Angefahren: Völkl Mantra M5

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Völkls neue Waffe für Piste und Pulver

Wenn es für jeden Schnee den passenden Ski gibt, gibt es dann auch einen Ski, der für alle Einsatzbereiche passt? Vielseitigkeit ist das Stichwort beim neuen Mantra von Völkl, den wir zu Beginn des Winters antesten konnten: Die ersten Eindrücke.

Text/Bilder: Christian Penning / Völkl

Durchforstet man die Kollektionen der Skihersteller, stösst man auf spezielle Modelle für jeden nur erdenklichen Mikro-Einsatzbereich. Doch das Gros der Skifahrer wäre schon mit einem rundem Allrounder glücklich – einem Ski, der die oft wechselnden Schneebedingungen genauso meistert wie Einsätze auf der Piste und im Freeride-Gelände. Genau deshalb hat Völkl sein Bestsellermodell Mantra in der fünften Evolutionsstufe konsequent aus der Sicht vielseitig orientierter Skifahrer konstruiert. Wir konnten die neue Allmountain Freeride Waffe «Mantra M5» bereits für ein paar Testfahrten am Gletscher in Sölden anschnallen. Im Handel erhältlich sein wird der Ski ab Herbst 2018.

Mantra – die innige Wiederholung einer magischen Formel, die das Herz schwingen lässt. Bei Völkl ist der Name Programm. 2005 brachte Völkl den ersten Mantra auf den Markt: mit den Genen eines Rennskis, verpackt in die Masse eines Freeride-Skis. Das Konzept wurde auf Anhieb zum Topseller und über die Jahre weiterentwickelt.

Das Verlangen nach Vielseitigkeit

„Das Verlangen vieler Skifahrer nach Vielseitigkeit stand im Mittelpunkt“, beschreibt Dominik Grunert, die Maxime für die Entwicklung des neuen Mantra M5. Er leitet das Projekt als verantwortlicher Ingenieur. „Und der Mantra M5 ist auch eine Antwort auf die veränderten Klimabedingungen“, ergänzt Marketing Manager Felix Pätzold. In den relativ schneearmen vergangenen Wintern lernten selbst Freerider, die überwiegend abseits der Pisten unterwegs sind, Ski mit guter und direkter Kraftübertragung auf die Kante wieder schätzen. Was mit dem Mantra auch abseits der Piste möglich ist, zeigte bei der Präsentation im Ötztal Ex-Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner. Die Contests bei der Freeride Worldtour und viele Filmshootings hat sie regelmässig mit dem Völkl Mantra bestritten.

Also: Bringt der neue Mantra M5 die Herzen von vielseitig orientierten Skifahrern tatsächlich zum Schwingen? Um potenzielle Käufer möglichst in einen Zustand der Glückseligkeit zu versetzen, hat sich das Entwicklungsteam einiges einfallen lassen. Herzstück ist dabei eine neuartige Titanal-Rahmen-Konstruktion. In einem aufwändigen Verarbeitsprozess wird der Titanal-Rahmen genau dort eingesetzt, wo er die effektivste Wirkung entfalten soll: über der Seitenwange im Schaufel- und Endenbereich der Ski. In der Skimitte wird auf den Titanalrahmen verzichtet. „Das macht den Ski leichter, lebendiger, agiler“, erklärt Dominik Grunert. Für Festigkeit im Bindungsbereich sorgt ein dünnes, 0,3 mm starkes Titanalblech. „Dadurch kommt der Skifahrer in den Genuss einer bei Titanalski bisher nicht erlebten Kombination aus Lebendigkeit und Tempofestigkeit.“

Agil und poppig

Soviel zur Theorie. Auf der griffigen Piste am Rettenbachgletscher bei Sölden zeigt der M5 sofort Biss und animiert geradezu, in grossen Riesenslalomschwüngen die Kante glühen zu lassen. Dabei läuft der neue Mantra wie auf Schienen. Den richtigen Kantendruck findet man fast wie von selbst. Der Übergang zu kurzen Schwüngen gelingt mit erstaunlich wenig Kraftaufwand. Auf einer leicht buckeligen Passage zeigt der Ski dynamischen Pop und gibt sich agil. Was wohl nicht zuletzt am im Vergleich zum Vorgängermodell reduzierten Kurvenradius und an der leichten Carbon-Konstruktion im Schaufelbereich liegt. Durch einen Hang neben der Piste mit leichtem Bruchharsch fräst der M5 ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen.

So schwingt das Herz des Testfahrers nach ein paar Abfahrten mit „good vibrations“. Weitere und genauere Testeindrücke – auch im Vergleich zu anderen Modellen der Freeride Allmountain Kategorie – wird es beim Outdoor Guide Skitest im März geben, der in der Winterausgabe 2018/19 im kommenden Herbst veröffentlicht wird.

Parallel zum Mantra M5 hat Völkl ein entsprechendes Damenmodell entwickelt. Der „Secret“ verfügt über eine identische Konstruktion und ist auf die Bedürfnisse von sportlich orientierten Fahrerinnen zugeschnitten. Ein etwas schmalerer Sidecut soll den Ski noch lebendiger und agiler machen.

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Angetestet: Der neue Mantra M5 von Völkl

Die technischen Daten

Völkl Mantra M5
Taillierung: 134 – 96 – 117
Länge (Radius): 170 (17.9 m), 177 (19.8 m), 184 (21.2 m), 191 (23.3 m)
Technologie: Titanal Frame, Carbon Tips, Tip- und Tail-Rocker
Kern: Multi Layer Woodcore

Völkl Secret
Taillierung: 130 – 92 – 113
Länge (Radius): 149 (12.6 m), 156 (14.2 m), 163 (16.0 m), 170 (17.9 m)
Technologie: Titanal Frame, Carbon Tips, Tip- und Tail-Rocker
Kern: Multi Layer Woodcore

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