Im Video: Segeln und klettern an Schottlands Küste

 In Vorschau Reportage Sommer

Hebriden: Berge aus Fels und Wasser

Riesige Wellenberge, mächtige Felswände. Weit draussen auf dem Atlantik vor der Küste Schottlands wartet eines der weltweit imposantesten Gebiete für Klippenklettereien. Keine Bohrhaken, dafür unverfälschte, herbe Schönheit. Ein Törn mit Seil und Segel zu den Äusseren Hebriden.

Prolog: Das Glück gesucht

«The Old Forge» ist eines von unzähligen schottischen Pubs. Und doch ein ganz besonderes. Die Kneipe auf der Halbinsel Knoydart lässt sich nur zu Fuss oder per Boot erreichen – «the remotest pub on mainland Britain». Genau dort sassen an einem Dienstag im Mai 1994 zwei Männer. Die beiden hatten gerade eine zweiwöchige Gruppenreise hinter sich, der eine als Skipper eines kleinen Motorboots, der andere als Leiter einer deutschen Reisegruppe. Die zurückliegenden 14 Tage waren nicht einfach gewesen, und im «Old Forge» gilt, anders als im Rest Grossbritanniens, keine Sperrstunde. Das Bier, in Schottland «ale» genannt, floss reichlich. Die beiden träumten vom selbstbestimmten Reisen mit gleich gesinnten Freunden, ohne die Zwänge eines am Schreibtisch geplanten Reiseablaufs. In dieser Gemengelage schwärmte Toby, so der Name des Skippers, von weit vor der Küste liegenden Inseln, den Äusseren Hebriden. Dort sollte es Wände bis 200 Meter Höhe geben, unerschlossen, noch von keines Menschen Hand berührt. Der andere, ein Kletterer mit norddeutschen Wurzeln, war ich, Ralf Gantzhorn. Ich hörte andächtig zu. Von dem, was an dem Abend gesprochen wurde, blieb am nächsten Morgen nicht viel übrig. Nur die unerschlossenen Wände am Rande Schottlands und der Plan, dort zu klettern. «See you on Mingulay»!

20 Jahre später gelten die Wände der drei südlichsten Inseln der Äusseren Hebriden Pabbay, Mingulay und Berneray als «home of the greatest sea cliff trad climbing in the world.» Zumindest sah es das englische Klettermagazin «Climb» im Mai 2015 so. Grund genug für mich, ein drittes Mal nach 1995 und 1998 die Inseln zu besuchen.

Mit «Eda Frandsen» auf hohe See

Die «Eda Frandsen» dümpelt schon am Pier des Hafenstädtchens Mallaig, gut 60 Kilometer von Fort William entfernt, als wir zu siebt am Fährhafen eintreffen. Wir, das sind Michele Knaup, Tina Blase, Jan Förstemann, Fritz Miller, Nils Kremeskötter, Hannes Mair und ich. «Welcome on Eda», dröhnt ein dunkler Bass: James Mackenzie, Eigentümer der Eda und mit 100 000 Seemeilen trotz seiner erst 31 Jahre ein erfahrener Skipper. Dazu gesellen sich Mel, die «erste Frau» an Bord, und Chloe, die, wie sich im Laufe der Reise herausstellt, wahrscheinlich beste Köchin nördlich des Ärmelkanals. Sie wird uns jeden Abend aufs Neue mit Köstlichkeiten überraschen, die man so im englischsprachigen Kulturraum nicht erwartet. (…)

Text und Fotos: Ralf Gantzhorn

 

Die vollständige Reportage gibt´s im Outdoor Guide, Sommer 2016, bewegte Bilder unten im Video.

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