Tourentipp: Mettener Butzli (UR)

 In Reise/Touren, Ski/Snowboard

Kleine Bahn – grosse Aussicht

Das Schächental, das grösste Urner Seitental, zweigt bei Altdorf nach Osten ab und führt durch mehrere Ortschaften bis zum Klausenpass hinauf. Auf der Schattenseite dominieren steile Waldflanken, während die Sonnenseite weitgehend aus Wiesen besteht, bis über 1600 Meter mit ganzjährig bewohnten Einzelhöfen verziert. Etwas vereinfachend gesagt, wird das Tal von zwei Bergen bestimmt: vom Gross Windgällen im Süden und vom Schächentaler Windgällen im Norden. Beide Berge sind eher für den Sommer bestimmt (und auch dann nicht ganz ohne). Doch daneben und darunter befinden sich unzählige Skitourenziele in allen Schwierigkeitsgraden. Sehr beliebt, wenn auch lang und anspruchsvoll, ist der Gross Ruchen. Wesentlich einfacher und kürzer, dafür aber auch aussichtsreicher und sonniger, ist die Tour aufs Mettener Butzli, eine Alp am Fuss des Schächentaler Windgällen. Ein ideales Ziel, wenn einem der Sinn nach einem unbeschwerten Bergtag steht. Liegt der letzte Schneefall nicht allzu weit zurück, gibt es noch eine lohnende Abfahrt dazu. Wir beschreiben die Runde auf einer etwas ungewohnten Route – und wählen als Auftakt eine Kleinseilbahn mit angebautem Skiträger.

Text und Fotos: Marco Volken

AUSGANGSPUNKT Tristel (1554 hm). Per Postauto ab Flüelen nach Spiringen/ Kipfen-Tristel, dann mit der Kleinseilbahn via Chipfen (umsteigen) zum Tristel. Seilbahn meist unbedient, Jeton- Automat (Bezug der Jetons gemäss Infotafel bei der Talstation, u.a. im Gasthaus St. Anton).

ENDPUNKT Unterschächen (999 m); Per Postauto zurück nach Flüelen

EINKEHREN Restaurants in Unterschächen

KARTEN Landeskarte 1:25’000, 1192 Schächental

LITERATUR Volken, «Skitourenführer Zentralschweiz», Rother-Verlag

AKTUELLE VERHÄLTNISSE Mettener Butzli bei gipfelbuch.ch

SCHWIERIGKEIT
WS. Recht einfache Skitour ohne technische Schwierigkeiten, kurz vor dem Gipfel eine etwa 33 Grad steile, südexponierte Passage (zwei, drei Spitzkehren). Die kleinräumige Routenfindung ist nicht überall trivial, weder im Aufstieg noch auf der Abfahrt, weshalb man auch etwas Orientierungssinn und Karte(-nlesefreude) in den Rucksack packen sollte.
GEHZEIT Aufstieg 2 h
HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 500 hm, Abfahrt 1050 hm

ROUTE
Von der Seilbahn-Bergstation nordostwärts zur Gross Obermatt – querfeldein, leicht absteigend, zur Riedmatt – oberhalb Obheg den ansteigenden Waldweg aufspüren und diesem folgen (Weg nicht verlassen, unmittelbar darüber befindet sich ein Wildschutzgebiet) – P. 1614 – auf dem Flurweg (bequemer) oder im freien Gelände (nicht viel schneller) ostwärts hinauf nach Schwand – auf ca. 1800 m auf dem Wanderweg in ein Tälchen knapp östlich von P. 1852 wechseln – durch das Tälchen hinauf – im oberen, steilen Teil kurz links ausholen – auf 1920 m nach rechts auf eine flache Schulter hinaus – mit einigem Auf und Ab (Felle anbehalten) über den Rücken der Butzlichöpf. Am Ende des Grats zwischen den untersten Lawinenverbauungen durch – über schöne Hänge Richtung Mettenen hinunter, auf der linken Seite des Bacheinschnitts bleibend – stets links des Fritertals nach Hirmi – die schwarz geräumte Strasse kreuzen und links haltend hinab zur Hauptstrasse bei der Haarnadelkurve P. 1092 (nicht geradeaus hinabfahren, dichtes Buschwerk) – auf oder unterhalb der Strasse nach Unterschächen.

volle Distanz: 7200 m
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Gesamtzeit: 00:43:12
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