Test: 13 Allround-Outdoor-Hosen

Alleskönner

Wind- und Wetterschutz, hohe Bewegungsfreiheit, viel Komfort und federleicht zu tragen: Moderne Outdoor-Hosen sind wahre Alleskönner und schicken Jeans und Kniebundhose in Rente. Doch welche eignen sich für Frischluftabenteuer am besten? Das Outdoor Guide-Testteam hat 13 Modelle über die Berge und durchs Unterholz gejagt.

Text: Matthias Rotter

Im Schatten der Jacke

Eine hochwertige Funktionsjacke gehört zur Grundausstattung von Wanderern und Bergsportlern. Das ist heute selbstverständlich. Ebenbürtige Hosen stehen jedoch oft im Schatten der Jacken. Zu Unrecht, denn im Gegensatz zu einer Hard- oder Softshell-Jacke, die bei manchen Touren vergebens im Rucksack auf ihren Einsatz wartet, trägt man die Hose permanent. Zünftige Touren über Stock und Stein bieten genügend Gelegenheiten, die Leistungsfähigkeit der Beinkleider zu prüfen. Normale Baumwollhosen schneiden da nicht gerade gut ab. Angefangen am frühen Morgen: Auf dem Pfad durchs hohe Gras streifen die Beine bei jedem Schritt hunderte Tautropfen ab, die den Baumwollstoff nach kurzer Zeit durchnässen. Es folgt ein Anstieg, man gerät ins Schwitzen. Die Hose klebt förmlich an den Beinen und trocknet nur sehr langsam. Wenn dann eine frische Brise aufkommt, beginnt man zu frösteln. Auch weil das Material den Wind durchlässt wie ein zugiges Heuhüttli.

Eine Hose aus Funktionsmaterial dagegen ist mit einer wasserabweisenden Imprägnierung versehen, die Wassertropfen zumindest eine Zeit lang abweist, selbst wenn sie nicht wie eine Hardshell-Hose komplett wasserdicht ist. Darüber hinaus sorgt der Wasserdampfdurchlass des Materials dafür, dass Schweiss von der Haut an die Aussenluft abgegeben wird. Alleine diese Eigenschaften rechtfertigen bereits den Kauf einer spezifischen Outdoor-Hose. Und zwar mindestens so zwingend, wie die Anschaffung einer Funktionsjacke.

Einsatzbereich: Wandern, Klettern, Wildnisabenteuer

Für den Test baten wir die Hersteller, uns ihre Modelle mit dem breitesten Einsatzspektrum zur Verfügung zu stellen. Keine Spezialisten, die beispielsweise nur am steilen Fels oder im Hochgebirge in ihrem Element sind. Sondern Hosen, die vielfältige Outdoor-Einsätze abdecken, von der einfachen Wanderung bis hin zum mehrtägigen Trekking-Trip durch nordische Wälder. Dennoch ist allround nicht gleich allround. Wer sich eine Funktionshose zulegen möchte, sollte sich durchaus Gedanken zum schwerpunktmässig geplanten Einsatzbereich machen. Denn kleine Nuancen bei der Ausstattung lassen oft das Zünglein an der Waage in die eine oder andere Richtung ausschlagen. Steht zum Beispiel auch mal Kletterei auf dem Programm, sind Hosen mit körpernahem Schnitt und Materialien mit sehr hohem Stretch-Anteil von Vorteil. So passt ein Klettergurt darüber, ohne dass die Hose zu viele Falten wirft. Und auch an Felskanten bleibt sie weniger leicht hängen. Verstärkungen an exponierten Stellen, vor allem an den Knien, verhindern schnellen Abrieb. Aber Vorsicht, gerade am Knie können ungünstig verlaufende Nähte stören. Aus dem Testfeld empfehlen sich da die Mammut Courmayeur Advanced Pants, die Mountain Equipment Frontier Pant oder auch die Arc‘teryx Psiphon SL Pants.

Selbst auf Frühjahrsskitouren mit warmem Wetter bevorzugen viele Bergsportler eine leichte Allround-Hose. Limitierender Faktor ist bei solchen Einsätzen jedoch der Beinabschluss, der sich weit genug für voluminöse Skischuhe öffnen lassen muss. Das ist beispielsweise bei der Bergans Okla Pant der Fall. Die grösste Nutzergruppe für Allround-Funktionshosen sind aber definitiv Wanderer und Trekker. Wenngleich es auch hier unterschiedliche Anforderungsprofile gibt. Wer hauptsächlich in leichtem Gelände unterwegs ist, benötigt eine weniger technische und robuste Hose als derjenige, der sich mehrere Tage hintereinander durch skandinavische Wälder kämpft und es dabei ständig mit Dornen und Gestrüpp zu tun bekommt und jeden Abend auf dem Boden kniet, um Feuer zu machen. Und letztendlich zählt auch die bevorzugte Jahreszeit zum Einsatzbereich. Also: Brauche ich nur eine luftige Hose für den Sommer, oder will ich damit auch an kühlen Herbsttagen ausrücken?

Geschmackssache hingegen ist, ob man die favorisierte Funktionshose auch hin und wieder im Alltag tragen mag. Während dem einen beispielsweise eine Lundhags Authentic Pant gerade wegen ihres Naturburschen-Charakters auch auf der Strasse gefällt, ist diese Hose dem anderen dort zu auffällig und technisch. Unsere Alltags-Wertung ist daher lediglich als kleine Orientierungshilfe zu sehen.

Vorgeformte Kniepartien unterstützen den Tragekomfort - besonders bei steiferen Materialien wichtig. ©Matthias Rotter

Schnitt und Material – mehr Bewegungsfreiheit

Eine Outdoor-Hose ohne Anprobe zu kaufen, ist ein Risiko. Ein deutlich grösseres als beispielsweise beim Kauf einer Jacke. Bundweite, Bundhöhe, Beinlänge – alles muss in Relation zueinander stimmen. Passt auch nur eines der Masse nicht zum Körperbau, fällt das schnell unangenehm auf. Denn man bewegt sich draussen in der Regel mit den Beinen deutlich mehr als mit dem Oberkörper. Der Vielfalt der menschlichen Anatomie tragen die Hersteller mit einer Vielzahl an Modellen und Grössenvarianten Rechnung. Neben der Standardgrösse gibt es zum Beispiel Varianten mit kürzeren oder extralangen Beinen. Auch unsere Testberichte bieten dazu lediglich eine grobe Orientierungshilfe, basierend auf den Erfahrungswerten der Tester. Fakt ist: Eine Funktionshose sollte perfekt sitzen! Nicht zu eng, nicht zu weit. Sie darf die Bewegungen nicht einschränken. Das ist entscheidend beim Klettern oder auch nur bei einem weiten Ausfallschritt über einen Bach. Die Bewegungsfreiheit erreichen die Hersteller durch Verwendung von Materialien, die sich zum einen angenehm auf der Haut anfühlen und die zum anderen – zumindest an Stellen wo es drauf ankommt – dehnbar sind. Viele dieser Stoffe fallen unter den Oberbegriff «Softshell». Damit werden Materialien bezeichnet, die im Wesentlichen robust, elastisch, windabweisend und wasserabweisend sind. Es gibt zwar vereinzelt Softshell-Materialien, die ähnlich wie eine Hardshell zu 100 Prozent wasserdicht sind, doch die kamen bei den Hosen dieses Tests nicht zum Einsatz. Der Vorteil von lediglich wasserabweisenden Materialien: Sie «atmen» wesentlich besser als Hardshell-Ausrüstung.

Aber auch wenn die Kandidaten nicht zu 100 Prozent wasserdicht sind, zeigte der Test, dass sie Regen teilweise erstaunlich lange standhalten. Dafür sorgt eine vom Hersteller aufgebrachte DWR-Imprägnierung (durable water repellent), die Wasser an der Oberfläche abperlen lässt. Allerdings stehen viele der dazu eingesetzten Chemikalien wegen ihrer Unverträglichkeit für die Umwelt in der Kritik, auch wenn immer mehr Hersteller Alternativen zu den giftigen Fluorcarbonen (PFC) einsetzen. Und auch beim Nachimprägnieren sollte man darauf achten, nur PFC-freie Mittel zu verwenden. Denn der Abperleffekt der DWR lässt mit jedem Reinigungs- oder Waschgang nach. Aber selbst wenn unterwegs doch einmal ein Wolkenbruch für nasse Hosen sorgt, punkten vor allem die leichten Funktionsmaterialien mit schnellen Rücktrocknungszeiten. Das ist besonders auf mehrtägigen Touren von grosser Bedeutung.

Zwei der Hersteller, Lundhags und Fjällräven, kombinieren bei ihren Hosen extrem robuste Baumwoll-Mischgewebe, die nicht dehnbar sind, mit flexiblen Zonen. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Philosophien: Während sich bei der Lundhags Authentic Pant die Flexzonen am Gesäss und vorne an den Knien befinden, sind bei der Fjällräven Keb Trousers die mittleren Rückseiten der Beine und der vordere Hüftbereich dehnbar. In Kauf nehmen muss man, dass die Flex-Bereiche weniger winddicht sind und es dort schneller kühl wird. Andererseits wäre ohne diese Stretch-Zonen der Wasserdampfdurchlass der beiden Hosen sehr gering. Im Frontbereich der Keb Trousers nimmt das von Fjällräven entwickelte G-1000 Material in puncto Widerstandsfähigkeit eine Sonderstellung ein. Die Hightech-Faser ist fast drei Mal so strapazierfähig wie Denim-Gewebe, wie es beispielsweise bei Blue-Jeans zum Einsatz kommt (echter Denim besteht zu 100 Prozent aus fester und dicht gewebter Baumwolle und gilt bereits als sehr robust). Nicht nur Felsen, Gestrüpp oder Dornen lassen das G-1000 unbeeindruckt. Auch Stechmücken verbiegen sich den Saugrüssel daran. Wer in skandinavische Länder reist, weiss das zu schätzen. Nachteil: Das Material ist zwar sehr beweglich, aber nicht dehnbar. Das gilt auch für das Baumwoll-Mischgewebe bei der Lundhags Authentic Pant. Umso wichtiger ist hier der Schnitt. Und der ist bei beiden Hosen wirklich sehr gelungen.

Hosentest
Wieviele Taschen? Mit oder ohne Reissverschluss? Gürtelschlaufen? Die Ausstattung ist in vielerlei Hinsicht Einsatz- und Geschmackssache.

Ausstattung – von der optimalen Tasche bis zum zuverlässigen Beinabschluss

Wie viele Taschen muss eine Outdoor-Hose besitzen? Eine Streitfrage, die oft bei der Antwort «Geschmackssache» endet. Vor allem bei Sportarten mit raumgreifenden Bewegungen (Klettern, Bergsteigen) stören Gegenstände in den Taschen. Unterm Strich hat sich im Testteam herauskristallisiert, dass beim Trekking und Wandern Taschen am Oberschenkel und Eingrifftaschen seitlich am Bund die wichtigsten sind. Gesässtaschen nutzten die Tester vorwiegend bei Alltagseinsätzen, was die einen also für «überflüssig» eingestuft haben, war den anderen wichtig – Geschmackssache eben. Für den reinen Outdoor-Einsatz kann aber wohl noch am ehesten darauf verzichtet werden.

An erster Stelle stehen sinnvoll platzierte Oberschenkeltaschen. Unserer Ansicht nach sollten sie eher seitlich als vorne sitzen, damit sich das Kleinzeug in den Taschen beim Anwinkeln der Beine nicht in die Haut drückt und permanent spannt. Gut ist es, wenn die Tasche gross genug für eine Landkarte ist, wenigstens um die Karte mal kurzzeitig dort zu deponieren. Hier konnten nur die Modelle von Bergans, Fjällräven, Lundhags, Mammut, Schöffel und Tatonka Punkte sammeln, einige sogar mit geräumigen 3-D-Schnitten und Einsätzen fürs Smartphone. Allerdings sollte man feuchtigkeitsempfindliche Utensilien zusätzlich schützen, denn durch innenliegende Netze kann der Schweiss oft direkt in die Taschen eindringen. Scharfkantige Gegenstände stören bei den Hosen mit weichen Stoffen in jeder Tasche. Unempfindlich dagegen sind die beiden massiveren Kandidaten von Fjällräven und Lundhags. Ausser bei der Lundhags (Klettverschluss) findet man an jeder Hose mindestens eine Tasche, die per Reissverschluss sicher verschliessbar ist. An der Funktion der Reissverschlüsse gab es nur vereinzelt Kritik, und zwar wenn Zugverlängerungen an den Schlitten fehlten. Dann ist es bisweilen etwas «fummelig», sie zu bedienen – vor allem mit Handschuhen, wobei das in den Übergangs- und Sommermonaten keine entscheidende Rolle spielt. Bis auf Patagonia (ohne) und Schöffel (fixes Gummiband) besitzen alle Hosen verstellbare Beinabschlüsse. Hier haben uns solide Lösungen mit Druckknöpfen besser gefallen als reffbare Gummizüge, die oft hakelig in der Bedienung sind, vor allem beim Lösen. An den Modellen von Fjällräven, Lundhags, Mountain Equipment und Schöffel findet man zusätzlich Haken, um die Beinabschlüsse bei Bedarf am Schnürsenkel zu fixieren. Ein sinnvolles Extra.

Integrierte Gürtel: praktisch und bequem

Ein weiterer Bewertungsfaktor ist die Einstellung der Bundweite. Die Hosen von Arc‘teryx, Jack Wolfskin, Mammut, Mountain Equiment und Vaude besitzen einen integrierten Gürtel. Eine smarte Lösung, da der Gürtel abgedeckt in einem Tunnel verläuft und damit nicht am Rucksack scheuern kann. Die Mammut Courmayeur Pants bietet darüber hinaus zusätzliche Gürtelschlaufen. Bei den anderen vier Hosen hat man keine Alternative. Störend fiel bei manchen integrierten Gürteln auf, dass es keine Verstaumöglichkeit für das überstehende Ende gibt. Besonders gut gefallen hat uns das Haken-Gurtband an der Arc‘teryx Psiphon SL. Die restlichen Hersteller des Testfeldes statten ihre Hosen lediglich mit Gürtelschlaufen aus, mit Ausnahme von Bergans: Die Okla Pant besitzt zusätzlich (aber auch als alleinige Lösung nutzbar) ein eingenähtes Textilgummiband, das mit Hilfe zweier seitlicher Klettverschlüsse in der Spannung justiert werden kann. Bemängelt wurde teilweise, dass der Klettverschluss etwas dick aufträgt. Ausserdem kann sich eine etwas abstehende Klettlasche mit darüber liegenden Kleidungsstücken verhaken und deren Material verschleissen.

Gibt es also nun die perfekte Allround-Hose? Für alle Unternehmungen draussen in der Natur, vom Frühjahr bis in den Herbst hinein? Wir sind sicher, mit Hilfe unserer Testprofile dürfte die Wahl der künftigen Lieblingshose leichter fallen. Ganz sicher jedoch machen die Outdoor-Abenteuer damit noch mehr Spass.

Solider Wetterschutz: Auch wenn keine Regenhose, boten einige Testkandidaten bestes Abperlverhalten und vorübergehenden Schutz. ©Matthias Rotter

Schwachstellen – das ist uns aufgefallen

Schuhhaken

Fjällräven  Keb Trousers

Ratsch! – Das Malheur passierte ausgerechnet an der teuersten Hose im Test, der Fjällräven Keb Trousers. Bei einer kleinen Kraxelei, bei der das Knie stark angehoben und gebeugt wurde, riss dem Tester einer der am Schnürsenkel fixierten Schuhhaken aus. Nach Analyse und Vergleich mit anderen, ebenfalls mit Schuhhaken ausgestatteten Hosen, ziehen wir folgendes Fazit: Bei allen Testhosen sind die Haken ohne spezielle Verstärkungen angenietet. Dabei wird die Beinvorderseite stark übers Knie gespannt, wenn man beispielsweise in die Hocke geht. Im Gegensatz zur Fjällräven Keb dehnt sich bei allen anderen Testhosen das Material entweder direkt über dem Kniebereich (z.B. Lundhags Authentic Pant) oder der Stoff ist gesamthaft «stretchig» und gibt so dem Zug des Hakens etwas nach. Die Keb Trousers ist an der Frontseite durchgehend aus unnachgiebigem G1000-Material bestückt, hat allerdings eine spezielle Konstruktion am Knie mit Öffnung, die eine hohe Spannung an diesem Punkt entschärfen soll – eigentlich. Auch wenn das Modell als ausgesprochene Trekkinghose und nicht für extreme Klettereien konzipiert ist – ein kleiner Nachgeschmack bleibt. Und eine grundsätzliche Frage an alle Hersteller: Warum befestigt man solche Haken nicht an einem elastischen Träger? Das würde einer übermässigen Spannung an dieser Stelle auf jeden Fall vorbeugen.

Ausgerissen: Der Zughaken am Beinabschluss. ©Matthias Rotter
Der Haken ist - wie bei anderen Herstellern auch - ohne Verstärkung im Stoff der Hose fixiert. ©Matthias Rotter
Pilling

Mammut Courmayeur Advanced Pants

Nach mehreren Waschgängen stellten wir an den mit Ripstop-Nylon-Stoff verstärkten Partien der Mammut Courmayeur Advanced Pants vermehrt Pilling fest. Die Knötchenbildung an der Oberfläche des Materials trat besonders an den Knien auf. Keine Funktionseinschränkung, aber – vor allem bei der Preislage – eigentlich inakzeptabel. Unsere Nachfrage beim Hersteller ergab jedoch Entwarnung. Fabian Erhard, Pressesprecher bei Mammut: «Das Problem bei der Courmayeur Advanced Pants ist uns bekannt. Wir sind gerade dabei, ein Ersatzmaterial zu finden und die Produktion so schnell wie möglich umzustellen.»

Knötchenbildung an der Oberfläche des Stretchmaterials. Keine Funktionsbeeinträchtigung, aber ärgerlich. ©Matthias Rotter
Gewellte Nähte

Jack Wolfskin Vector Pants

An der Jack Wolfskin Vector Pants fiel auf, dass das Material nach dem Waschen auffällig stark knittert. Ausserdem wellen sich die Nähte sichtbar. Die Hose wurde vom Tester gemäss der Pflegeanleitung des Herstellers behandelt. Stellungnahme Jack Wolfskin: «Die Wellung nach dem Waschen ist bei dem verwendeten Material nicht ungewöhnlich. In jedem Fall beinträchtigen die Wellen die Funktion des Stoffes nicht.»

©Matthias Rotter

Alle Hosen im Überblick

Das sagen unsere Test-Kriterien

Funktion

Ausstattung

Wie umfangreich ist die Ausstattung der Hose? In diese Bewertung fliesst ein: Anzahl, Positionierung und Praxistauglichkeit der Taschen, besondere oder aussergewöhnliche Details (z. B. Extra-Verstärkungen, Abschlüsse, Schnürsenkel-Haken, Züge).

Klimakomfort

Wie gut ist der Wasserdampfdurchlass des Materials? Gerät man in der Hose schnell (unangenehm) ins Schwitzen? Gibt es zusätzliche Belüftungsöffnungen? Wie winddicht ist die Oberfläche? Wie fühlt sich das Material auf der Haut an?

Preis/Leistung

In welchem Verhältnis steht der Kaufpreis zur gebotenen Qualität und Funktion?

Einsatzbereich

Trekking/Wandern

Alle Arten des Gehens, von einfachen Wanderungen bis hin zu mehrtägigen Trekkingtouren. Übliche Topographie: Vom Flachland bis ins Gebirge. Dazu: Lagerfeuer & Wildcampen

Bergsteigen/Klettern

Die Hose eignet sich auch für anspruchsvollere Routen im Hochgebirge. Dazu zählen auch (leichte) Klettereien mit Felskontakt.

Reise/Alltag

Die Hose eignet sich neben ihrem herkömmlichen Einsatzbereich bei Outdoor-Aktivitäten auch auf Reisen und im Alltag.

Pflegetipps:

Es ist ein Gerücht, dass man Outdoor-Kleidung am besten gar nicht waschen sollte. Mit diesen Tipps bekommen Sie die Hose garantiert wieder sauber und erhalten gleichzeitig die Funktion!

Ausbürsten

Bei grusigem Wetter sammelt sich am meisten Schmutz unten an den Beinen. Bevor man die Hose in die Waschmaschine steckt, sollte man es mit Ausbürsten probieren. Denn der Schmutz dringt generell kaum in die Kunstfasergewebe ein, sondern bleibt an der Oberfläche. Zum Ausbürsten warten, bis die Hose vollständig trocken ist.

Abbürsten statt Waschen entfernt groben Schmutz effektiv. ©Matthias Rotter
Waschen

Wenn die Zeit gekommen ist: Grundsätzlich die Pflegehinweise des Herstellers beachten (Etikett). Bevor man die Textilien in die Trommel steckt, alle Reiss- und Klettverschlüsse schliessen und das Kleidungstück auf Links drehen. Das schont die Oberflächen. Am besten spezielles Flüssigwaschmittel für Funktionsbekleidung verwenden, das setzt sich nicht so leicht in die Poren. Kein Weichspüler! Schleudern nur mit geringer Drehzahl. Schongang im Trockner.

Imprägnieren

Nach etwa drei Wäschen lässt der Abperleffekt auf der Oberfläche in der Regel signifikant nach. Bevor man aber neu imprägniert, lässt sich die DWR-Schicht (durable water repellent) im Trockner reaktivieren: 20 Minuten bei niedriger Temperatur. Oder sanft Bügeln (Handtuch dazwischenlegen). Imprägnieren: separater Waschgang mit Spezialmittel (z. B. Fibertec, Toko, Nikwax), oder aufsprühen. Bitte nur PFC-freie Produkte verwenden!

Wachsen

Sonderfall Fjällräven: Der skandinavische Hersteller empfiehlt, sein G-1000 Material mit Greenland Wax zu behandeln. Dazu wird der Wachsblock über die Oberfläche gezogen und anschliessend das Wachs mit Hilfe eines Bügeleisens oder Föns ins Gewebe eingeschmolzen. Nicht die Stretch-Partien behandeln! Die Versiegelung hilft gegen Nässe und Verschmutzung. Aber: Wachsen geht zu Lasten des Wasserdampfdurchlasses!

So hat der Outdoor Guide getestet

Alle Testhosen wurden von einem siebenköpfigen geschulten und erfahrenen Team von Outdoor-Sportlern (überwiegend aus der Outdoor Guide-Redaktion) über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten intensiv und vielfältig eingesetzt. Alle Aktivitäten und Vorkommnisse wurden während des Tests und nochmals abschliessend dokumentiert, diskutiert und bewertet. Die Hosen wurden ausserdem innerhalb des Teams getauscht, so dass jedes Modell von mehreren Personen beurteilt wurde. Die Aktivitäten reichten von anspruchsvollen Touren in unterschiedlichstem Gelände bis zum Alltagsgebrauch (leichtes Joggen, Radfahren, etc.). Die wasserabweisenden Eigenschaften wurden sowohl bei Regen, als auch bei einem intensiven Testdurchgang unter der Dusche geprüft. Danach wurde die Zeit zur vollständigen Rücktrocknung an der Luft – mit und ohne Aktivität – bewertet. Klimakomfort: Da Schwitzverhalten und Wärmeempfinden sehr individuell sind, handelt es sich bei der Bewertung des Klimakomforts um eine subjektive Einschätzung, die sich aus den Aussagen mehrerer Tester bildet. Zudem besitzt jeder Tester entsprechende Erfahrungswerte und Vergleichsmöglichkeiten. Alle Hosen wurden während des Testgebrauchs nach Bedarf gewaschen, durch den teaminternen Tausch jedoch mindestens zwei Mal (in der Regel öfter). Danach erfolgte eine Beurteilung des Gesamtzustandes.

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