Tourentipp: La Berra (FR)

 In Reise/Touren, Schneeschuh

Am Röstigrat

Der zweite und gemütlichste, weil mit Tisch und Bänken bestückte Gipfel dieser sechsgipfligen und mindestens sechsstündigen Tour hat zwei Namen: Le Cousimbert/Käsenberg (1633 m). Der Doppelname deshalb, weil der Berg auf der deutsch-französischen Sprachgrenze der Schweiz liegt. Diese wird seit Mitte der 1970er-Jahre gerne als Röstigraben, rideau de rösti (Röstivorhang) oder barrière de rösti (Röstizaun) bezeichnet, wobei rösti auch roesti und röschti geschrieben wird. Rösti sind eine Kartoffelspezialität ursprünglich aus der Deutschschweiz, die aber heute auch in der Welschschweiz gebraten und gegessen wird. Seinen Namen hat der Röstigraben vom Tal der Saane/Sarine, die im Kanton Freiburg streckenweise die Sprachgrenze bildet. Geografisch gesehen ist der Sprachengraben allerdings mehr ein Grat als ein Graben. Gerade beim Plasselbschlund nordöstlich von La Berra (1719 m), einem riesigen Trichter, in dem die böse Ärgera entspringt, die flussabwärts zu La Gérine wird. Am Rande dieses Schlundes ziehen wir stundenlang über sonnige Höhen, sagen nach links «Taag woou» und nach rechts «bonjour».

Text und Fotos: Daniel Anker

AUSGANGSPUNKT Plasselb (856 m), Bus von Freiburg

ENDPUNKT Schwarzsee Bad (1055 m), Bus nach Freiburg

EINKEHREN  Buvette La Berra östlich der Bergstation des Sesselliftes

KARTEN Schneeschuh- und Skitourenkarte 1:50’000, 253 S Gantrisch, 262 S Rochers de Naye;
Landeskarte 1:25’000, 1205 Rossens, 1206 Guggisberg, 1225 Gruyères, 1226 Boltigen

LITERATUR Ackermann/Wandfluh: «Schneeschuhtouren Westschweiz. Waadt/ Freiburg/Bern West», SAC-Verlag 2014. Schnegg/Anker: Skitouren Freiburger und Waadtländer Alpen, SAC-Verlag 2008. (franz: Ackermann/Wandfluh, «Courses en raquettes 1. De Montreux au lac de Thoune», Editions du CAS 2007. Schnegg/ Anker, «Ski de randonnée Alpes fribourgeoises et vaudoises», Editions du CAS 2011.)

WEB sentiers-raquettes.ch; laberra.ch

AKTUELLE VERHÄLTNISSE La Berra bei gipfelbuch.ch

SCHWIERIGKEIT
WT2 (siehe Klassifizierung), Lange Tour
GEHZEIT 6-7 h
HÖHENDIFFERENZ Aufstieg 1200 hm, Abstieg 1000 hm

ROUTE
Vom Parkplatz Engiloch an der Simplonpassstrasse auf die andere Seite des Baches zur Chlusmatte – über mässig steiles Gelände in Richtung Wysse Bode und durch eine steile Kehle hinauf zu P.2317 – nach links abdrehen in Richtung Sirwoltesee – immer steiler werdend den Nordhang hinauf (bis 42°) bis man auf einer teils etwas abschüssigen Rampe nach rechts in den Sattel bei P. 2812 queren kann – nun wieder nach links orientieren und über einen Steilhang hinauf in das muldenreiche Gelände nördlich des Gipfels – Skidepot unterhalb des Grates – in leichter, aber exponierter Blockgratkletterei auf den Gipfel. Direkte Abfahrt über die Nordflanke: Schon im Aufstieg stechen die verschiedenen Rinnen in der Nordflanke ins Auge, die bei sicheren Verhältnissen eine tolle Abfahrt bieten. Je nach Routenwahl ist das Gelände im steilsten Abschnitt felsdurchsetzt und bis zu 44 Grad steil.

volle Distanz: 18780 m
Maximale Höhe: 0 m
Minimale Höhe: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
Gesamtabstieg: 0 m
Gesamtzeit: 01:52:42
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