Trentino: Die schönsten Wanderungen

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Wander-Wunderland

Bizarre Felsmassive, Bergseen wie dunkle Diamanten und kulinarische Genüsse: Das Trentino hält für Wanderer eine breite Tourenauswahl und einzigartige Kulissen bereit. Eine feine Selektion für Wanderer und Bergsteiger.

Text: Stefan Herbke
Aufmacherfoto: Alberto Campanile/pg visitfiemme.it

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Wandern Trentino: Die Touren

Über die Palahochfläche

Ein landschaftlicher Höhepunkt der Palagruppe ist die Überquerung der sanft gewellten Karst-Hochfläche. Die Cima di Fradusta mit ihrem kleinen Gletscher thront am Südrand des ausgedehnten, rund 50 Quadratkilometer grossen Altipiano delle Pale, während im Norden der markante Cimon della Pala die Blicke auf sich zieht. Der Aufstieg ist nicht schwer und auch für Touren-Einsteiger problemlos machbar, der Abstieg durch das von hohen Felszacken umgebene Val dei Canali ist dagegen anspruchsvoll und zieht sich.

STRECKE Mit der Gondelbahn zum Rif. Colvedere, dann mit der Seilbahn zur Bergstation beim Rist. Rosetta – im Auf und Ab über die Hochfläche zum Passo Fradusta – am Gletscherrest vorbei zum Nordostrücken und über diesen auf den Gipfel (2939 m) – Abstieg über den Nordostrücken und bei der Wegverzweigung rechts zum Passo Canali – langer Abstieg zum Rif. Canali-Treviso – in vielen Serpentinen in den Talboden und flach hinaus nach Cant del Gal – mit dem Bus über Fiera di Primiero zurück nach San Martino di Castrozza.

SCHWIERIGKEIT WS-
GEHZEIT 7 h
DISTANZ 15,5 km
HÖHENDIFFERENZ 460 m (bergauf), 1870 m (bergab)
AUSGANGSPUNKT San Martino di Castrozza

Vom Val Canali zum Passo Cereda

Himmelhohe Felswände ragen über dem Val Canali auf, dem vielleicht wildesten Eck der grossartigen Palagruppe. Bei dem Übergang zum Passo Cereda bewegt man sich auf der zahmeren Seite des Tales und geniesst von hier grossartige Blicke auf die wilden Felstürme und -abstürze vis-a-vis. Dabei hat man die Wahl, ob man lieber dem beliebten Dolomiten-Höhenweg Nr. 2 folgt und dabei auf der Sonnenseite des Bergkammes wandert oder nördlich davon auf dem einsamen Sentiero Passo Regade.

STRECKE Auf dem Wanderweg über die Malga Canali taleinwärts – in vielen Serpentinen hinauf zum Rif. Canali-Treviso (1631 m) – im leichten Auf und Ab durch Wald unter die Forc. d’Oltro – teils steil über Schutt in die Scharte (2094 m) – auf der Sonnenseite erst steil bergab, dann im Auf und Ab die Südwesthänge der Cima d’Oltro queren bis unter den Monte Feltraio – Abstieg zum Passo Cereda und mit dem Bus zur Abzweigung ins Val Canali, zu Fuss taleinwärts zum Ausgangspunkt.
VARIANTE Beim Aufstieg zur Forc. d’Oltro rechts abzweigen (Ww. «Passo Cereda Per Passo Regada») und auf schmalem Steig bis unter die Felswände – steil bergauf, dann in aussichtsreicher Höhenwanderung zum Passo Regada (2070 m) – Abstieg zum Passo Cereda (1350 m).

SCHWIERIGKEIT T3
GEHZEIT 5.30 h
DISTANZ 11,2 km
HÖHENDIFFERENZ 1335 m (bergauf), 1160 m (bergab)
AUSGANGSPUNKT Cant del Gal (1160 m) im Val Canali

Torre di Pisa

Am Fuss des Latemar breiten sich die grünen Wiesen des Ski Center Latemar aus, doch weiter oben regiert der Fels. Fotogene Felstürme und -zacken, wie der nach dem schiefen Turm von Pisa benannte Torre di Pisa, ragen wie die Zacken einer Krone am Rand der Hochfläche des Latemar auf und bilden die imposante Kulisse einer Rundtour, die geübte Bergwanderer vor keine Probleme stellt.

STRECKE Mit der Gondelbahn und einer Sesselbahn zur Baita Passo Feudo (2200 m) – über einen Wiesenrücken, später über Geröll zum Rif. Torre di Pisa (2671 m) am Südrand des Latemar – mit etwas Höhenverlust wird erst der markante Felsturm des Torre di Pisa, dann die Cima Valsorda ostseitig gequert – kurzer Gegenanstieg in die Gamsstallscharte (2636 m) – anfangs durch eine faszinierende Felslandschaft, dann in Serpentinen hinunter bis kurz oberhalb der Bergstation der Sesselbahn Oberholz – auf einem Höhenweg erst flach, dann mit kurzem Gegenanstieg zum Wiesenrücken über dem Passo Feudo – über diesen hinunter zur Bergstation der Lifte und mit diesen zurück ins Tal.

SCHWIERIGKEIT T2
GEHZEIT 4 h
DISTANZ 8,7 km
HÖHENDIFFERENZ 800 m
AUSGANGSPUNKT Predazzo

Seen in der Lagoraigruppe

Die Lagoraigruppe ist eine einsame und äusserst naturbelassene Bergkette, die quasi die Verbindung vom Val di Fiemme zur Pala herstellt. Das Besondere: Statt Kalk wie sonst in den Dolomiten findet man hier Porphyr, ein vulkanisches Gestein, das hauptsächlich aus Quarz und Orthoklas besteht. Hier und da führen Strassen durch den mächtigen Waldsockel hinauf in die Täler der Gruppe und verkürzen so die Touren auf ein erträgliches Tagespensum. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderrunde zu drei wunderschönen Seen mit ihrem glasklaren, leuchtend blauen Wasser.

STRECKE Mit dem Auto von Predazzo zur Malga Valmaggiore (1620 m) – auf dem Wanderweg 339 Richtung Lago di Moregna (der See befindet sich wenige Minuten neben dem Weg) – weiter bis der Weg zum Lago delle Trote hinunter führt – bei Wegkreuzung auf Weg 349 weiter zum Lago Brutto (2207 m) – Anstieg in die Forcella Moregna (2397 m) – kurzer Abstieg und auf Weg 349b Querung zum bereits vom Anstieg bekannten Weg 339, den man kurz oberhalb des Lago di Moregna erreicht – auf Weg 339 Abstieg zum Ausgangspunkt.

SCHWIERIGKEIT T2
GEHZEIT 4.15 h
DISTANZ 10 km
HÖHENDIFFERENZ 830 m
AUSGANGSPUNKT Predazzo

König Laurins Rosengarten

Die Rosengartengruppe zwischen Bozen und dem Val di Fassa ist ein sagenumwobenes Dolomitenmassiv, das abends wunderschön von der Sonne angestrahlt wird und in den schönsten Farbtönen erstrahlt. Zahlreiche Steige führen am Fuss der Felswände entlang von Hütte zu Hütte und ermöglichen so kurzweilige Runden wie die über den Passo delle Zigolade, bei der man den Felswänden der Rosengartenspitze ganz nah kommt.

STRECKE Mit der Seilbahn zur Bergstation auf Campedie (1997 m) – in schöner Höhenwanderung leicht fallend zum Rif. Gardecchia (1950 m) – auf teils steilem Fahrweg zum Rif. Vajolet und dem benachbarten Rif. Preuss (2243 m), das auf einem Felsabsatz über dem Tal thront – kurzer Abstieg auf dem Fahrweg, bis rechts ein Steig abzweigt (Ww. «Rif. Roda di Vael») – unter den Abbrüchen der Rosengartenspitze vorbei und kurzer Anstieg in den Passo delle Zigolade (2550 m) – kurzer Abstieg, dann schöne Höhenwanderung zur Rotwandhütte (Rif. Roda di Vael, 2280 m) – Abstieg Richtung Nordost und auf schönem Höhenweg zur Seilbahn-Bergstation – Talfahrt mit Seilbahn.

SCHWIERIGKEIT T2
GEHZEIT 5.30 h
DISTANZ 14,2 km
HÖHENDIFFERENZ 815 m
AUSGANGSPUNKT Vigo di Fassa

Auf die Rosengartenspitze

Der Rosengarten ist eine Berggruppe, die bergsteigerisch viel zu bieten hat. Zwar nicht der höchste, aber immerhin der Namensgeber der Gruppe ist die Rosengartenspitze, deren Besteigung leichte Kletterei verlangt. Besonders eindrucksvoll ist bereits der Zustieg, der an den fotogenen Vajolettürmen vorbeiführt.

STRECKE Mit der Seilbahn zur Bergstation auf Campedie – in schöner Höhenwanderung leicht fallend zum Rif. Gardecchia – auf teils steilem Fahrweg zum Rif. Vajolet – über die Gartlhütte am Fuss der Vajolettürme zur Santnerpasshütte (2734 m) – in leichter Kletterei durch die Westflanke und über den Nordgrat auf den Gipfel (2981 m) – Abstieg wie Anstieg.

SCHWIERIGKEIT ZS-
GEHZEIT 5.30 h
DISTANZ 14 km
HÖHENDIFFERENZ 1100 m
AUSGANGSPUNKT Vigo di Fassa

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