Laufrad-Roulette: 18 Bikes im Test – das bringen die neuen Plus-Grössen

Bereit für breit?

Eines wurde beim Outdoor Guide-Biketest am Monte Tamaro klar: Ein gutes Laufrad alleine macht noch kein gutes Bike. Aber: Die Laufraddimensionen haben einen enormen Einfluss auf die Fahreigenschaften von Mountainbikes. Nachdem in den letzten beiden Bike-Sommern die grösseren, komfortabler und sicherer dahinrollenden 27,5- und 29-Zoll-Laufräder weitgehend das Aus für 26-Zoll-Mountainbikes besiegelt haben, zündet die Bikeindustrie zum Start in diese Saison bereits das nächste Laufrad-Innovations-Feuerwerk. Plus heisst der Trend. Plus bedeutet: mehr Breite. Breitere Felgen, breitere Reifen. Ist das sinnvoll? Ist 3.0 Zoll das neue Mass der Dinge?

Text: Christian Penning

Grenzen verschieben

Um das heraus zu finden, haben wir die Testkategorien Tour/Marathon, Allmountain und Enduro zusätzlich zu den Bikes mit herkömmlichen Laufrädern jeweils mit einem Modell garniert, das mit Plus-Laufrädern bestückt war. Kategorie Tour/Marathon: Trek «Stache 9 29+» (Hardtail, Grösse 29 Plus). Kategorie Allmountain: Specialized «S-Works Stumjumper FSR 6Fattie». Kategorie Enduro: Scott «Genius LT 700 Tuned Plus». Grösse jeweils 27,5 Zoll Plus. Alle Plus-Bikes waren preislich und in puncto Ausstattung in der Oberklasse angesiedelt. Was sich sicher durch deutliche Gewichtsvorteile gegenüber güngstigeren Plus-Bikes auswirkt. Das Ergebnis war beeindruckend: Das Hardtail «Stache 9 29» bot gute Traktion, konnte allerdings trotz der breiten Reifen nicht ganz den Komfort von vollgefederten Marathon- und Trail-Bikes bieten. Die beiden Plus-Fullys dagegen setzten vor allem bergab jeweils Massstäbe in ihren Kategorien.

Zwischen Normalo und Fatbike

Die Bezeichnung Plus steht für breite Laufräder, die zwischen herkömmlichen 2.0er- bis 2.4er Reifen und extrabreiten Fatbike-Walzen (über 4.0 Zoll) angesiedelt sind. Die Breiten der Plus-Laufräder im Test bewegten sich zwischen 2.8 und 3.0 Zoll. Eine neue Bike-Kategorie? Nein. Es handelt sich um eine Ausstattungsvariante, mit der sich ähnlich wie bei Geländewagen die Fahreigenschaften auf rauem Untergrund deutlich verändern lassen: mehr Grip, mehr Dämpfung, mehr Fahrsicherheit.

Mehr Spass im Gelände

Gefühlt hat man den Eindruck, eine Klasse besser zu fahren, schwierigere Passagen sicherer zu meistern. Die Breitreifen bügeln komfortabler über Hindernisse hinweg, verzeihen grosszügig manchen Fehler bei der Linienwahl und rollen auf grobem Untergrund deutlich geschmeidiger. Zudem erleichtert die gute Traktion, das Bike souverän im Griff zu haben. Gerade mittelgute Fahrer haben mit den dicken Dingern auf Anhieb mehr Spass. Lediglich routinierte, fahrtechnisch sehr gute Fahrer vermissen bisweilen das direkte Feedback von Wurzeln oder Steinen auf der Strecke. Doch auch für sie verschieben sich mit den Plus-Laufrädern die Limits des Fahrbaren nach oben.

Schmaler ist leichter

Sind herkömmliche 27,5- und 29-Zoll-Fullys damit bereits wieder Auslaufmodelle? Nein, noch lange nicht. Auch unter den herkömmlichen Bikes finden sich in allen Klassen Velos mit sehr potenten Fahrwerken, die auf Downhills viel Spass machen. Und bergauf haben einige gegenüber den Plus-Modellen auf jeden Fall Vorteile. Denn auch wenn «die Schmalen» nicht ganz so viel Traktion bieten, im direkten Vergleich mit den Plus-Modellen sind sie bei vergleichbarer restlicher Ausstattung auf jeden Fall leichter.

Die Test-Bikes im Überblick

Tour/Marathon

Allmountain

Enduro

Welcher Bike-Typ passt zu wem?

Der Outdoor Guide Wahlhelfer: Bevor es in den Bikeshop oder auf Testfahrt geht, sollten Sie sich einige Grundsatzfragen beantworten. So finden Sie das passende Bike zu Ihrem Typ.

  • Wie viel Geld möchte ich für mein neues Bikes ausgeben?
  • Was ist mein bevorzugtes Terrain?
  • Wie hoch ist mein Fahrkönnen?
  • Wie gut ist meine Fitness?
  • Will ich bei Rennen starten?
  • Will ich vor allem die Natur geniessen oder suche ich die sportliche Herausforderung?
  • Was reizt mich mehr? Knifflige, rasante Abfahrten oder lange Anstiege mit vielen Höhenmetern?

Tour/Marathon

Relativ leichte Bikes mit viel Vortrieb, für effizienten Tritt auf langen und steilen Anstiegen. Für Hobbyrennen wie für Genusstouren gleichermassen geeignet. Fühlen sich am wohlsten in flowigem bis gemässigt anspruchsvollem Gelände (Federweg um die 120 mm).

Anstiege: perfekt für lange, anspruchsvolle Anstiege (auch Tragepassagen)
Abfahrten: leicht bis gemässigt

Motivation:
Fitness/Race:  ★★★★★
Naturerlebnis: ★★★★★
Abfahrtsspass: ★★☆☆☆

Allmountain

Vielseitige Allround-Bikes mit ausreichend Federweg (um die 140-150 mm) für anspruchsvollere Abfahrten. Bieten bergab gute Sicherheitsreserven und mehr Laufruhe als Bikes der Kategorie Tour/Marathon. Ideal für Trail-Touren im Hochgebirge. Mit einigen Modellen kann man es bergab richtig krachen lassen. Bergauf allerdings weniger spritzig. Übersetzung und Gewicht erlauben meist dennoch längere Auffahrten und Mehrtagestouren mit vielen Höhenmetern.

Anstiege: lange Anstiege möglich
Abfahrten: mittelschwer bis anspruchsvoll

Motivation:
Fitness/Race:  ★★★★☆
Naturerlebnis: ★★★★★
Abfahrtsspass: ★★★★☆

Enduro

Die Bikes dieser Kategorie besitzen in der Regel die besten Downhill-Qualitäten. Bikes mit viel Federweg (um die 160 mm), mit dem Schwerpunkt auf Abfahrten. Je nach Übersetzung und Bereifung machen manche Enduro-Bikes auch bergauf eine gute Figur, allerdings sollte man wegen dem meist etwas höheren Gewicht und einer abfahrtsorientierten Rahmengeometrie Abstriche bei den Kletterfähigkeiten in Kauf nehmen, besonders auf langen Anstiegen mit vielen Höhenmetern.

Anstiege: eher kürzere Anstiege, teils etwas schwer auf Tragepassagen
Abfahrten: ruppige und sehr anspruchsvolle Abfahrten möglich

Motivation:
Fitness/Race:  ★★☆☆☆
Naturerlebnis: ★★★☆☆
Abfahrtsspass: ★★★★★

Ausgebremst?

XTR- und XT-Scheibenbremsen von Shimano gelten seit langem als sichere Bank: Komponenten, mit denen man kaum etwas falsch machen kann. Zuverlässig, zupackend, mit hoher Bremskraft und stabilem Druckpunkt. Der letzte Aspekt – der Druckpunkt – gab beim Outdoor Guide Biketest aber immer wieder Anlass zu Beanstandungen. Bei einem Grossteil der XTR- und XT-Bremsen im Test variierte der Druckpunkt während der Testfahrten – mal mehr, mal weniger stark. Mal musste der Bremshebel fast bis zum Lenker gezogen werden, mal reagierten die Bremsen bereits auf leichtes Antippen. Grundsätzlich können solche Probleme durch Mängel bei der Montage entstehen (Luft in der hydraulischen Bremsleitung). Allerdings sollte das Problem dann nicht beim überwiegenden Teil der Bremsen auftreten. Die Bremsen waren von den Herstellern der Bikes an den Testvelos vormontiert. Bremst sich Shimano also mit Performance-Problemen bei der 2016er-Modell-Version der XT- und XTR-Bremsen selbst aus? Da die Bikes unmittelbar nach dem Test wieder an die Hersteller zurückgingen, konnte die Bremsproblematik nicht endgültig geklärt werden. PR-Manager Michael Wild von Shimano erklärte auf Anfrage, es sei bei Tests zwar vereinzelt zu leichten Veränderungen des Druckpunktes gekommen, „wir haben aber kein flächendeckendes Problem“. Weiter versicherte Wild: „Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass dieses Problem auch in Serienprodukten auftaucht, die im Handel sind. Da gibt es bisher keine Beanstandungen.“

Das kann Plus:

Manche Mountainbiker staunen noch über die neuen Laufradgrössen 27,5 und 29 Zoll, da zünden die Hersteller schon das nächste Innovationsfeuerwerk. Plus steht für ein neues Breitreifen-Format. Der goldene Mittelweg zwischen traditionellen Massen und extrabreiten Fatbike-Walzen?

Eine Laufradgrösse – mal etwas schwerer, mal etwas leichter, mal steifer, mal weniger steif konstruiert. Das war’s  – jahrzehntelang. Doch nichts ist mehr, wie es war. Vor ein paar Jahren brachten 29-Zoll-Laufräder die Bike-Welt ins Rotieren. Dann brachten 27,5-Zoll-Laufräder und das damit verbundene Aus für das Traditionsmass 26 Zoll sowie Fatbikes zusätzlich Schwung ins Innovationskarussell. Zum Start in die neue Saison stehen nun zusätzlich Bikes mit rund drei Zoll breiten Schlappen am Start. Plus lautet das Label für die neuen, gemässigten Breitreifen. Die meisten in Grösse 27,5 Zoll, aber einige Hersteller bieten auch Modelle in 29 Plus an. Manchem Biker wird da regelrecht schwindlig. Kein Wunder, die ohnehin schon enorme Auswahl an Bikekategorien und -modellen wächst dadurch nochmals deutlich an. Die Hersteller verkaufen es als Bereicherung. Für Biker, die genau wissen, was sie wollen, ist es das wohl auch. Doch wer sich nach einigen Jahren ohne intensives Studium von Fachzeitschriften, intensiven Beratungs-Sessions im Bikeshop oder Abende füllenden Fachsimpeleien im Freundeskreis einfach mal wieder ein neues Bike zulegen möchte, der steht wohl gleichermassen überwältigt wie unentschlossen vor der Auswahl. Wie ein Laie in einer grossen, gut sortierten Weinhandlung. Deshalb stellen wir hier die wichtigsten Fakten und Fahreindrücke zu Laufrädern in den neuen Plus-Grössen zusammen. Fest steht: Sie verändern die Fahreigenschaften eines Mountainbikes spürbar. Traktion, Komfort und Sicherheit verbessern sich. Doch diese Vorteile erkauft man sich mit deutlich höherem Gewicht und mehr Trägheit bei Antritten. Ob Bikes mit Plus-Laufrädern also tatsächlich eine sinnvolle Anschaffung sind, hängt wie auch bei vielen anderen Ausstattungsdetails vom Einsatzbereich und von den persönlichen Voraussetzungen wie Fahrstil und Fahrkönnen ab.

So wirken sich die breiten Reifen aus:

Komfort

Komfort

Plus-Laufräder sind wahre Komfortwunder. Über groben Schotter, raue Felsen und ruppige Wurzelteppiche bügeln sie beeindruckend unbeeindruckt hinweg. Grund dafür ist der Ballon-Effekt. Das grössere Luftvolumen erhöht die Dämpfung durch den Reifen deutlich. Die Kontaktfläche ist grösser. Mountainbikes mit Plus-Laufrädern fühlen sich nach mehr Federweg an als vergleichbare Modelle mit herkömmlichen Laufrädern. Sie lassen sich mit deutlich weniger Luftdruck fahren, wodurch sie sich besser an Hindernisse am Boden anschmiegen und ruhiger rollen und mehr schlucken. Ein Luftdruck von rund 1,0 bar reicht in der Regel. Mehr Durchschläge riskiert man deshalb nicht. Auf ruppigem Untergrund rollen Plus-Laufräder spürbar besser. So ermöglichen sie eine direktere Linienwahl. Gleichzeitig bieten sie mehr Komfort. Man ermüdet weniger. Allerdings ist das Fahrgefühl weniger direkt. Die Sensibilität für den Untergrund und für eine exakte Linie sinkt. Auch lassen sich die pummeligen Reifen etwas weniger agil und spielerisch fahren.

Rollwiderstand/Beschleunigung

Rollwiderstand / Beschleunigung

Plus-Laufräder sind schwerer und beschleunigen deshalb langsamer. Für spritzige Sprints sind sie nicht geschaffen. Ausserdem bieten sie mehr Auflagefläche. Vor allem auf glattem Untergrund bieten Plus-Reifen einen höheren Rollwiderstand als herkömmliche Mountainbike-Reifen. Doch im Gelände machen sie den Nachteil zum grossen Teil wieder wett. Sie rollen geschmeidiger über Hindernisse und schneiden dabei teils sogar besser ab als Reifen in Standardmassen. Je rauer der Untergrund, desto mehr zahlen sich Plus-Reifen aus. Und auch auf tiefem, sandigem Untergrund rollen sie kontrollierter.

Traktion

Traktion

Eine neue Dimension in puncto Grip. Die Plus-Reifen bieten dank der Kombination von breiter Kontaktfläche und niedrigem Luftdruck (0,8 bis 1,2 bar statt 1,5 bis 2,0 bar) eine deutlich bessere Traktion – ein Vorteil in fast allen Fahrsituationen auf nicht geteertem Untergrund. Bergauf verzahnt sich die vergleichsweise weiche Auflagefläche förmlich im Boden. Je loser der Untergrund, desto deutlicher spürbar ist dieser Effekt. Dass sich die Breitreifen durch den geringeren Luftdruck besser ans Gelände anpassen, zahlt sich auch auf Abfahrten aus. Der Reifen springt weniger, hat mehr Bodenkontakt. Ergebnis: ein sichereres Fahrgefühl.

Mächtig: Die Plus-Bereifung erfordert auch ein neues, breites Gabelmass.
Komfort und Traktion: Das Plus-Format gibt in schwierigem Terrain viel Unterstützung. ©Scott/Markus Greber

Tuningtipps:

Es muss nicht immer das Velo mit der teuersten Austattung sein – so holen Sie nachträglich mehr aus Ihrem Mountainbike heraus, unkompliziert und kostengünstig.

Übersetzung
Um die Elfgang-Schaltung am Mountainbike indivduell abzustimmen, stehen Kettenblätter in verschiedenen Größen zur Verfügung.

Kleines Detail mit grosser Wirkung: Bei 11-fach-Antrieben entscheidet die Kettenblatt-Grösse ob Lust oder Frust. ©sram.com/pd-f

Mit der Anzahl und Grösse der Kettenblätter lässt sich die Übersetzung variieren. Einfach-Kettenblätter sparen zwar Gewicht, sind aber wegen der geringen Übersetzungsbandbreite eher etwas für Rennfahrer und gut durchtrainierte Spezialisten. Mit einem kleinen Kettenblatt (26-30 Zähne) lassen sich aber auch hier leichte Bergübersetzungen realisieren. Vorteile von Zweifach-Kettenblättern: guter Gewichtskompromiss, weniger Schaltarbeit im Vergleich zu Dreifach. Übersetzungsempfehlung für alpines Gelände: vorne 36/22 (kraftsparender) oder 38/24 (mehr Vortrieb, aber mehr Kraftaufwand); hinten 11-36.

Reifenbreite

Es müssen ja nicht gleich Plus-Laufräder in 3.0 Zoll Breite sein. Auch herkömmliche Reifen in 2.3 oder 2.4 Zoll machen das Bike spürbar geländegängiger. Gerade auf grobem Schotter, wie er auf vielen Alpen-Trails zu finden ist, sorgen breitere und stark profilierte Reifen für mehr Fahrsicherheit. Sie federn Schläge von Wurzeln oder Felsbrocken besser ab (da sie sich mit weniger Druck fahren lassen, 1,5 bis 1,9 bar reichen), bieten also auf ruppigen Passagen auch mehr Fahrkomfort. Bei hohem Tempo bergab bieten sie in Kurven mehr Halt. Nachteil: die breiten Dinger sind schwerer als schmalere, schwächer profilierte Reifen.

Lenker

Breit ist in – das gilt auch für Lenker. Vorteil: Das Bike lässt sich präziser und gefühlvoller steuern. Gerade auf fahrtechnisch anspruchsvollen Trails hat man so mehr Balance. Wer Wert auf gute Bike-Kontrolle legt und in schwierigem Gelände unterwegs ist, sollte Lenker zwischen 740 und 800 Millimeter Breite ausprobieren.

Remote Vario-Sattelstütze

Die Bildunterschrift wird in Bälde eingefügt. Sie können uns aber gern auch per E-Mail oder Telefon kontaktieren, wir helfen gerne weiter. ©sram.com/pd-fFür viele Mountainbiker mittlerweile das Zubehörteil, auf das sie nicht mehr verzichten wollen. Mit automatisch verstellbaren Sattelstützen lässt sich die Sattelhöhe während der Fahrt ruckzuck an die Fahrsituation anpassen: bergauf hoch, bergab runter. Die Anpassung erfolgt bequem per Hebel vom Lenker aus.

Sattel
Mit einer simplen Messapparatur lässt sich der Sitzknochenabstand bestimmen, der für die Wahl der richtigen Sattelbreite maßgeblich ist.

Mit einer simplen Messapparatur lässt sich der Sitzknochenabstand bestimmen, der für die Wahl der richtigen Sattelbreite maßgeblich ist. ©selleroyal.com/pd-f

Kaum ein Teil am Mountainbike entscheidet mehr über Lust oder Frust auf Tour. Tipp: Machen Sie vor dem Kauf eine Sitzprobe oder suchen Sie sich einen Händler, der eine anatomische Vermessung durchführt. Für Frauen gibt es spezielle Lady-Sättel. Aber auch da gilt: Nicht jedes Modell passt zu jedem Hinterteil. Deshalb: Probieren geht über Studieren.

Vorbau

Der Vorbau, an dem der Lenker montiert ist, lässt sich mit wenigen Handgriffen austauschen. Je kürzer und je höher, desto aufrechter und komfortabler die Fahrposition. Ein kurzer Vorbau kann zudem das Handling auf dem Trail verbessern. Der Effekt: ein direkteres Lenkgefühl und weniger Überschlagsgefühle im steilen Gelände.

Scheibenbremsen

Je grösser, desto mehr Power: Bei vielen Scheibenbremsen lassen sich grössere Bremsscheiben nachrüsten. Vorteil: Die Bremskraft steigt spürbar, die Hände werden entlastet, die Bremsen werden weniger heiss. Gerade auf langen Abfahrten und bei sportlichem Fahrstil macht sich das Umrüsten bezahlt.

Tubeless Reifen
Die Pannenmilch im Schlauchlosreifen verschließt kleine und mittlere Löcher nahezu sofort, ohne dass ein problematischer Luftverlust entsteht.

Montage-Mühe, die sich lohnt: Umrüsten auf Tubeless. ©Schwalbe.com/pd-f

Schlauchlose Reifen bedeuten zwar mehr Aufwand bei der Montage, aber sie bieten auch handfeste Vorteile: Sie sind weniger pannenanfällig, die rotierende Masse ist geringer. Und da sich Tubeless Reifen mit weniger Luftdruck fahren lassen, bieten sie mehr Komfort und Grip.

So hat der Outdoor Guide getestet

Um den Charakter jedes der getesteten Bikes möglichst exakt herauszuarbeiten, hat das Outdoor Guide Team den Ablauf und die Organisation des Biketests im Vergleich zu den Vorjahren modifziert, noch klarer strukturiert und im Sinne noch aussagekräftigerer Testergebnisse weiter standardisiert. Ein Kernteam von vier erfahrenen Bikern (Testredakteur und ehemaliger Hobby-Marathonfahrer, ambitionierte Tourenfahrer, Bike-Instruktor und Bikeguide, Enduro-Fahrer) nahm die Bikes der Kategorien Allmountain und Enduro jeweils auf zwei verschiedenen Teststrecken unter die Lupe: auf dem anspruchsvollen, ehemaligen WM-Rundkurs von 2003 am Monte Ceneri sowie auf der Downhill-Strecke am Monte Tamaro.

Zähe Anstiege auf Asphalt zählten ebenso zu den Prüfungen wie technisch anspruchsvolle Rampen auf Fels- und Waldboden, zum grossen Teil bei feuchten bis nassen und rutschigen Bedingungen. Die Downhill-Strecke erwartete die Testkandidaten mit flowigen Abschnitten ebenso wie mit selektiven steilen und verblockten Passagen. Die Teststrecken decken jede Schwäche beim Handling auf und haben sich in den vergangenen Jahren bewährt.

Nach dem Test des Kernteams testete eine weitere Vergleichsgruppe von sechs Fahrerinnen und Fahrern (Tourenfahrer bis Amateur-Racer) die Bikes.

Um bei den Reifen in der Beurteilung für gleiche Bedingungen zu sorgen, zog der Outdoor Guide wie in den Vorjahren bei allen Testbikes identische Reifen auf (Ausnahme Plus-Laufradgrössen; hier wurde mit den Serienreifen getestet). In Absprache mit dem schweizerischen Vertriebspartner Velok hat sich der Outdoor Guide für Einheitsreifen des französischen Herstellers Hutchinson entschieden. Modell «Toro» in 2.35 Zoll Breite.

Die Teststrecken im Video

Das könnte Sie interessieren

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Outdoor Guide

Outdoor Guide GmbH
Eichbergerstrasse 60
CH-9452 Hinterforst

Email: info@outdoor-guide.ch
Phone: +41 71 755 66 55


Folgen Sie uns auf:

Enter-Taste drücken

Outdoor Guide Hosentest 2016