TV-Tipp: «Im Schatten des Everest»

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Die Ehe, der Everest und ein Erdbeben

Es ist die abenteuerliche Geschichte eines jungen Paares: jene von Norbu Sherpa, der sieben Mal auf dem Gipfel des Everest stand, und der Schweizer Anwältin Andrea Zimmermann. Vor zwei Jahren wollten die beiden gemeinsam den Mount Everest besteigen. Als Nepal aber am 25. April 2015 von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde, begannen sie stattdessen zu helfen. Ihre Träume haben sie aber nicht vergessen: Seither heirateten sie nach Sherpa-Tradition und standen 2016 doch noch gemeinsam auf dem Dach der Welt und verfolgen ihre Hilfsprojekte. Im SRF sind nun beide Folgen des Doku-Zweiteilers «Im Schatten des Everest» zu sehen. 

Text & Fotos: SRF

«Im Schatten des Everest», Folge 1: Vom Trauma zum Traum (Freitag, 31. März, 21 Uhr, SRF 1)

Das Filmteam trifft Norbu und Andrea in ihrem Office in der Hauptstadt Kathmandu. «Never give up» lautet ihr Motto. So treiben sie ihre gemeinsame Trekkingagentur voran, aber auch ihr Hilfswerk Butterfly Project. Mit diesem planen sie, in einem abgelegenen Winkel Nepals eine Schule aufzubauen.

In der ersten Folge kehren Norbu und Andrea 18 Monate nach dem Erdbeben zurück an die Wirkungsstätte ihrer Nahrungsmittelhilfe. Das Publikum erlebt dabei aus ihrer Sicht, wie sich das Land langsam wieder erhebt, und reist mit Norbu und Andrea ins Zentrum des Sherpa-Landes, am Fuss des Mount Everest. Die beiden begegnen auf ihrer Reise Leuten, denen es gutgeht, und vielen anderen, die immer noch in Blechhütten hausen, vergessen von der Regierung. Dabei zeigt sich deutlich: Wer im Schatten des Everest wohnt, profitiert von den Touristinnen und Touristen aus aller Welt, die einmal in ihrem Leben den höchsten Berg der Welt erblicken wollen.

Gleichzeitig treiben Norbu und Andrea aber auch den Aufbau ihrer Schule in Leptung voran, einer Gegend weit weg vom Everest. Sie bieten Freiwillige aus der Schweiz auf, um beim Aufbau zu helfen, doch die vorfabrizierten Teile hängen irgendwo zwischen Kolkata und Kathmandu fest. Norbu und Andrea haben Hindernisse zu überwinden, welche die nepalesische Regierung Helferinnen und Helfern aus aller Welt in den Weg legt. Dabei wird auch ersichtlich, warum bis heute viele Hilfsgelder noch immer nicht zu den bedürftigen Leuten gelangten.

Aber Norbu und Andrea geben nicht auf. Sie sind Kämpfernaturen. Und wenn sie auch immer wieder getrennte Wege gehen müssen, sie finden stets zusammen und realisieren ihre Träume.

«Im Schatten des Everest», Folge 2: Aufbruch zu neuen Ufern (Freitag, 07. April, 21 Uhr, SRF 1)

Von Namche Bazar, dem Zermatt des Everest-Gebiets, geht Norbus Reise weiter. Er besucht Sherpa-Dörfer, aus denen viele der Gipfelbesteiger stammen. Andrea ist bereits vorher mit einer kleinen Trekkinggruppe aufgebrochen. In Khumjung trifft Norbu auf eine Legende, den Sherpa Phurba Tashi. Dieser stand 21 Mal auf dem Everest, beschloss aber auf Wunsch seiner Familie, nach dem Erdbeben nie mehr auf einen Achttausender zu steigen. Sein Dorf wurde vom Beben weitgehend zerstört, aber dank Spenden aus dem Ausland und eigenen Mitteln konnten die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Häuser wieder aufbauen. Denn das Gebiet um den Everest boomt, der Tourismus bringt die notwendigen Einnahmen.

In Pangboche gehen Norbu und Andrea darauf einmal mehr zu Lama Geshe. Dieser hat ihnen vor zwei Jahren geraten, lieber etwas Gutes zu tun, statt auf den Everest zu klettern. Jetzt holen sie sich den Segen für den Aufbau ihres Schulprojektes in Leptung, Sie konnten es dank ihrem Spendenerfolg aus der Schweiz finanzieren.

Die Schule liegt weitab vom Everest in der Gegend von Charikot. Dort sind die Spuren des Bebens noch allgegenwärtig, denn das Gebiet profitiert kaum vom Tourismus. Hier sind auch andere Hilfswerke tätig, etwa das Schweizerische Rote Kreuz. Aber alle haben Mühe mit den Auflagen und der Ineffizienz der Regierung. Statt Direkthilfe für die Ärmsten zu leisten, müssen sie ihr Spendengeld langfristig einsetzen. Sie bauen Musterhäuser und bilden Maurer aus.

Auch bei Norbu und Andreas Schulprojekt läuft nicht alles wie geplant. Die Fertigelemente aus der Schweiz sind irgendwo zwischen Kolkata und Kathmandu stecken geblieben. Demnächst sollen freiwillige Helferinnen und Helfer aus der Schweiz eintreffen. Norbu und Andrea, die ihre Freizeit in den Aufbau der Schule stecken, machen dem Rektor der Schule klar, dass auch die Einheimischen mithelfen müssen, damit der Schulbetrieb nach dem Bau auch wirklich stattfinden kann.

Höhepunkt in Leptung ist die Ankunft von Greg Comina, Architekt und Sponsor aus der Schweiz. Alle 340 Schüler und Schülerinnen stehen Spalier, um ihn ebenso wie Andrea und Norbu zu feiern. Mit Blumengirlanden, Gesängen und Tänzen werden sie geehrt. Nach dem Everest haben Norbu und Andrea mit der Schule einen zweiten Gipfel erklommen: Sie machten Träume wahr und schenken Kindern eine Zukunft.

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Die Sendetermine

«Im Schatten des Everest», Folge 1:

Freitag, 31. März 2017, 21.00 Uhr, SRF 1

«Im Schatten des Everest», Folge 2:

Freitag, 7. April 2017, 21.00 Uhr, SRF 1

Gewinnspiel

Für alle, die «Im Schatten des Everest» verpassen sollten oder den Zweiteiler nochmals ansehen möchten: Wir verlosen drei DVDs von «Im Schatten des Everest.» Um am Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff «Im Schatten des Everest» und ihrer Anschrift an redaktion@outdoor-guide.ch 

Teilnahmeschluss ist der 15. Mai 2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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