ISPO 2020 Nachbericht

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ISPO 2020: Auf diese Neuheiten darf man sich freuen

Vier Tage lang stellten mehr als 2000 Sportartikelhersteller in München ihre Neuheiten vor – traditionell war auch fast die gesamte Outdoor-Branche anwesend. In der Messe-Nachlese öffnet die Outdoor-Guide-Redaktion wie jedes Jahr ihre Notizbücher und berichtet, auf welche Highlights sich Outdoor-Begeisterte freuen dürfen (und was eher wenig innovativ erscheint).

Text: Thomas Ebert, Thomas Werz, Rabea Zühlke; Fotos: Redaktion, Messe München, Pressemitteilungen

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Beginnen wir im Brand-New-Village, einem kleinen Teil der Halle B4, in dem Outdoor-Start-Ups ihre Geschäftsideen vorstellen dürfen. Nicht selten konnte man den ein oder anderen Brand-New-Aussteller schon im darauffolgenden Jahr bei den «Grossen» besuchen. Besonders gefallen hat uns dieses Jahr die Firma Keego: Die Wiener Firma hat eine Trinkflasche entwickelt, die von aussen so gewöhnlich daherkommt wie eine typische Fahrrad-Flasche, innen jedoch mit Titan beschichtet ist. So kommen die Getränke nicht mit Kunststoff in Kontakt, trotzdem bleibt die Flasche flexibel und knautschbar, die Haptik ist sehr angenehm. Die 750-ml-Flasche wiegt 92 Gramm, leichter als jede Flasche aus Metall, und soll angeblich sehr robust sein.

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Die ISPO 2020 in 40 Bildern

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Im Laminat-Dschungel

La Sportiva zeigte vermehrt PFC-freie Wetterschutzjacken und verkündete, hier auch zukünftig viel Energie zu investieren. Die Firma Gore-Tex kommt mit einer neuen Generation der Gore-Tex Pro Laminate. Jede Version soll die Leistungsfähigkeit in einem der drei Bereiche verstärken: Dehnung, Atmungsaktivität und Robustheit. Das Arc’teryx Design-Team hat bei der Entwicklung der Gore-Tex Pro «Durability», die sie in der neuen Alpha SV Jacke einsetzen, massgeblich mitgewirkt. Es soll das robusteste Gore-Tex Pro Laminat sein, das es je gab. Eingesetzt werden die neuen Gore-Tex Pro Laminate ausserdem bei Herstellern wie Patagonia, Mountain Hardwear oder Rab. Fest steht jetzt schon: Mit der neuen Nomenklatur wird es nicht einfacher, die diversen Gore-Laminate auseinander zu halten.

Mammut lässt sich von Surfern inspirieren

Zugegeben für eine sehr spitze Zielgruppe hat sich Mammut 2020 vom Wellenreiten inspirieren lassen. Für extreme Kletterei in Eis und Schnee gibt es exklusiv für die Mammut Pro-Team-Athleten künftig das Eiger X Halo Outfit, das einem Wetsuit ähnelt. Eine weit hochgezogene Trägerhose mit Kapuze wird dabei mit einem Thermo-Einteiler, oder falls es die Elemente erfordern, mit der kurzen «Halo HS Hooded Jacket» kombiniert, die per Reissverschluss vorn und zwei Magnetverbindungen am Rücken mit der Trägerhose verbunden werden kann. Top-Alpinist Stephan Siegrist bezeichnet das Halo Outfit als «die grösste Innovation im Outdoor-Bereich der letzten 20 Jahre». Für ambitionierte Alpinisten ohne Pro-Vertrag legt Mammut zudem die fünfte Generation der Eiger X Kollektion auf.

Neue Ware für Top-Alpinisten

Alpinisten mit hohen Ambitionen dürften sich über den Hochtourenschuh G5 Evo von La Sportiva freuen, den der Allgäuer Spitzenalpinist Fabian Buhl mitentwickelt hat. Neben einem (fast schon obligatorischen) Boa-Drehverschluss zum stufenlosen Anpassen kommt hier erstmals auch Gores Infinium Thermium Isolation zum Einsatz. Passend dazu bringt The North Face eine noch spitzere Produktlinie für und von Alpinisten wie David Göttler, Herve Barmasse oder Andres Marin auf den Markt. Highlight der «Advanced Mountain Kit» Linie, die aus 21 neuen Produkte besteht, ist sicherlich der Summit L3 50/50 Down Hoodie: Unter dem atmungsaktiven Obermaterial verlaufen aluminiumbedampfte Schläuche, die mit Daune gefüllt sind. So soll die Jacke in extremer Kälte wärmen, aber trotzdem äusserst atmungsaktiv und ultraleicht bleiben. Isolation und Atmungsaktivität vereinen will auch BlackYak mit dem Ata Jacket. Die Hybrid-Jacke ist für bewegungsintensive Winter-Aktivitäten ausgelegt. Kapuze, Schultern und Armoberseite sind aus wasserdichtem Strech-Material, Front und Rücken mit Polartec-Alpha isoliert. Insgesamt kommen sieben unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Die Jacke soll als Midlayer genauso gut funktionieren wie als äussere Schicht beim Klettern oder auf Skitour.

Fast schon naturgemäss greift La Sportiva den zu erwartenden Hype-Train um die Kletterwettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Tokio auf und bringt neue Kletterschuh-Modelle, speziell für Einsteiger. Nicht mehr ganz neu, aber immer öfter zu sehen ist ausserdem die MIPS-Technologie, die unter anderem in Kletterhelmen von Mammut und Black Diamond verbaut ist: Es wird eine reibungsarme Schicht zwischen Aussenseite und Helm integriert, die die natürliche Art und Weise imitiert, wie das Gehirn durch die Schädeldecke geschützt wird. Beim Aufprall soll sich der Helm durch die reibungsarme Schicht verschieben und die auf den Kopf ausgeübte Kraft weiterleiten.

Bindungen: Stopper ohne Frustpotenzial

So nützlich ein Stopper bei Skitourenbindungen ist – das Arretieren des Stoppers, so dass er im Aufstieg nicht im Schnee schleift, ist bei manchem Hersteller etwas gewöhnungsbedürftig. Stopper runterdrücken, festhalten und zugleich den Hinterbacken drehen, bis der Stopper klemmt – so oder so ähnlich war bisher das Vorgehen. ATK hat bei seiner neuen Pin-Bindung Front 12 den Stopper wieder an den Vorderbacken verlegt. Die Arretierung des Stoppers funktioniert dabei gleichzeitig mit dem Verriegeln des Vorderbackens, beim Anziehen des Hebels. Pfiffig!

Ebenfalls innovativ, aber für die breite Masse an Skitourengehern wohl eher wenig praxistauglich ist die neue Pin-Fellbefestigung namens Pin-Skin-System, die Dynafit bei seinem Modell Blacklight Pro vorgestellt hat. Das Fell wird dabei, wie im Rennlauf üblich, nur über drei Viertel der Lauffläche geklebt und nicht am Skiende befestigt. Um das Ende des Fells zusätzlich zum Kleber zu fixieren, hat Dynafit einen kleinen Metallstift am Ende des Fells angebracht. Dieser wird in ein extra dafür gebohrtes Loch im Belag versenkt. Ob man das seinem teuren Ski wirklich antun möchte?

Lawinen-Airbags: Der Superkondensator dominiert

Im Bereich der Lawinenairbag-Rucksäcke schickt sich das System E1 von Alpride an, den Markt von hinten aufzurollen. Hatten bisher vor allem Gaskartuschen die Luft in die Airbags gepumpt, haben mit Osprey, Ferrino und Millet gleich drei arrivierte Rucksackhersteller das E1-System von Alpride lizenziert, das vor zwei Jahren erstmals in einem Rucksack von Scott gezeigt wurde. Dabei zieht ein elektrisch betriebenes Gebläse Luft aus der Umgebung, um die Airbags zu befüllen – allerdings nicht mithilfe grosser Akkupacks, sondern mit der Energie aus Superkondensatoren, die zuhause wieder neu befüllt werden. So bleibt das System deutlich leichter und kompakter als andere Gebläse mit Akku.

ABS, einstiger Innovator im Bereich Lawinenairbags, verpasst sich für 2020 ein komplett neues Markenimage und erweitert sein Portfolio um den A-LIGHT Lawinenairbag. Die Auslöseeinheit funktioniert auf altbewährte Weise per Sprengkapsel und Gaskartusche, der Rucksack samt Tragesystem wurde jedoch komplett überarbeitet. Er besteht nun aus einer kompakten Grundeinheit mit 10 Liter Volumen, die mit Zusatzpacks (15l und 25 l) erweitert werden kann. Spannende Neuerung ist die «Emergency Flap», die mit einem Zug den Zugriff auf die Sicherheitsausrüstung ermöglichen soll. Dieses wird im passenden Format ebenfalls künftig von ABS angeboten.

Ohne Airbag, aber mit interessanter Skibefestigung kommt der Skitourenrucksack Targhee FT von Gregory auf den Markt. Diagonale Skibefestigungen, wie sie aus dem Skitouren-Rennsport seit einiger Zeit auch in den Breitenmarkt schwappen, waren bisher entweder mit einem Metallbügel (wie im Rennlauf) oder einem gewöhnlichen Kompressionsriemen an der Schulter zu sehen. Bei letzterem klappte die Skibefestigung, ohne den Rucksack abzusetzen, allerdings höchstens unter grössten Verrenkungen. Der Targhee FT setzt auf eine andere Lösung: ein elastisches Schlauchband mit Schrumpfmantel wird unter eine Metallklammer gespannt. Löst man den Zug, schrumpft das Band zusammen, so kann es nicht aus der Klammer rutschen. Auch hier sind wir auf einen Praxistest gespannt!

Atomic: Digitaler Skilehrer

Wer noch an seinem Schwung feilen will, soll gemäss Atomic zukünftig keinen Skilehrer mehr buchen oder Freunde um Rat bitten, sondern mit dem «Atomic Connected Boot» einen Sensor am Skischuh installieren, der das gesamte Fahrverhalten aufzeichnet und beispielsweise einen gecarvten Schwung von einem gedrifteten unterscheiden kann. Eine App empfiehlt dann im Anschluss, in welchem Neigungswinkel die Unterschenkel eigentlich hätten stehen müssen.

Skitourenschuhe: BOA ey!

Neue Skitourenschuhe gab es u.a. bei Scarpa, Scott und Dalbello zu bewundern. Während der Scarpa F1 LT eine Art Mischung des altbekannten F1 und Alien 1.0 ist (100 mm Leisten statt 99 mm Leisten, verbesserter Boa-Verschluss, verstärkter Hinterbau und eine deutlich abgespeckte Sohle), bringt Dalbello mit dem Quantum einen ganz neuen Schuh heraus. Der Quantum kommt in drei Varianten, wobei die leichteste unter 1 kg pro Schuh wiegen wird. Ein interessanter Neuentwurf, nachdem Dalbello bisher eher in der Freetourer-Klasse mitmischte. In diese wirft Scott mit dem Freeguide ein neues Modell. Auffällig am Dreischnaller ist der fast komplett versenkte Fersenhebel zur Umstellung von Walk- auf Skimodus – ein spannender Ansatz, verwenden doch fast alle anderen Hersteller teils weit abstehende, lange Umschalthebel, in denen sich gern auch mal die Hose verfängt. Der Innenschuh besitzt, wie so viele Neuvorstellungen der ISPO 2020, einen Drehverschluss vom Hersteller Boa.

Kästle bleibt seinem seit Jahren nur in Nuanchen veränderten Skidesign treu. Obwohl sich unter der Deckschicht natürlich allerhand in Sachen Skibau bewegt, war die auffälligste Neuheit am Stand der Vorarlberger daher ein Paar «Rennfigl»: 63 cm kurze Firngleiter mit einer Kipphebelbindung für voll steigeisenfeste Bergschuhe. Der Traditionssport Figln hat in den letzten Jahren, auch unter dem Einfluss des Klimawandels, ein richtiges Comeback hingelegt – auch wenn er bei den Eingefleischten natürlich nie weg war. Mit den Firngleitern, die am Rucksack kaum Platz brauchen und nur einem Paar Schuhe lassen sich insbesondere im Frühjahr und mit Bike-Unterstützung tagesfüllende Firnabenteuer zusammenstellen.

Julbo zeigt Cyborg-Brille

Für alle Ausdauersportler und Faktenliebhaber hat Julbo ein Highlight auf den Markt gebracht: Die EVAD 1 ist die erste Sportbrille, die eine Anzeige von Daten direkt innerhalb des Sichtfeldes ermöglicht. Durch die Technologie Activelook von Microleed werden Leistungsdaten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit oder Strecke angezeigt. Wenn alles klappt, können wir noch in der kommenden Printausgabe von einem ersten Field-Test mit der EVAD 1 berichten.

Ganz grossen «Will-haben»-Reflex löste eine Neuentwicklung von Bach aus: «Dr. Duffel» heisst das gute Stück, und man muss sie am besten selbst ausprobieren. In die Reisetasche ist ein Aluminium-Rahmen so integriert, dass die Tasche geöffnet stehen bleibt wie eine Seemannskiste. Das Wühlen in Untiefen der Tasche ist damit vollkommen obsolet, Be- und Entladen könnte angenehmer nicht sein. Die Dr. Duffel kommt in verschiedenen Grössen.

 Samaya-Zelte: Der Stoff, in dem die Träume sind

Die grössten Marketing-Kampagnen der letzten Jahrzehnte haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Hersteller von Wetterschutzkleidung gefahren: Es dürfte keinen halbwegs outdoor-affinen Menschen mehr geben, der noch nichts von «Atmungsaktivität» gehört hat. Warum aber, so fragt man sich, setzt man die wasserdichten und zugleich dampfdurchlässigen Laminate nicht auch im Zeltbau ein? Genau das hat jetzt die junge französische Firma Samaya getan – auch so ein Kandidat, der im letzten Jahr noch im «Brand-New-Village» darbte. Mit einer Zelthülle aus dreilagigem Laminat und einem Boden aus ultraleichtem, wasserdichten Dyneema und state-of-the-art-Gestänge von DAC haben die Franzosen nur die edelsten Materialien in ihre Zelte gesteckt. Nach dem etwas grösseren Kuppelzelt im letzten Jahr kündigte Samaya nun auch ein ultraleichtes und kompaktes 2-Personen-Zelt für Alpinisten an. Profibergsteiger sollten ein Auge darauf werfen, zumal der Preispunkt nach Auskunft von Samaya nicht den anderer High-End-Zelte übersteigen wird.

Boomsport Skitour: Ausrüstung für Kinder

Ganz allgemein kommt kaum ein Hersteller noch am Boomsport Skitour vorbei. Nachdem im letzten Jahr schon Schöffel eine spezielle Skitourenkollektion lancierte, ziehen nun auch die Firmen Rab und Löffler mit Skitouren-spezifischer Bekleidung nach. Dabei setzt Rab in der neuen Khroma GTX Jacke ebenfalls die neuen Gore-Tex Pro Membranen ein und sorgt mit der Gore-Tex Pro «most breathable» und «most rugged» für Atmungsaktivität und Robustheit. Die arrivierteren Hersteller erschliessen derweil neue Kundschaft: Vaude bringt mit der »Capacida Hybrid» eine Kinderjacke speziell für Skitouren, Dynafit mit dem «Seven Summits Youngstar» einen Kinder-Tourenski mit passender Bindung. Und US-Skihersteller K2 liefert mit dem Mindbender Team Jr. einen tourentauglichen Freeride-Skischuh für den Nachwuchs, mit Pin-Inserts und einer Schaftrotation von 50 Grad.

Mountainbiker, die weder Schnee noch Kälte fürchten, hat Vaude im Visier. Mit dem Pro Insulation ZO Jacket, einer winddichten und wattierten Hybridjacke, sollen Velofahrer wohltemperiert durch den Winter kommen. Die Ärmel sind abnehmbar. Wie von Vaude gewohnt, ist auch in dieser Bike-Jacke ein recycelter Material-Mix, von PET-Flaschen bis zu Kaffeesatz, verarbeitet.

Nachhaltigkeit in allen Hallen

Generell waren auch bei dieser ISPO die Schlagworte Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz über fast alle Hallen ein dominierendes Thema: Kein Hersteller, der nicht darauf verwies, wie viele recycelte PET-Flaschen den Weg in sein Produkte gefunden haben. Der italienische Schuhhersteller AKU stellte mit dem Minima sogar einen urbanen Outdoor-Lederschuh vor, der komplett klimaneutral produziert wurde: Das Leder der Gerberei Dani wird ohne Chrom und sonstige Schwermetalle gegerbt, der CO2-Ausstoss des gesamten Produktionsprozesses über Aufforstungs- und Klimaprogramme ausgeglichen. Dafür wurde der Schuh von der Jury mit einem Gold-Award ausgezeichnet. Der deutsche Outdoor-Riese Jack Wolfskin verfolgt seit mehreren Jahren eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie. Mit dem Ecoloader 24 zeigt er einen Rucksack aus zu 100 Prozent recycelten Materialien. Interessant: Die geschäumten Polster im Schultergurt und Rücken bestehen aus dem Wasser gefilterten Algen.

Wo fliesst denn der Strom? Der schwedische Lampenspezialist Silva stellte mit der «Trail Runners Free» erstmals eine Stirnlampe vor, bei der Leuchtkopf und Akku nicht über ein externes Kabel verbunden sind. Der Leiter ist ins Gewebe des Stirnbands integriert. Der Akku-Pack am Hinterkopf passen sowohl ein Lithium-Ionen-Akku oder AAA-Batterien.

Für Sommer-Träumer

Wer von all den Winterprodukten die Nase voll hat und schon lauen Sommernächten träumt, darf sich auf das Cot One Convertible Insulated von Helinox freuen. Die Tochterfirma der südkoreanischen Zeltgestänge-Marktführer DAC hat ihrem praktischen Klapp-Feldbett eine Isolierung mit dem R-Wert 5 verpasst. So kann die Isomatte gleich ganz zuhause bleiben.

Eine eher unscheinbare, aber umso erfreulichere Neuheit zeigte der deutsche Outdoor-Vollausrüster Relags: endlich gibt es mit der Lunchbox «Deluxe» eine wertige Edelstahlbox, die dank Silikondichtung garantiert auslaufsicher ist. Ein verstellbarer Trennsteg unterteilt die Box zudem in zwei Fächer, mit der wassergefüllten Box konnte man auf der Messe problemlos Handball spielen, ohne dass ein Tropfen durchsickerte.

Das Mega-Thema der letzten Jahre – Wolle – war auch diesmal wieder präsent. Zwei (mehr oder weniger) interessante Neuerungen sind uns aufgefallen: Den Weltbestseller-Schulrucksack Kanken von Fjällräven gibt es jetzt auch in einer Woll-Filz-Variante. Tierischen Schutz gibt’s im Alpina Prolan Rückenprotektor, der Stösse mittels Polstern aus gepresster Schafswolle dämpft.

ISPO Award: ein Altbekannter macht das Rennen

Nicht ausser Acht lassen darf man freilich das «Produkt des Jahres» – auch wenn die diversen ISPO-Awards beinahe schon inflationär vergeben werden. Doch das «A*Live SmartSafety Tool» der Firma ProteGear bietet trotz seines sperrigen Namens einen echten Mehrwert: das handtellergrosse Gerät stellt eine Satellitenverbindung her, wenn im normalen Handynetz ein Funkloch die Rettungsalarmierung verhindert. Das Gerät arbeitet im Netzwerk der Iridium-Satelliten und dient iOS und Android-Geräten als globaler Hotsport. Es bietet eine Reihe von Zusatzfunktionen, etwa die zweistufige Alarmierung über eine vorher definierte Kontaktperson, eine Cancel-Funktion für Fehlalarme und verschiedene voreinstellbare Unfallszenarien. Entwickelt wurde das Gerät in der Schweiz, vorgestellt wurde es schon auf der ISPO 2016/17. Warum es erst jetzt einen Award bekam, bleibt wohl das Geheimnis der Jury.

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