach und den Wegweisern folgen über Under und Ober Stafel zum Chaltenbrunnenmoor. Nach Erkundung des Moores zurück zur Hütte von Obere Stafel und der Farbmarkierung folgend zum östlichen Felsfuss des Tschingel ansteigen. Sehr steil windet sich ein Pfad ins Chrüterenläger hinauf, dann weiter als Höhenweg nach Grindelfeld. Am Rande von Geröllfeldern entlang zwischen Felsbändern, teils weglos, jedoch ohne besondere Höhenunterschiede zur Alpmulde von Breitenboden. Bei den Hütten im obersten Breitenboden dann dem Pfannibach entlang in den Talboden zur Strasse absteigen. Dort wahlweise rechts zur Postautohaltestelle Schwarzwaldalp oder links nach Rosenlaui mit seiner sehenswerten Gletscherschlucht.

VARIANTE Von der Postautohaltestelle Willigen Dorf den Wanderwegweisern folgen: Falcheren – Isetwald – Im Obersten Wandel – Chaltenbrunnenmoor – Oberstafel  – Zwirgi – Willigen.

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