Schweiz: 83 getötete Bergsportler pro Jahr

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184 tödliche Sportunfälle in der Schweiz

In der Schweiz verlieren jedes Jahr durchschnittlich 184 Menschen beim Sport ihr Leben. Dabei sind im Bergsport mit durchschnittlich 83 Getöteten pro Jahr weitaus die meisten Todesopfer zu beklagen. Fast ein Drittel aller Opfer sind Touristen. Das ist das Ergebnis einer Langzeituntersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).

Text: Daniel Götz / Pressemitteilung BFU; Fotos: unsplash

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Bewegung ist gesund. Wer seinen Körper in Schuss hält, altert langsamer und wird seltener krank. Das konnte mittlerweile durch viele wissenschaftliche Studien belegt werden. Die Schweizer Bevölkerung zählt insgesamt als sportlich. Die Kehrseite des Bewegungsdrangs: Jährlich verletzen sich in der Alpenrepublik 400.000 Personen beim Sport. In den vergangenen fünf Jahren kamen dabei durchschnittlich 185 Personen ums Leben. Das entspricht nahezu dem Langzeitdurchschnitt 2000 bis 2018 mit 184 getöteten Sportlern pro Jahr.

Laut BFU sind die Zahlen im Bergsport (Bergsteigen, Bergwandern) und im Wintersport (Varianten- und Touren-Skifahren, Skifahren alpin) tendenziell leicht rückläufig bis stagnierend, während sie im Flugsport (Base-Jumping, Gleitschirmfliegen) sowie beim Baden/Schwimmen in offenem Gewässer tendenziell leicht anstiegen. Dennoch verzeichnet der Bergsport mit durchschnittlich 83 Getöteten – davon 46 beim Wandern und 29 beim Bergsteigen – die höchste Quote.

Gefährliches Basejumping

Die langjährige Statistik der BFU zeigt, dass knapp ein Drittel der getöteten Personen ihren Wohnsitz im Ausland hatten – zumeist waren sie also als Touristen in der Schweiz. In Zahlen: Von durchschnittlich 184 tödlichen Sportunfällen pro Jahr betreffen 58 ausländische Gäste. Wie hoch der Anteil der ausländischen Todesopfer in einer Sportart ist, hängt vor allem von der Popularität der Sportart bei Touristinnen und Touristen ab.

Die Sportart mit dem höchsten Anteil an ausländischen Todesopfern – nämlich 77 Prozent – ist das Basejumping. Viele reisen für diese Aktivität in die Schweiz. Gleiches gilt für das Bergsteigen (66 Prozent ausländische Opfer) und das Skifahren abseits der Piste (52 Prozent).

Die Statistiker des BFU weisen in ihrem Bericht aber auch auf die begrenzte Aussagekraft der Erhebung hin: Die Zahl der Getöteten sagt nichts über das Sterberisiko in einer Sportart aus. Dafür müssten die Anzahl aktiver Sportlerinnen und Sportler sowie die Ausübungsdauer berücksichtigt werden. Beides ist aber bei vielen Sportarten zu wenig genau bekannt.

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