Infoblatt: Trekking Sentiero delle Orobie

 In Infoblatt

Unter Wölfen in den Bergamasker Alpen

Anreise

Mit dem Auto nach Bergamo oder zum Lago d’Iseo, dann weiter ins Valle Seriana und bei Ardesio westlich nach Valcanale, 987 m. Mit dem Zug bis Bergamo. Von dort per Bus über Clusone nach Valcanale. Achtung: Fahrscheine in Italien werden nicht im Bus, sondern am Kiosk, Schalter oder in der Bar verkauft.
Vom Endpunkt Cantoniera della Presolana mit dem Bus über Clusona nach Valcanale oder zum Bahnhof Bergamo.

Karte

Kompass Karte Nr. 104, 1:50’000, Alpi Orobie Bergamasche, 8,99 Euro.

Literatur

Im Wanderführer «Hüttentrekking Ostalpen» von Ralf Gantzhorn ist der Trek ausführlich beschrieben, Bergverlag Rother, 24,90 Euro.

Infos

Informationen zu Etappen und Unterkünften finden sich auf www.sentierodelleorobie.it. Außerdem können die Seiten www.valseriana.eu und www.turismo.bergamo.it hilfreich sein. Alles leider nur auf italienisch. Gegenüber dem Bahnhof von Bergamo befindet sich eine Tourist-Information (kompetent und deutschsprachig).

Unterkünfte

In Ardesio

Wer ein authentisches Dorfhotel mit guter Küche sucht, ist im Albergo Bigoni genau richtig, www.albergoristorantebigoni.it. Als Aperitif-Stopp lohnt sich der Besuch der benachbarten Bar mit grosser Terrasse des Hotels Ardesio. Im bescheidenen Getränkepreis inbegriffen: Snacks, die fast ein Abendessen ersetzen.

Hütten entlang des Treks

Rifugio Laghi Gemelli, www.rifugiolaghigemelli.it

Rifugio Fratelli Calvi, Tel. +39 0345 77047

Rifugio Baroni al Brunone, Tel. +39 0346 41235

Rifugio Coca, Tel. www.rifugiococa.it

Rifugio Antonio Curò, www.antoniocuro.it

Ostello al Curò, www.ostelloalcuro.it

Rifugio Luigi Albani, www.rifugioalbani.com

Anforderungen

Der Trek führt durch eine wilde, raue Landschaft. Exponierte Stellen und Schuttpassagen gehören zum Alltag. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Die Klettersteigpassagen können von routinierten Berggängern auch ohne Klettersteigausrüstung begangen werden.

Dusche gefällig

Im Talschluss des Valle Seriana, unterhalb des Rifugio Curò, lockt die Cascate del Serio zu einer Extra-Runde. Der längste Wasserfall Italiens teilt seine Fallhöhe von 315 Metern in drei Stufen auf: 166 Meter, 74 Meter und 75 Meter. In seiner ganzen Macht zeigt er sich nur, wenn das Wasserkraftwerk die Schleusen öffnet. Termine 2016: 19.6. 11-11.30 Uhr, 16.7. 22-22-30 Uhr (mit Beleuchtung in Szene gesetzt), 21.8. 11-11.30 Uhr, 18.9. 11-11.30 Uhr, 9.10. 11-11.30 Uhr.

 

Auf dem Sentiero delle Orobie Orientale

1 Valcanale – Rifugio Gemelli, 1961 m
4 h, +1150 Hm, -170 Hm
Eine angenehme Eingehetappe trotz des kräftigen Anstiegs. Unterwegs bietet sich eine Einkehr auf der Alpe Corte an. Am Passo dei Laghi Gemelli öffnet sich ein schöner Seeblick.

2 Rifugio Gemelli – Rifugio Calvi, 2015 m
Leichte Route: 4 Std., +460 Hm, -410 Hm
Alpine Route: 6 Std., +750 Hm, -700 Hm
Die zweite Etappe gibt es in zwei Varianten. Fünf Seen liegen an der leichten Route, acht Seen an der alpinen Route, die auch mehr Ausblicke sowie eine Einkehrmöglichkeit bietet. Am Weg lohnt der Abstecher auf den Pizzo del Becco, 2507 m (vom Rifugio Gemelli 2 h, leichter Klettersteig).

3 Rifugio Calvi – Rifugio Brunone, 2295 m
6 h, +870 Hm, -590 Hm
Anstrengende Etappe aufgrund von Schutthalden und ordentlichem Gegenanstieg. Der Gipfelabstecher zum Pizzo del Diavolo ist routinierten Berggängern vorbehalten.

4 Rifugio Brunone – Rifugio Coca, 1892 m
6 h, +420 Hm, -820 Hm
Die wildeste Etappe des Sentiero delle Orobie lässt die Wahl zwischen alpiner und moderater Route (Höhenmeter ähnlich wie Alpinroute). Höchster Punkt der alpinen Route ist der Sattel Simal, 2712 m. Von dort muss ein heikles, teils mit Ketten gesichertes Couloir abgestiegen werden. Beste Trittsicherheit und Schwindelfreiheit benötigt auch der Klettersteig durch die Felsfluchten des Valle di Coca.

5 Rifugio Coca – Rifugio Curò, 1895 m
4 h, +530Hm, -530 Hm
Schmaler Hangpfad mit zahlreichen Aufs und Abs und imposanten Tiefblicken. Bei Bergsteigern begehrt ist der Pizzo di Coca, der höchste Spitz der Bergamasker Alpen (vom Rifugio Coca 3.30 h und Kletterei im II.Grad)

6 Rifugio Curò – Rifugio Albani, 1939 m
8 h, +1010 Hm, -960 Hm
Lange Etappe, früher Start empfehlenswert. Die erste Partie ist etwas mühsam, da der Pfad abschnittsweise immer wieder zuzuwachsen droht. Ab dem Passo della Manina Landschaftsgenuss und Weitblicke in Karsthochflächen.

7 Rifugio Albani – Cantoniera della Presolana, 1297 m
5.30 h, +430 Hm, -1070 Hm
Die Überschreitung der Presolana ist ein prächtiges Finale. Der Gipfel des Monte Visolo (2369 m ) wird dabei mitgenommen. Wer sich den leichten, aber exponierten Klettersteig durch die Presolana nicht zutraut, kann den Kalkstock auf normalem Wanderweg westseitig umgehen.

Text und Fotos: Iris Kürschner/Dieter Haas

 

Hier geht´s zur Reportage «Trekking auf dem Sentiero delle Orobie».

Showing 3 comments
  • M7b
    Antworten

    Sind den Weg letzte Woche gegangen. Die Höhenmeter Angaben sind völlig falsch. Insgesamt sind wir über 7000hm in den 7 Tagen gestiegen.

    • Thomas Ebert
      Antworten

      Guten Tag und danke für Ihren Kommentar – welche Etappen sind denn im Einzelnen falsch beschrieben? Oft sind auch unterschiedliche Aufzeichnungsmethoden der GPS-Geräte Ursache von Differenzen bei den Höhenmetern.

  • Pedro
    Antworten

    Bis auf die 1. Etappe stimmen alle Höhenmeterangaben nach dem DAV-Tourenplaner zum Teil sehr deutlich nicht. Die Abweichung beträgt ca. 500 – 900 Hm sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg.

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