TEST: Garmin Virb Ultra 30

Fazit:
Optisch unterscheidet sich die Virb Ultra 30 auf den ersten Blick wenig von anderen Action Cams: ähnliche Abmessungen, seitlich versetztes Objektiv, doppelt gesichertes Unterwassergehäuse (laut Hersteller bis zu einer Tiefe von 40 m wasserdicht), 1,75“-Bildschirm auf der Rückseite.

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Testeindruck

Ultra HD Action-Kamera

Optisch unterscheidet sich die Virb Ultra 30 auf den ersten Blick wenig von anderen Action Cams: ähnliche Abmessungen, seitlich versetztes Objektiv, doppelt gesichertes Unterwassergehäuse (laut Hersteller bis zu einer Tiefe von 40 m wasserdicht), 1,75“-Bildschirm auf der Rückseite.

Zum Anschalten wird entweder der Power-Knopf an der Oberseite lange gedrückt, bis die Status-LEDs grün aufleuchten und ebenso wieder beendet, bis die LEDs erlöschen. Eine andere Möglichkeit, die Kamera anzuschalten und sofort mit der Videoaufzeichnung zu beginnen, ist das Vorschieben des Aufnahmehebels. Mit Zurückführen stoppt die Aufzeichnung und die Kamera schaltet sich aus – allerdings nur, wenn sie auch über diesen Hebel gestartet wurde. Bei unserem Testeinsatz, vor allem bei einer mehrtägigen Hundeschlittentour in Nordschweden, erwies sich die Hebelfunktion als äusserst praktisch. Die Kamera war in Reichweite vor uns am Schlitten angebracht und konnte während der Fahrt einhändig bedient und schnell an- oder ausgeschaltet werden, um den Akku zu schonen.

Weitere Besonderheit: Der Touchscreen lässt sich auch im wasserdichten Gehäuse bedienen. Er ist mit einer Sperre versehen, die über Ziehen/Wischen schnell aufgehoben wird, aber auch nicht so einfach, dass es versehentlich geschieht. Anschliessend bewegt man sich entweder weiter über den Touchscreen oder die Links-Rechts-Tasten auf der Oberseite durch das Menü.

Die Grund-Funktionen der Kamera – die Videoaufzeichnung zu starten und zu stoppen, «Lesezeichen» zu setzen und Fotos zu machen – lassen sich auch über vorgegebene englischsprachige Sprachbefehle steuern: «start recording», «stop recording», «remember that», «take a photo» oder «take a picture». Jeder Befehl muss mit «O.k., Garmin» eingeleitet werden. Im Test (geringe Umgebungsgeräusche) funktionierte das einwandfrei.

Die Virb Ultra 30 ist mit einem elektronischen Bildstabilisator über drei Achsen ausgestattet. Die Bildqualität in Ultra-HD-Auflösung überzeugte ebenfalls, auch eine niedrigere Auflösung zugunsten längerer Akkulaufzeit ist noch passabel. Für die Videoaufnahme kann zwischen folgenden Bildqualitäten gewählt werden: 4K (30 fps), 2,7K (60 fps), 1080p (120 fps), 720p (240fps) und 480p (300 fps). Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit 1,25 Stunden bei voller Auflösung angegeben. Je nach Bildqualität unterscheiden sich die Laufzeiten, die maximale Akkulaufzeit liegt bei rund 2,25 Stunden. Während unseres Testeinsatzes lagen die Temperaturen tagsüber bei etwa -4°C, wodurch die Akkulaufzeit etwas verkürzt wurde. Die Fotoauflösung beträgt optional 12 oder 8 Megapixel. Nutzer haben ausserdem die Möglichkeit ISO, Weissabgleich und Belichtungszeit zu wählen.

Das integrierte Mikrofon reagiert sensibel; ein zusätzlicher Eingang für ein externes Mikrofon ist allerdings nicht vorhanden. Die Kamera verfügt über WLAN-Funktion, Bluetooth, GPS und ANT. Zusätzlich werden Höhe, Geschwindigkeit, Weite, g-Kräfte und Herzfrequenz über die Garmin-eigene G-Metrix-Technologie aufgezeichnet. Sie können bei der Nachbearbeitung in die Bilder eingeblendet werden. Die Kamera ist mit einer speziellen App koppelbar, über die sich die Aufnahme steuern, ansehen, bearbeiten und teilen lässt.

Eine Grundausstattung an Befestigungsmöglichkeiten ist im Lieferumfang enthalten, unter anderem kurze und lange Schraubsockel sowie Klebe-Pads. Der Klebesockel sollte laut Hersteller nicht bei Temperaturen unter -15°C verwendet werden. Zur Anbringung wird eine Umgebungstemperatur von 21-38°C empfohlen. Das in Lappland leider nicht möglich; bei kalten Aussentemperaturen in Kombination mit der dynamischen Schlittenfahrt über Bodenwellen versagte die Klebehalterung entsprechend schnell und wir befestigten die Kamera im Weiteren mit Kabelbindern am Schlitten.

STÄRKEN

+ Intuitive Bedienung
Sprachsteuerung
Touchscreen-Funktion auch im Gehäuse
Hohe Bildqualität

SCHWÄCHEN

– Akkulaufzeit

Video-Credit: Niclas Landvogt

Zusätzliche Information

Details

Gewicht Cam + Case: 164 g.
Masse 57,5 x 45,9 x 31,3 mm;
im Unterwassergehäuse: 79,0 x 75,5 x 39,9 mm.

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