Getestet: ATK R12

Bewertet mit 3.00 von 5, basierend auf 1 Kundenbewertung
(1 Kundenrezension)

Fazit

«Detailverspielte und robuste ATK Bindungsneuheit mit Reserven.»


BEWERTUNG

Genusstouren
90%
Freetouring
100%
Allroundtouren
100%
Piste
80%
Freeriden
50%
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Testeindruck

ATK R12

Die ATK R12 verkörpert die neue Generation der beliebten Raider Familie des italienischen Tourenbindungsspezialisten. Ausgelegt ist die R12 für den Freetouring- und Allround-Touren-Einsatz. Mit 345 Gramm samt Stopper bietet sie ein attraktives Gewicht, mit dem sie sich auch für lange Touren mit vielen Höhenmetern und ausgedehnte Skidurchquerungen eignet. Im Vergleich zur im Vorjahr getesteten Freeraider 14 2.0 hat ATK den Stopper komplett überarbeitet. Er sitzt jetzt nicht mehr am Vorderbacken sondern am Hinterbacken und bremst die Ski deutlich besser, auch wenn andere Stopper teils noch mehr Brems-Power bieten. Optisch kommt die CNC-gefräste Bindung mit einem hohen Anteil an Stahl- und Aluteilen sehr hochwertig daher. Der Vorderbacken kommt ohne offen liegende Federn aus, was die Gefahr des Vereisens des Pin-Mechanismus massiv reduziert. Zur Anpassung ans Ski-Design ist die R12 in mehreren Farbvarianten erhältlich. Im Aufstieg wie in der Abfahrt macht die Bindung einen angenehm steifen Eindruck – ohne spürbare Verwindung. Das bestätigen auch die guten Steifigkeitswerte beim Aufkanten im Labortest. Sie liegen etwas unter denen der Freeraider 14 2.0. Doch im Testfeld der leichten Pin-Bindungen ist die R12 mit knappem Abstand die steifste Bindung. Im Aufstiegsmodus lässt sich der Anpressdruck der Pins (und damit in beschränktem Masse auch die Steifigkeit) variieren.

Auch was den Bedienungskomfort betrifft, lässt die ATK wenig Wünsche offen.

Der Plastikeinsatz am Verriegelungshebel des Vorderbackens verhindert ein Abrutschen der Stockspitze und erleichtert das Öffnen der Bindung. Der Einstieg funktioniert problemlos. Die Bindung schnappt präzise und definiert zu. Der Drehmechanismus des Hinterbackens um 180 Grad vom Abfahrts- und in den Aufstiegsmodus und zurück ist leichtgängig. In Ausnahmefällen kann er sich bei starkem Stampfen im Aufstiegsmodus verdrehen. Der Skistopper muss per Hand arretiert und nach Aufstiegen entriegelt werden. Beim Drehen des Hinterbackens zurück in die Abfahrtsposition wird der hochgeklappte Skistopper nicht automatisch aktiviert. Vergisst man, den Stopper manuell wieder zu aktivieren, funktioniert der Stopper bei Sturz und Skiverlust nicht. Dann läuft man Gefahr, den Ski zu verlieren. Auch kann der Ski, der in abschüssigem Gelände zum gefährlichen Geschoss werden, das andere Tourengeher verletzen könnte. Neben der Grundposition (2°) stehen vier Steighilfehöhen zur Verfügung: 6.7°, 7.2 °, 10,2 ° und 11°. Auch die Bedienung der Steighilfen ist sehr leichtgängig, allerdings kann es vorkommen, dass die Steighilfen ungewollt zurückklappen, wenn man den Ski zum Beispiel bei aktiven Kickkehren oder im tiefen Neuschnee stark bewegt.

Das ergab der Labortest

Bei der Überprüfung der Z-Wert-Einstellungen im Labortest schneidet die R12 gut ab. Die Abweichung zwischen Sichtfenstereinstellung und tatsächlichen Auslösewerten sind gering und liegen innerhalb des laut Norm zulässigen Toleranzbereichs. Auch die Zuverlässigkeit bei 25 Auslösewiederholungen ist hoch. Hier gab es nur minimale Abweichungen von 1-2 Prozent. Tadellos funktioniert die R 12 auch bei Drehstürzen mit Körpervorlage. Bei Körperrücklage dagegen überschritten die Auslösewerte wie bei allen Testkandidaten die laut Bindungsnorm zulässige Toleranzgrenze von 25 Prozent im Vergleich zum Sollwert. Mit 53,8 Prozent lag der Wert deutlich zu hoch. Den Test mit seitlicher Stossbelastung bestand die R12 wie alle anderen getesteten Bindungen nicht. Die Bindung kann seitliche Schläge nicht in dem Masse kompensieren, wie es die Tourenbindungsnorm erfordert. Sie öffnet vorzeitig.

STÄRKEN

Nur sehr geringe Abweichungen von Z-Wert-Einstellung und tatsächlichen Auslösewerten
+ gute Kraftübertragung
+ gutes Gewichts-Performance-Verhältnis
+ hohe Vielseitigkeit

SCHWÄCHEN

Abstriche bei der Sicherheitsauslösung bei Stürzen in Körperrücklage
Schwächen bei seitlichen Stossbelastungen

Zusätzliche Information

Details

ATK R12

PREIS (EUR): 555.-
GEWICHT HERSTELLERANGABE: 330 g
GEWICHT NACHGEWOGEN: 354 g (Bindung inkl. Stopper und Schrauben)
SCHUHANPASSUNG: 25 mm
STEIGHILFEN GEMESSEN: 2°; 6,7°; 7,2°; 10,2°; 11° (bei Sohlenlänge 314 mm)
EINSTELLBEREICH (Z-WERT): 5-12
STOPPERBREITEN: 86, 91, 97, 102, 108, 120 mm (Stopper inklusive)
TÜV-ZERTIFIZIERT: nein
HERSTELLUNGSLAND: Italien

1 Bewertung für Getestet: ATK R12

  1. Bewertung 3 von 1 bis 5

    Tilo

    Mit etwas abglaufenen Schuhen schnappen die PINs nicht ein. Mehrfachtes rückeln hilft, das die PINs in die entsprechenden Löcher finden.
    Eine Arretierung der Skibremse hat eine geringe Ueberdeckung. Dies kann bei leichten Schlägen zum Ausklappen des Skistoppers führen.
    Das Gewicht ist super. Die Bindung bracht noch eine Ueberarbeitung.

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