Klimawandel: Schweiz forscht im Südpolarmeer

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Schweiz gründet neues Polarinstitut

An einzelnen Forschungsstellen hat es bisher nicht gemangelt. Doch nun gibt es in der Schweiz erstmals ein zentrales Institut zur Erforschung der Polarregionen: Mitte April wurde das Swiss Polar Institute (SPI) in Lausanne aus der Taufe gehoben. Schon im Dezember soll eine grosse Expedition ins Südpolarmeer starten.

Quelle: EPFL, Aufmacherbild: DR

Vier Forschungsinstitute sind künftig unter dem Dach des SPI miteinander verbunden: Die ETH Zürich, die Universität Bern, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) sowie die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL). An deren Campus ist das SPI auch angesiedelt. Laut Medienmitteilung will sich die Schweiz mit der Gründung «auf einem Gebiet, auf dem sie bereits über solides Fachwissen verfügt, Gehör verschaffen».

Hauptfinanzier des neuen Konsortiums ist Frederik Paulsen. Der Unternehmer (Ferring Pharmaceuticals, Editions Paulsen) und Polarforscher war der erste Mensch, der alle acht Pole der Erde besuchte. Hauptaufgabe des Instituts wird laut Pressekommuniqué sein, internationale Experten zu vernetzen sowie Forschungsinstitutionen, Industrie und private Partner an einen Tisch zu bringen. Das Zentrum soll stark international ausgerichtet sein und den Wissenstransfer zwischen ähnlichen Fachgebieten erleichtern – etwa von Polar- und Alpenforschern.

Auf Tuchfühlung mit Kaiserpinguinen © Katherine Leonard
Auf Tuchfühlung mit Kaiserpinguinen © Katherine Leonard
Mit der «Akademik Tryoshnikov» wird die Antarktis umrundet. © AARI
Mit der «Akademik Tryoshnikov» wird die Antarktis umrundet. © AARI
Blick über Olsen Valley auf der Insel Südgeorgien © Steven L. Chown
Blick über Olsen Valley auf der Insel Südgeorgien © Steven L. Chown

Expedition ins Südpolarmeer

Das erste Projekt des SPI wird eine gross angelegte Expedition ins Südpolarmeer sein. Mehr als 50 Wissenschaftler aus 30 Ländern starten im Dezember 2016 Richtung Antarktis. Rund drei Monate soll die erste wissenschaftliche Antarktis-Umrundung dauern. Dabei wollen die Wissenschaftler in vielen Einzelprojekten mehr über die Auswirkungen des Klimawandels herausfinden. Auch der Verschmutzungsgrad des Südpolarmeers, etwa durch Mikroplastikteilchen, soll dabei vermessen werden.

Die Route der Wissenschaftler um die Antarktis © SPI
Die Route der Wissenschaftler um die Antarktis © SPI

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