Eurobike Media Days 2016

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Bike-Neuheiten 2017: Starke Fahrwerke

Welche Laufradformate geben 2017 den Ton an? Welche Rolle spielen e-Mountainbikes? Die Eurobike Media Days im Tiroler Kirchberg zeigten ganz klar, wohin die Innovationsreise im nächsten Bike-Sommer geht.

Text: Christian Penning, Bild: Dennis Stratmann / Rocky Mountain

Geringes Gewicht spielt nach wie vor eine Rolle, aber noch wichtiger ist eine hohe Fahrperformance. Auf diesen Nenner lassen sich die bei den Eurobike Media Days im Tiroler Kirchberg präsentierten Mountainbike-Neuheiten bringen. Der Schwerpunkt der Innovationen liegt auf hochwertigen Fahrwerken und Modellen mit breiten Plus-Laufrädern. Und e-Mountainbikes gelingt im kommenden Sommer wohl endgültig der Durchbruch.

Kein neuer Laufradhype

Viel wird derzeit um Laufradformate von Mountainbikes diskutiert. Manchem ist das zu viel. So viel, dass er verunsichert die geplante Neuanschaffung des neuen Bergvelos für diese Saison verschoben hat. Abwarten, scheint die Devise vieler Mountainbiker zu sein. Dabei ist die Auswahl für den, der weiss, was er will, so gross wie nie zuvor. Und das wird sich auch in der kommenden Bikesaison 2017 nicht ändern. Die erste Vorab-Präsentation zahlreicher Hersteller zwei Monate für der grossen Eurobike Messe hat gezeigt: Die bereits bekannten Laufradformate 27,5 Zoll, 27,5 Zoll Plus, 29 Zoll und als kleine Nische die Fatbikes wird es auch in der kommenden Saison weiter geben.

Die Frage ist nicht länger, ob die eine oder andere Laufradgrösse nur ein Hype ist oder nicht. Die Hersteller arbeiten fast durch die Bank mit allen Formaten. Entscheidend ist, in welchen Einsatzbereichen die Laufradformate zum Einsatz kommen und wie gut sie in Verbindung mit unterschiedlichen Fahrwerksphilosophien funktionieren.

Fast alle bringen e-Bikes

Einige Hersteller setzen gar auf Convertible Systeme, die den Einsatz von breiten Plus-Laufrädern und herkömmlichen Laufradmassen an ein und demselben Rahmen erlauben. Good News für alle Zögernden: Ein zusätzliches weiteres Laufradformat ist am Innovationshorizont nicht sichtbar. Wohl aber ein weiterer Trend: Auf den Zug mit e-Mountainbikes – oft mit breiten Plus-Laufrädern ausgerüstet – springt bis zum nächsten Sommer fast jeder Hersteller auf.

Outdoor Guide hat sich bei den Eurobike Media Days umgesehen und einige Räder bereits auf einer ersten Testfahrt ausprobiert. Eine kleine Auswahl:

 

Scott Spark 700 Plus Tuned

Scott Spark 700 Tuned Plus
Scott Spark 700 Tuned Plus

Scott hat seine Race- und Tourenbike-Linie Spark komplett neu überarbeitet. Beim Spark wurde der Rahmen auf superschlanke 1749 g abgespeckt. Super interessant für Tourer und Alpenüberquerer aber ist das Spark 700 Plus Tuned. Mit 130/120 mm Federweg (vorne/hinten) und breiten Plus-Reifen bringt es gerade mal 11,6 kg auf die Wage. Damit fährt es sich wie ein potentes Allmountain-Modell.

Innovationsfaktor: Hoch – mit dem Spark 700 Plus Tuned gelingt der Spagat zwischen Marathon und Allmountain-Segment. Ein heisser Tip für Alpenüberquerer, die ein Bike suchen, das viel Fahrsicherheit bietet.

BMC Speedfox Trailcrew

BMC Speedfox Trailcrew
BMC Speedfox Trailcrew

Die Schweizer Schmiede widersteht dem Plus-Trend, erweitert aber trotzdem das Allmountain-Segment. Das Speedfox Trailcrew soll sich verspielter fahren als die bisherigen Speedfox Modelle. Dazu dienen unter anderem die kurzen Kettenstreben des 27,5-Zöllers. Basis des Fahrwerks ist weiter das bewährte APS-System mit 150 mm Federweg.

Cannondale Moterra

Cannondale Moterra
Cannondale Moterra

Cannondale will mit den beiden neuen E-MTBs Moterra und Moterra LT all jene eines besseren belehren, die bislang glaubten, e-Bikes seien etwas für betagte und unsportliche Semester. Ein tiefer Schwerpunkt, kurze Kettenstreben und ein Fahrwerk mit speziell abgestimmtem Federungssystem machen das Bike zur elektrisch unterstützten Trail-Rakete. Der Motor kommt von Bosch. Zu Wahl stehen zwei Varianten mit 130 und 160 mm Federweg (LT).

Good bye #kitzbühel #gtsalesmeeting #eurobikemediadays Next stop @livigno @carosello3000 #terrex #GTSensor

Ein von Hans Rey (@hansnowayrey) gepostetes Foto am

Giant Trance

Giant Trance LTD
Giant Trance LTD

Eine enorme Bandbreite im Einsatzbereich deckt das neu überarbeitete Trance von Giant ab. Das Allmountain-Fully mit 140 mm Federweg am Heck und 150 mm vorne macht Laune bergauf und noch mehr Lust bergab. Das liegt an dem fluffigen Fahrgefühl des aktualisierten Maestro-Federungssystems. Das etwas verlängerte Oberrohr sorgt für effizienten Tritt.

Ghost HAMR

GHOST HAMR X 29 AL

Gerade weniger sportive Durchschnittsbiker sind mit den breiten Plus-Reifen besser bedient. Sie verleihen dank ihrer hohen Traktion auch auf schwierigen Trailpassagen viel Fahrsicherheit. Genau dafür hat Ghost sein neues HAMR konzipiert. Der Backcountry-Buddy kommt als 27,5-Zoll-Version mit fetten 2,8er-Reifen und 140 Millimeter Federweg vorne und hinten. Resultat: ein beinahe sänftenartiges Fahrgefühl. So will mal gerne lange Touren fahren. Dafür hat Ghost ein eigenes Transporttaschen-System entwickelt, das sich am Rahmen und Lenker befestigen lässt.

Rocky Mountain Element

Rocky Mountain Element 970 RSL
Rocky Mountain Element 970 RSL

Dass es bei einem guten Bike längst nicht nur auf den Federweg ankommt sondern noch viel mehr auf die Qualität des Fahrwerks, das stellt Rocky Mountain mit dem neuen Element unter Beweis. Der Race-Klassiker im neuen Gewand entpuppt sich trotz nur 120 mm Federweg vorne und 100 mm hinten als spritziger Alleskönner, der vor steilen Rampen ebenso wenig kapituliert wie vor technisch anspruchsvollen Singletrail-Abfahrten. Der Hinterbau arbeitet so effektiv, dass er gefühlt sogar mit so manchem 140-Millimeter-Allmountain-Fully mithalten kann.

Bold Linkin Trail

Bold Linkin
Bold Linkin

Nicht mehr ganz neu, aber dennoch innovativ ist das Bold Linkin Trail. Die junge Schweizer Marke hat das Thema Fully neu durchdacht und den Dämpfer sauber aufgeräumt in den Carbon-Rahmen gesteckt. Zur Wahl stehen zwei Versionen: mit 130 und 154 mm Federweg. Innovativ ist auch das Laufrad-Konzept. Die Rahmen sind sowohl mit 27,5 als auch mit 27,5 plus Laufrädern kompatibel. Da ist es fast schon selbstverständlich, dass auch die Ausstattung mit Schaltung und Bremsen individuell konfigurierbar ist.

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