TOUREN: Outdoor-City Trento

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TRENTO – KEINE GRENZEN IN SICHT

«1000 Places to see before you die», so heisst ein Bestseller für Globetrotter von Patricia Schultz. Wollte man die Möglichkeiten rund um die italienische Outdoor-Kapitale Trento aufzählen, wären wohl mehr Nullen fällig. Schon mancher, der nach Trento kam, wollte schon bald nicht mehr gehen.

Text & Foto: Ralf Glaser

So ganz insgeheim führt wohl jeder im Kopf eine kleine Liste der «Orte, an denen man gerne leben möchte». Für den wahrscheinlichen Fall, dass die Möglichkeiten einer Region für Outdoor-Aktivitäten zu den wichtigen Entscheidungskriterien zählen, sollte man unbedingt Trento als Listenkandidat prüfen. Als Hauptstadt der autonomen Region Trentino-Südtirol bildet Trento das Zentrum eines der wohlhabendsten Landstriche Italiens. Ein urbaner Dreh- und Angelpunkt der italienischen Alpen, der jedoch trotz seiner immerhin knapp 120’000 Einwohner überschaubar geblieben ist. Um nicht zu behaupten, dass sich Trento einen gewissen ländlichen Charme erhalten hat. Dass man die Dinge hier gerne etwas ruhiger angehen lässt, ist schon am frühen Vormittag spürbar. Nur wenige Schritte vom Treiben am Hauptbahnhof entfernt liegt das historische Stadtzentrum. Eine verkehrsberuhigte Fussgängerzone mit engen, teils noch gepflasterten Gassen, die alle auf den Domplatz hin zu führen scheinen. Rund um den opulenten Neptunbrunnen reiht sich dort ein Strassencafé ans andere. Ein idealer Platz, um unter wärmenden Sonnenstrahlen bei Kaffee und Brioche den Blick auf den Bischofspalast und den romanischen Dom zu geniessen – und natürlich auf die Berge rund um Trento, von denen schon die direkten Hausberge das Stadtzentrum um gut 1500 Meter überragen. Alleine diese bieten Outdoor-Sportlern schon einen riesigen Tummelplatz, und das ganz ohne das eigene Auto bewegen zu müssen.

Ein Beispiel gefällig? Nehmen wir die Marzola. Der breite, auf den ersten Blick unscheinbare Buckel trennt das im Etschtal gelegene Trento von dem im Osten angrenzenden Valsugana. In weniger friedlichen Zeiten, zum Ende des 19. Jahrhunderts, wurde die Marzola unter damals noch österreichisch-ungarischer Ägide in Erwartung eines italienischen Angriffes zur Festung ausgebaut. Noch heute beherbergt der Berg zahlreicheBunkeranlagen und Artilleriestellungen, die untereinander durch ein dichtes Netz aus Militärwegen verbunden sind. Dieses Wegenetz bietet den einheimischen Mountainbikern zahllose Möglichkeiten für die beliebten «UrbAM»-Touren: anspruchsvolle Allmountain- und Endurotrails mit teils über 1000 Meter Höhenunterschied, die sich aus dem Stadtzentrum heraus kurbelnd erreichen lassen und auch dort wieder enden. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Marzola natürlich auch für Streifzüge zu Fuss interessant ist. Und auch wer gerne Luft unter den Sohlen verspürt, wird fündig: der «Sentiero attrezzato G. Bertotti» ist hervorragend erschlossen und bietet selbst Kindern einen guten Einstieg indas Abenteuer Klettersteig – mit luftigen Tiefblicken auf Trento inklusive.

Wellness für die Kaiserin

Immer noch im direkten Einzugsbereich der Stadt, zwar nicht mehr ganz so leicht mit dem Bike, aber dafür problemlos mit dem Zug erreichbar, schliesst sich direkt an die Marzola das Valsugana an. Das breite Tal mit seinen beiden benachbarten Seen von Caldonazzo und Levico, mehr noch der kleine Ort Levico Terme, spielen im lokalen Tourismus schon lange eine wichtige Rolle. Die Kombination aus sonnigem Klima und heissen Quellen machte Levico schon zu Zeiten des Kaiserreichs zu einem beliebten Reiseziel. So beliebt, dass die legendäre Kaiserin Sissi sich hier sogar ein eigenes Schloss errichten liess. Wo einst der Adel seineZipperlein kurierte, finden Outdoor-Sportler heute einen idealen Ausgangspunkt für ihre Aktivitäten. So grenzt etwa die Lagorai-Kette im Norden an das Valsugana an. Mountainbiker finden im Lagorai einige Möglichkeiten, wenn auch nur an der Peripherie. So zum Beispiel an der Panarotta, dem Hausberg von Levico Terme. Gleitschirmfliegern ist dieser Berg schon lange ein Begriff, bietet er doch offenbar optimale Voraussetzungen für ausgedehnte Thermikflüge. Seit dem Gastspiel der «Specialized E-Enduro Serie» 2017 bietet der Berg aber auch Mountainbikern nochmals bessere Möglichkeiten. Für das Rennen wurden bestehende Trails deutlich optimiert und diverse Streckenabschnitte extra gebaut. Das Innere des Lagorais ist jedoch weitgehend fussgehenden Exkursionisten vorbehalten. Sie finden hier ein wildes und vergleichsweise wenig erschlossenes Granitgebirge mit zahllosen interessanten Gipfelzielen, vondenen nicht wenige auch leichte Kletterpassagen bereithalten – allen voran der mit 2847 Metern höchste Berg der Kette, die anspruchsvolle und abweisende Cima d’Asta.

Wer es weniger schroff bevorzugt, wird im Süden des Valsugana und gute 1000 Meter höher fündig. Die «Alpe Cimbra» rund um den grössten Ort Folgaria ist eine hügelige, von tiefen Schluchten durchzogene Hochebene, der letzte Höhenzug der Alpen vor dem Tiefland des Flusses Po. Im Ersten Weltkrieg wurde auf dieser Hochebene erbittert gekämpft. Davon zeugen bis heute diverse Forts in allen Schattierungen des Ausgebombtseins. Das interessanteste ist sicherlich das Forte Belvedere nahe der Ortschaft Lavarone. Das dort untergebrachte Museum bietet bewegende Einblicke in dieses düstere Kapitel Zeitgeschichte. Noch viel interessanter als diese beliebten Ausflugsziele ist aber sicher das weite Netz aus Militärwegen, das diesen Höhenzug und die zahlreichen dort verteilten Forts erschliesst. Es finden sich buchstäblich Hunderte an Kilometern solch historischer Strassenbauten – ein Paradies vor allem für Mountainbiker, die so auch noch den hintersten Winkel der Hochebene erreichen können. Ein sehr guter Einstieg ist sicher die permanent ausgeschilderte Marathonstrecke «100 km dei Forti», die in einem konditionell anspruchsvollen, ständigen Auf und Ab insgesamt sieben italienische und ehemaligösterreichische Forts miteinander verbindet.

360 Grad Outdoor

Gerade einmal haben wir unseren Radius um 30 Kilometer von Trento nach Osten ausgeweitet. Und schon wäre für eine auch nur annähernde Erkundung der Möglichkeiten ein guter Jahresurlaub zu opfern. Endgültig zum Langzeitprojekt mutierte die Aufgabe, wollte man auch die Möglichkeiten im Westen der Stadt noch mit kennenlernen. Fangen wir im obersten Stockwerk an. Seit einigen Jahren hat man sich in der «Dolomiti Paganella Bike Area» rund um die Ortschaften Molveno und Andalo ganz dem Mountainbiking verschrieben. Erst 2015 gelangten die anspruchsvollen Trails am Hausberg Paganella durch das Rennformat der «European Enduro Series» zu einer gewissen überregionalen Bekanntheit. Sich des selektiven Charakters ihrer Trails bewusst, konzentrierten sich die Verantwortlichen seitdem vor allem auf den Bau von leichteren Flowtrails, um das Revier einem breiteren Publikum zu öffnen. Singletrails wie «Peter Pan» im Bikepark nahe der Ortschaft Fai della Paganella oder der «Big Hero» oberhalb von Molveno sind nach bester IMBA-Manier als Flowtrails angelegt und ver­sprechen Bikern vom Einsteiger bis zum Pro einen Heidenspass.

«Morgens Biken und nachmittags mit Freunden und Kuchen im Café sitzen…»

Ausgedehntes Trailrevier

Ein wenig im Schatten stehen die Bike-Möglichkeiten auf der Südseite der Paganella. Dort erstreckt sich zwischen den beiden Ortschaften Dro und Terlago das Valle dei Laghi. Neben zahlreichen kleineren und grösseren Gebirgsseen aus der Eiszeit finden Mountainbiker rund um Terlago ein ziemlich ausgedehntes Revier, bei dem vom reinen Geniesser bis zum Enduro-Piloten fast jeder Biker auf seine Kosten kommt. Wer Glück hat und einen der Plätze in der Gondel nach Sardagna ergattert, kann eine Tour über diese Hochebene aber natürlich auch direkt im Stadtzentrum von Trento beginnen.

Stahlseil-Touren und schwere Kletterei
Kletterern ist das Valle dei Laghi im Übrigen schon länger ein Begriff. Stellvertretend für das gute Dutzend an Klettersektoren sei die Gola di Toblino oberhalb des gleichnamigen Sees genannt. Die enge Schlucht ist vor allem an heissen Tagen beliebt. Neben dem obligatorischen Schatten finden Kletterer hier auch immer ein kühlendes Lüftchen vor – und einige athletisch-anspruchsvolle steile Wandklettereien in bestem Kalk, gewürzt mit schmalen Leisten, Löchern und kleinen Sintersäulen. Doch auch die Freunde der Eisenwege finden hier gleich zwei «Holy Grails». Da ist zum einen der Klettersteig «Rino Pisetta» am Piccolo Dain oberhalb der Ortschaft Sarche zu nennen. Im Jahr 1982 erbaut, galt er lange als schwierigster Klettersteig der Ostalpen. Obwohl durchgehend drahtseilgesichert, bleibt er durch seinen Mangel an Trittstiften bei zahlreichen anstrengenden und ausgesetzten Passagen nach wie vor einer der deftigsten Klettersteig-Ziele, die man ansteuern kann. Kaum weniger anspruchsvoll, wenn auch mehr wegen seiner schieren Länge denn wegen extremer Passagen, ist der Klettersteig «Che Guevara» an der Ostflanke des Monte Casale. Wer die satten 1200 Höhenmeter bewältigt, hat dabei gerade einmal die Hälfte der Miete im Sack. Endgültig zäh wird diese Tour vor allem durch seinen nicht enden wollenden Abstieg auf steilem Pfad zurück hinunter ins Sarcatal.

Surfen, Biken, Nachtleben
Last, but not least, ist natürlich auch der nördliche Gardasee dem Einzugsbereich von Trento zuzurechnen. Ob Surfer, Segler, Sportkletterer oder Mountainbiker: Die Möglichkeiten, die Outdoor-Sportler alleine im Zehn-Kilometer-Radius rund um die Ortschaften Arco, Riva und Torbole vorfinden, würden nicht nur einen ganzen Artikel füllen – sie füllen bereits diverse Bücher. Klassische Bike-Touren, wie über die Ponale-Strasse nach Pregasina, über den Passo Tremalzo oder auf den «Monte Altissimo di Nago» sind wohl jedem Mountain­biker ein Begriff. Die eher bergab-orientierte Fraktion nutzt einen der Plätze in den gut organisierten Shuttlebussen, um sich auf Höhe bringen zu lassen. Bergab geht es dann etwa über die nicht weniger bekannten, dabei auch etwas gefürchteten Trails wie dem «601», dem steinigen Ritt durch das «Valle del Diaol» oder den ebenso panoramareichen wie giftigen «Coast Trail».

Doch nicht nur die zahllosen Outdoor-Möglichkeiten machen den Gardasee interessant. Auch wer abends noch gerne seine Runden dreht, ist in diesem Teil des Trentino richtig. Dann ­strömen Kletterer, Surfer und Biker aus aller Herren ­Länder in die Ortszentren und treffen sich als bunt ge­mischtes Völkchen in den zahlreichen Bars. Schon so mancher hat dann dort die Form für den nächsten Tag gelassen. Aber spätestens dann wird wohl bei den meisten der «hier würde ich gerne leben»-Gedanke kurz aufgeblitzt sein. Selbst wenn es meist beim Gedanken bleibt: Wer an Trento und dem Outdoor-Eldorado vor seinen Pforten ein­mal Geschmack gefunden hat, kommt meist immer wieder – oder er bleibt!

Steckbrief

EINWOHNER 117‘417 (Stand Ende 2016)
MEERESHÖHE 194 Meter
SPRACHE Italienisch (viele Trentiner verstehen und sprechen Deutsch)
WÄHRUNG Euro
Preis für ein Bier (0,4 l) in der Bar/im Restaurant: ca. CHF 4,60
DURCHSCHNITTLICHE TEMPERATUR IM SOMMER 22,1 °C

ANREISE
AUTO 458 km ab Zürich über Österreich oder Lugano. Mautgebühren beachten. –> Map
REISEZEIT Mai bis September. Durchschnittstemperaturen im Juli 20,6 Grad

Essen und Schlafen

Übernachtungen

Camping Spiaggia
Direkt am türkisblauen Lago di Molveno gelegener Campingplatz mit 224 Stellplätzen. Guter Ausgangspunkt für Berg- oder Biketouren an der Paganella oder in den Brenta-Dolomiten.
campingmolveno.it

Sport & Wellness Hotel
Cristallo am Levicosee ***S
Mitten in Levico Terme am Lago di Levico gelegen, 25 Kilometer östlich von Trento. Von hier starten Mountainbiker entspannt zu Touren im Valsugana und der Lagoraikette.
hotelcristallotrentino.it

Bio Hotel Brusago ****
Wellnesshotel, knapp 30 Kilometer nördlich von Trento auf der Hochebene von Pinè in 1100 Metern Höhe gelegen. Hotelier Davide führt als Bikeguide seine Gäste durch die Dolomiten.
hotelbrusago.it

AktivHotel SantaLucia
Gardasee ***S
Tolles Hotel für Outdoor-Sportler, Mountainbiker und Rennrad­fahrer in Torbole am Südostufer des Gardasses. Quasi direkt am Hotel enden die legendären Trails «601» und «Coast Trail».
aktivhotel.it

Weitere Unterkünfte unter:
bike-holidays.com
www.signature-trails.com

Veranstaltungen

Bike Festival Garda Trentino
28. April – 1. Mai 2018

La Moserissima
7. Juli 2018

Trento Running Festival
6. – 7. Oktober 2018

Kunst & Kultur

MUSE
Im «Museo delle Scienze» lässt sich Naturwissenschaft entdecken und erfahren. Von Dinosaurier-­Skeletten über die Entstehung der Dolomiten bis hin zu den aktuellen Fragen der Menschheit. Spannendes Ausstellungskonzept, auch für Familien mit kleinen Kindern geeignet.
Muse.it

MART
Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst von Trient und Rovereto ist eines der bedeutsamsten Museen Italiens. Auf 12’000 Qua­dratmetern Ausstellungsfläche befinden sich Malereien, Skulp­turen und Kunsthandwerk der wichtigsten italienischen Künstler ab dem 20. Jahrhundert.
mart.tn.it

Kulinarik & Nightlife

Ljubljanas Strassen tragen Noten – und das den ganzen Sommer. Klassikkonzerte (1), Strassentheater und Ballett-Aufführungen – alles tummelt sich während des «Ljubljana Festival» in der kleinen Stadt. Modernere Töne wabern seit 55 Jahren während des Ljubljana Jazzfestivals durch die Strassen. Auch das Auge kommt dank Grafikbiennale und Kino-Open-Airs im «Vorgarten» des Museums für Kontemporäre Kunst (2) nicht zu kurz.

Tourismusverband

Trentino Tourismus
www.visittrentino.info/bike

Trento/Valle dei Laghi/
Monte Bondone
http://www.discovertrento.it/

Valsugana
http://www.visitvalsugana.it/

Gardasee
https://www.gardatrentino.it

Sport

MOUNTAINBIKE

Dolomiti Lagorai Bike
(Valsugana)
Schon seit einigen Jahren arbeitet das Valsugana mit den benachbarten Tälern Val di Fiemme, Val di Fassa und San Martino di Castrozza in Sachen Mountainbike zusammen. Hier wurde ein breites, gemeinsames Angebot aus (geführten) Touren und speziellen, auf Mountainbiker zugeschnittenen Serviceleistungen zusammengestellt.
www.dolomitilagoraibike.it

Dolomiti Paganella Bike
Seilbahntouren, Bikepark, wilde und raue Singletrails sowie Flowtrails für Geniesser: das Bikerevier rund um die Ortschaften Andalo und Molveno am gleichnamigen türkisfarbenen Bergsee bietet Mountainbikern das breiteste Angebot in der Region. Auf der Website finden sich alle Infos und auch interessante Package-Angebote:
www.dolomitipaganellabike.com

Terlago / Valle dei Laghi
Trotz der vielfältigen und sehr lohnenden Bike-­Möglichkeiten vor Ort behandelt die Website des Tourismusverbandes das Thema Mountainbike etwas stiefmütterlich:
www.prolocoterlago.it

Im Frühsommer 2018 wird jedoch ein MTB-­Führer vom Autor dieses Artikels erscheinen, in dem die Tourenmöglichkeiten ausführlich behandelt werden.
www.trails.de

Gardasee
Die Tourenmöglichkeiten am Gardasee sind geradezu unerschöpflich. Ebenso vielfältig ist das Angebot von Shuttleservices und Bike-Hotels. Die Planung eigener MTB-Touren ist relativ einfach: Vor Ort sind insgesamt 44 Touren komplett ausgeschildert, GPS-Daten stehen zum Download zur Verfügung:
www.gardatrentino.it

Alle Trails am Nordufer des Gardasees, detailliert auf einer Karte mit Schwierigkeitseinstufung und nützlichen Zusatzinfos bietet die Supertrail Map «Lago di Garda Nord».
supertrail-map.com

KLETTERSTEIGE

Via Ferrata Rino Pesseta
Wer die grosse Herausforderung sucht, wird oberhalb der Ortschaft Sarche fündig. Der Klettersteig «Rino Pesseta» führt auf den Gipfel des Dain Picol. Er galt lange als schwierigster der Ostalpen.

Via Ferrata Che Guevara
Der kubanische Freiheitsheld verbrachte lange Zeit im Dschungel, bevor er zur Ikone aufstieg. Ganz so lange Zeit muss man für den nach ihm benannten Klettersteig nicht einplanen. Doch nach 1200 Höhenmetern Kletterei sollte man sich noch genügend Kraft für ein Dschungel-­Abenteuer aufgehoben haben.

Via Ferrata G. Bertotti
Ähnlich genussreich, doch wesentlich weniger anspruchsvoll und auch für Kinder und Jugendliche geeignet, ist der Klettersteig «Via Ferrata g. Bertotti» an der Marzola oberhalb von Trento.

KLETTERN

Arco und der Gardasee zählen zu den bekanntesten, «klassischen» Sportkletter-Reisezielen der Alpen. Regelmässig werden neue Routen erschlossen. ­

Vor Ort lohnt sich auf jeden Fall die Anschaffung eines der gedruckten Kletterführer, die in den zahlreichen Bergsport-Läden erhältlich sind. Sie behandeln auch die zahlreichen Touren durch die bis zu 1200 Meter hohen «Big Walls» im Sarcatal und den Brenta-Dolomiten. Einen ersten Überblick über die Klettergärten kann man sich auf der Website des Tourismusverbandes verschaffen:
maps.gardatrentino.it

BERGSTEIGEN

Rund um Trento
Von der einfachen Wanderung auf den Monte Bondone, den Hausberg Trentos, bis zur anspruchsvollen Bergtour in den Brenta-Dolomiten: Von Trento aus bieten sich in alle Himmelsrichtungen Wander- und Trekkingtouren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Viele Touren sind direkt aus der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Lohnend ist beispielsweise die Wanderung auf die Marzola auf 1730 Meter. Von dort hat man nicht nur den Tiefblick auf Trento und das Etschtal, sondern auch auf das gesamte Dolomiten-Panorama von der Brenta­-Gruppe bis zur Lagorei-Kette.
www.visittrentino.info

GLEITSCHIRM

Die Kombination aus südlicher Sonne und ­erheblichen Höhenunterschieden ist im Trentino ein Garant für eine hervorragende Thermik. ­Einige der Gleitschirmspots vor Ort sind international bekannt. Infos über die Flugmöglichkeiten finden sich auf:
trentino.com/de/freizeit-aktiv

Text & Foto: Ralf Glaser
Im Herzen Italiener: Wenn der Autor und Fotograf Ralf Glaser in die Berge fährt, dann meist südlich des Brenners und per Bike, um Touren für seine Bikeführer und seine Website trails.de zu recherchieren. Kennengelernt hat er das Trentino jedoch aus einer völlig anderen Perspektive: vor 30 Jahren als Kletterer.

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